Copyright

Umstrittene Piratenjäger geben auf

7. Februar 2011, 08:10

Britisches Unternehmen MediaCAT stellt Geschäfte vor Abschluss der Verfahren ein

Die Geschäfte der britischen Unternehmen MediaCAT und ACS:Law haben seit einiger Zeit für Unruhe in der Internetcommunity gesorgt. Nun scheinen die Piratenjäger jedoch aufgegeben zu haben, berichtet die BBC. Geschäftsführer Andrew Crossley habe die Geschäfte der Unternehmen eingestellt.

Geldstrafe angedroht

Das Geschäftsmodell von Crossley ist simpel: Per Brief werden angebliche Netzpiraten vor möglicher Strafverfolgung gewarnt und aufgefordert eine Geldstrafe zu bezahlen, um der Anklage zu entgehen. Vor allem der Vorwurf, dass auch Unschuldige derartige Briefe erhalten haben sollen, sorgte für Kritik.

Von jenen Menschen, die Warnbriefe erhalten hatten, hatten sich 27 mutmaßliche Filesharer entschlossen, vor Gericht zu gehen. Die Schließung der Unternehmen wird nun nur einige Tage vor Ende der Verfahren öffentlich - ein Verfahren in dem vor allem die Machenschaften von MediaCAT und ACS:Law immer wieder heftig in Frage gestellt wurden. Richter Birss hatte die Geschäftsmethoden der Unternehmen kritisiert - unter anderem den Umstand, dass die Kanzleien 65 Prozent der bezahlten Bußgelder für sich behielt und nur 30 Prozent an die Rechtinhaber weitergab.

Anklagen fallen lassen

Schon zu Beginn der Verfahren, als klar wurde, dass man vor Gericht gehen würde, hatte MediaCAT versucht, sämtliche Anklagen fallen zu lassen. Der Richter hatte das jedoch abgelehnt. Er sei mit der Situation nicht gerade glücklich, so Birss. "Ich habe den Eindruck, dass jede Handlung seit Beginn der Verfahren das Ziel hatte, eine genaue Untersuchung zu verhindern." Nun ließ Crossley vor Gericht einen Brief verlesen, in dem er bekanntgab, dass er sich nicht weiter mit den Fällen beschäftigen wolle - es verursache ihm zu viele Schwierigkeiten. (pte)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 59
1 2
Nomad In Time
 
00
Fettes Brot logo?

Da soll mediaCAT vor "illegalem" (definition?) downloaden bzw. Copyright verletzungen schützen und das erste was ich mir denke wenn ich deren logo sehe ist:
Ist das nicht das Logo von dem Fettes Brot Album "Demotape"?

Eventuell sollte man sich da mit einer Forderung an MediaCAT wenden? :P

Hier ein Link:
http://www.amazon.de/exec/obid... nagementj/
Das original das ich noch von früher kenne war sogar ebenfalls in schwarz weiss...

assimilatah
00
das original logo ist mit sicherheit nicht von fettes brot

NORACSA
00
11.2.2011, 22:27
das ist ein symbolbild...

bildunterschrift lesen bildet ;o)

Image: Proper old school piracy!, a Creative Commons Attribution No-Derivative-Works (2.0) image from garyjd's photostream

jaeh74
01
Schon den neuen BSA Werbespot gesehen ?

Erinnert mich irgendwie an die Zeit vor 1945, oder an den Knastspot vor nicht allzulanger Zeit. Nicht das ich illegales kopieren unterstütze, aber solche eine Werbung ist weit unter dem Niveau der illegalen Kopierer...

Zitronenbaum
00
25.2.2011, 12:46
"Noch zweimal singen"

Zum Glück kann man die vorspulen, wenn sie auf DVDs draufsind. Btw, warum sind die da überhaupt drauf? Wenn ich legal im Geschäft eine DVD kaufe, dann hab ich doch eh keine illegale Kopie, also was bringt das?
Durrhurr.

Biha
02
Har Har

"Har Har" rufe ich dem sinkenden Schiff zu und steuere neuen Ufern entgegen...

Rumo von Zamonien
00

Baba.

presumption of innocence
06
Das sollten die deutschen Abmahnkollegen lesen

wär schön, wenn die auch mehr Arbeit bekommen als nur Abmahnungen zu verschicken und zu kassieren.

Truhe
 
010

Ich finds ja schön dass uns das nette Logo mit der guten alten Musikkasette so klar vor Augen führt wie mörderisch "hometaping" für die Musik war.

Shrike
00
12.2.2011, 18:11

Erinnert mich vor allem an den abgewandelten Spruch:

Home f*cking ist killing prostitution!

:)

Theatre of Tragedy
01
Sorry, aber:

MUHAHAHAHAHAHAHA! Selbst schuld!

JueZ
113

Wer mit der Angst und Unwissenheit der Opfer spielt und sich dadurch Bereichert sollte öffentlich ausgepeitscht werden!!!

solandre
 
01

hahaha, an der cross ist ein echter geschäftsmann. zumindest einer der weiss, dass er aussteigen muss, wenn er auch ursprünglich das falsche geschäftsmodell wählte.

das geschäftsmodell? gelderpressung durch drohung ohne beweise. gewinnmaximierung indem man kein geld aufwendete um beweise zu sammeln.

hach ist die welt schön. die mächtigen sind echt bereit auf jeden mist reinzufallen, wenn es darum geht ihre macht zu sichern. eigentlich ihre wundster punkt. folgerung: mächtige sind dann am verwundbarsten, wenn sie jemand suchen, der sie gegen eine neue gefahr schützen soll.

mein plan ist folgender: ich erhalte zugang zu allen us-dokumenten und biete an, sofort zu melden, falls welche im netz veröffentlicht werden. :-)))

rideboarder
010
gut so...

...wer hier wohl wem die kohle stiehlt? raubkopierer der musikindustrie oder "anwälte" der bevölkerung?

RECHTSberater schicken auf Verdacht "Rechnungen" aus und hoffen dass es irgend ein depp bezahlt? das basiert ja auf dem selben prinzip wie diese spammails die behaupten da wäre noch was ausständig...

vegetarischer.fleischfresser
 
00
wer hier wohl wen bestiehlt ?

die abnahm-betrüger nicht nur die opfer, sondern auch diejenigen deren interessen sie zu wahren vorgeben.

ein schönes beispiel dieses spezies.

meinrad
00

yep. so funktionieren ja die ganzen abmahnbuden. indem sie rechnungen für kosten stellen, die in wirklichkeit nie angefallen sind. reiner betrug.

Max Arnstein III.
 
00

Das Verrechnen nicht angefallener Kosten ist das Wesen der Gebührenordnung. Oder denken Sie, dass ein Makler 6% Aufwand des Kaufpreises trägt, oder ein Rechtsanwalt oder eine Bank Kosten proportional zur Vertragssumme gewärtigt?? Abmahnanwälte erzeugen sich eben die Nachfrage für ihre Dienstleistungen selbst und hoffen auf die Angststarre der Betroffenen.

Lew Ashby
019
treffer versenkt!

werwolfi
01

jetzt bitte noch desgleichen mit den abzockeranwaltskanzleien im deutschsprachigen raum, danke ;oI)

esistnichtwasesist
03
zero tolerance

predigt normalerweise die contentindustrie gegenueber filesharern. dasselbe sollte man jetzt auch von den "rechteverwertern" fordern...

Roter Baron
04
>dass die Kanzleien 65 Prozent der bezahlten Bußgelder für sich behielt und nur 30 Prozent an die Rechtinhaber weitergab.<

ah darum gings der ipfi.

roter baron

ikepod
12

ist bei den spenden für das "rote kreuz" oder anderen hilfsorganisationen genau gleich, 65% bleiben bei der webeagentur.

halvar van flake
11
das stimmt so nicht.

die werbeagenturen schneiden nur in den ersten beiden jahren mit. dann geht die kohle zur gänze an die organisationen. diese haben sich aber aus gutem grund für diese methode entschieden - die kosten sind in summe wesentlich niedriger und das spendenaufkommen kann sich auch sehen lassen. hier zählt nur ein argument - was bleibt für die werbende orgnisation unterm strich. alle versuche die werbung selbst aufzuziehen sind kläglich gescheitert - ausser spesen nix gewesen....

Ausgeflippter Lodenfreak
00

Das Konzept funktioniert aber nur, weil das den Spendern nicht klar gesagt wird. Glauben Sie irgendwer würde noch spenden, wenn er wüsste, dass der Großteil nicht nur keinen guten Zweck, sondern nicht einmal dem Unternehmen an das er spenden wollte zugute kommt?
Nur weil etwas wirtschaftlich funktioniert und gesetzlich nicht verboten ist, heißt dass noch lange nicht, dass es nicht unmoralisch wäre.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 59
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.