Schlager an den KAC

6. Februar 2011, 21:00
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Klagenfurter entscheiden das Spitzenspiel der 46. Runde gegen Salzburg eindeutig für sich - Caps und Villach verlieren weiter - Graz zieht keinen Nutzen - Linz in Zagreb chancenlos

Wien - Der KAC hat seine Tabellenführung am Sonntag durch einen klaren Heimsieg gegen Titelverteidiger Salzburg weiter ausgebaut. Der Rekordmeister besiegte den ersten Verfolger in der 46. Runde der Erste Bank Eishockey Liga 5:2 (1:1,2:1,2:0). Damit liegen die Kärntner bei noch acht ausstehenden Runden des Grunddurchgangs bereits neun Zähler vor den punktegleichen Salzburgern und den Vienna Capitals.

Die Klagenfurter gingen vor 4.600 Zuschauern nach einer starken Anfangsphase durch David Schuller (8.) verdient in Führung. Dann riss bei den Gastgebern jedoch zwischenzeitlich der Faden. Ramzi Abid (9., 29.) ermöglichte mit zwei Treffern den 2:1-Zwischenstand zugunsten des Meisters.

Am Ende des Mittelabschnittes sorgten Christoph Brandner (38.) und Jeff Shantz (40./PP) aber wieder für eine Klagenfurter Führung. Der nach Rückenproblemen wiedergenesene Brandner stellte im Schlussdrittel durch einen weiteren Überzahltreffer die KAC-Weichen endgültig auf Sieg. Das 5:2 erzielte schließlich Toptorjäger Mike Craig in der Schlussphase per Empty-Net-Treffer. Die Salzburger kassierten nach dem 2:3 gegen Jesenice die nächste Niederlage und verpassten neuerlich die vorzeitige Play-off-Qualifikation.

Caps in Mini-Krise

Die Vienna Capitals haben sich am Sonntagabend zum dritten Mal en suite geschlagen geben müssen. Die Wiener glichen gegen Jesenice zwar im Schlussdrittel einen 1:2-Rückstand noch aus und retteten sich in die Overtime, im Penaltyschießen sorgte aber Sabolic für den 3:2-Auswärtssieg der Slowenen. Dank des gewonnenen Punkts haben die Caps aber gegenüber Red Bull Salzburg (2:5 beim KAC) Boden gutgemacht, und rangieren nun punktgleich mit Salzburg auf dem dritten Platz.

Vielleicht schon im ersten Drittel, das 1:1 endete, haben die Hausherren wegen zwei Stangenschüssen den möglichen Sieg vergeben. Danach übernahmen die Slowenen das Kommando und Sabolic stellte in der 39. Minute nicht unverdient die Führung der Gäste her. Zwar schaffte Marcel Rodman in der 52. Minute den zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch verdienten Ausgleich, aber über das gesamte Match gesehen war der Sieg von Jesenice nicht unverdient. Für Jesenice war es bereits der vierte Sieg in Folge.

Villacher Ratlosigkeit

Die Negativserie des VSV ist auch gegen Olimpija Ljubljana weitergegangen. Die Villacher kassierten gegen die achtplatzierten Slowenen mit einem 1:4 (1:2,0:0,0:2) die bereits siebente Niederlage infolge.

Nach der Derby-Niederlage gegen den KAC am Freitag gerieten die weiter auf Tabellenrang vier liegenden Kärntner im Tivoli früh 0:2 in Rückstand. Higgins (1.) und Stopar (6./PP) sorgten für die Tore der zuletzt ebenfalls schwachen Slowenen (7 Niederlagen in 8 Spielen).

Durch das 1:2 von VSV-Toptorjäger Michael Raffl (20.) kurz vor Ende des Startdrittels schöpften die Gäste zwar noch einmal Hoffnung, zu mehr sollte es aber nicht reichen. Higgins sorgte eine Viertelstunde vor dem Ende mit seinem zweiten Treffer für die Vorentscheidung. In der Schlussminute erhöhte Sachl noch ins leere Tor zum 4:1.

99ers verpassen Chance

Die Graz 99ers haben in Szekesfehervar mit 2:3 verloren und damit die Chance verpasst, in der Tabelle gleich zwei Plätze gutzumachen und vor die Black Wings Linz und den VSV auf Rang vier vorzustoßen.

Die Mannschaft von Teamchef Bill Gilligan ging durch Patrick Harand im Powerplay in Führung (13.), kassierte aber im Mitteldrittel durch Toth den Ausgleich (31.) und geriet im Schlussdrittel mit 1:3 in Rückstand. Mihaly (48./PP) und Sofron (52.) trafen für die Ungarn, nur 28 Sekunden nach dem dritten Gegentreffer ließ Harry Lange die Grazer aber wieder hoffen. Doch der Ausgleich gelang nicht mehr.

Keine Decke, keine Punkte für Linz

Nach zwei Siegen in Folge haben die Linzer Black Wings in Zagreb eine 1:4-(0:3,0:0,1:1)-Niederlage kassiert. Im einzigen Freiluftspiel der Saison vor 4.500 Zuschauern in der Salata-Arena legten die Kroaten schon mit einer 3:0-Führung nach dem ersten Drittel den Grundstein zum Sieg, den man im Kampf um einen Platz im Meister-Play-off dringend benötigte.

Zum dritten Mal in Folge gab es auswärts nun schon keinen Sieg für den Vizemeister, der aber weiterhin auf Platz fünf der Tabelle liegt. Zagreb ist nach wie vor Siebenter, der Vorsprung auf Platz neun beträgt freilich nur drei Punkte.

Prpic (5., 20./PP) und Kinasewich (13./PP) sorgten für den perfekten Start der Gastgeber. Auch im Mitteldrittel kamen die Gäste ohne den an den Adduktoren lädierten Rob Shearer, nicht in Fahrt. Nur mit etwas Glück kassierte man keinen weiteren Gegentreffer. Die letzten Linzer Hoffnungen machte Kinasewich zunichte, der in der 46. Minute die Vorentscheidung herbeiführte. Der späte Ehrentreffer von Cashman (54./PP) konnte keine Trendwende mehr einleiten.(APA/red)

Ergebnisse Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) vom Sonntag (46. Runde):

  • KAC - Red Bull Salzburg 5:2 (1:1,2:1,2:0). Stadthalle Klagenfurt, 4.600, SR Aumüller/Lesniak.
    Tore: Schuller (8.), Brandner (38., 54./PP), Shantz (40./PP), Craig (58./EN) bzw. Abid (9., 29.). Strafminuten: 14 bzw. 14
  • Vienna Capitals - Acroni Jesenice 2:3 n.P. (1:1,0:1,1:0;0:0;0:1). Albert-Schultz-Halle, 3.750, SR Cervenak.
    Tore: Bouchard (10./PP2), Rodman (52.) bzw. Erman (7./PP2), Sabolic (39. und entscheidender Penalty). Strafminuten: 24 bzw. 28 plus 10 Disziplinar Nolan.

  • Olimpija Ljubljana - Rekord-Fenster VSV 4:1 (2:1,0:0,2:0). Tivoli Ljubljana, 2.000, SR Potocan.
    Tore: Higgins (1., 44.), Stopar (6./PP), Sachl (60./EN) bzw. M. Raffl (20./PP). Strafminuten: 15 plus Spieldauerdisziplinarstrafe Mustonen bzw. 14

  • SAPA Fehervar - Graz 99ers 3:2 (0:1,1:0,2:1). Szekesfehervar, SR Smetana.
    Tore: Toth (31.), Mihaly (48./PP), Sofron (52.) bzw. P. Harand (13./PP), Lange (53.). Strafminuten: 14 bzw. 12.

  • Medvescak Zagreb - Black Wings Linz 4:1 (3:0,0:0,1:1). Zagreb, Salata-Arena (Freiluft), 4.500, SR Veit.
    Tore: Prpic (5., 20./PP), Kinasewich (13./PP, 46.) bzw. Cashman (54./PP). Strafminuten: 8 bzw. 10

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