ÖSV nominiert Aufgebot

6. Februar 2011, 23:34
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Verletztenliste ausschlaggebend für die endgültigen Nominierungen - Hirscher scheint trotz Absage noch auf

Garmisch-Partenkirchen - 10 Damen und 14 Herren umfasst Österreichs Aufgebot für die alpine Ski-WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen. Überraschungen sind bei der Nominierung am Sonntagnachmittag nach den letzten Weltcup-Rennen in Hinterstoder (Herren) und Zweisel (Damen) erwartungsgemäß aus Mangel an Alternativen ausgeblieben.

Marcel Hirscher steht zwar im WM-Kader, hat aber aufgrund seines am Sonntag erlittenen Kahnbeinbruchs im linken Fuß gemäß Einschätzung der behandelnden Ärzte keine Chance auf einen WM-Start. Auch für Leute wie Christoph Dreier (Kapseleinriss) und Stephan Görgl (starke Rückenprobleme) war Platz im Aufgebot, obwohl diese mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kein Rennen bestreiten werden und noch dazu nicht fit sind.

Hans Pum, der Sportdirektor des Österreichischen Skiverbands, meinte angesichts der Verletzung von Hirscher: "Das mit Marcel ist natürlich sehr schlimm, denn er war in einer Bombenform." Gleichzeitig sprach der Oberösterreicher dem 21-Jährigen auch Mut zu. "Gemessen an dem, was heuer schon passiert ist, ist es auf der anderen Seite aber auch nicht tragisch. Er ist jung, er hatte bisher noch keine gröbere Verletzung. Er muss in die Zukunft schauen", sagte Pum.

Logischerweise nicht im Aufgebot stehen die anderen jüngsten Verletzungsopfer im Herren-Lager: Hans Grugger, Mario Scheiber und Georg Streitberger. Der meist beschäftigte ÖSV-Herr in Garmisch-Partenkirchen wird wohl einmal mehr Benjamin Raich sein. Der Tiroler ist für Super-G, Super-Kombination, Riesentorlauf und Slalom vorgesehen. Auch im Teambewerb wäre Raich logischerweise eine willkommene Option.

Auf vier Starts könnte auch Romed Baumann (Abfahrt, Super-G, Super-Kombination, Riesentorlauf) kommen. Das Ticket für den Riesentorlauf wackelt seit Sonntag allerdings. Denn Hannes Reichelt schaffte es dank eines fulminanten Hinterstoder-Wochenendes (Sieg im Super-G, Vierter im Riesentorlauf) noch locker auf den WM-Zug. Der Salzburger hat plötzlich sogar Chancen auf drei WM-Starts, denn auch in der Abfahrt könnte sich Reichelt noch empfehlen.

Bei den Damen wartet vor allem auf Elisabeth Görgl mit vier Starts (Abfahrt, Super-G, Riesentorlauf, Super-Kombination) ein Monsterprogramm. Nicole Hosp geht so wie Andrea Fischbacher und Anna Fenninger dreimal ins WM-Rennen. Für Hosp könnte es aber unter Umständen sogar eine WM mit Starts in allen fünf Damen-Bewerben geben, denn selbst in der Abfahrt hat die Tirolerin noch Chancen aufs vakante vierte Ticket.

Kathrin Zettel verzichtet hingegen auf die Teilnahme an der Super-Kombination, in der sie als Titelverteidigerin einen Fixplatz hätte. Die volle Konzentration der Niederösterreicherin gilt Slalom und Riesentorlauf, in diesen beiden Disziplinen zeigt Zettel auch aufsteigende Form. In Topform ist im Slalom Marlies Schild, die Österreichs klarste Gold-"Bank" in Garmisch-Partenkirchen ist.(APA)

ÖSV-Aufgebot für die Alpine Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen:

Damen (10): Anna Fenninger, Andrea Fischbacher, Elisabeth Görgl, Nicole Hosp, Michaela Kirchgasser, Regina Mader, Marlies Schild, Bernadette Schild, Nicole Schmidhofer, Kathrin Zettel

Herren (14): Romed Baumann, Christoph Dreier, Stephan Görgl, Reinfried Herbst, Marcel Hirscher Klaus Kröll, Mario Matt, Manfred Pranger (Titelverteidiger Slalom), Joachim Puchner, Benjamin Raich, Hannes Reichelt, Philipp Schörghofer, Björn Sieber, Michael Walchhofer

 

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