Merkel und Ban wollen Kampf gegen Cyber-Attacken

6. Februar 2011, 17:37

"Es gibt Herausforderungen, auf die haben wir noch keine abschließende Antwort",

 Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel und UNO-Generalsekretär Ban fordern einen gemeinsamen Kampf der internationalen Staatengemeinschaft gegen Cyber-Attacken aus dem Internet. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz machte die Kanzlerin am Samstag deutlich, dass nationale Abwehrkonzepte allein nicht ausreichten. Nötig seien internationale Antworten, möglicherweise auch neue internationale Abkommen.

Strategien

Ban plädierte ebenfalls dafür, im Kampf gegen neuartige Bedrohungen aus dem Internet die Kräfte zu bündeln. Er hoffe, dass die Staaten ihre Strategien weiterentwickeln, sagte Ban am Sonntag zum Abschluss seines Deutschland-Aufenthalts vor Journalisten.

Merkel warnte ebenso wie der britische Premier Cameron vor den zunehmenden Gefahren durch Cyber-Attacken im Internet. "Es gibt Herausforderungen, auf die haben wir noch keine abschließende Antwort", sagte sie. "Wir werden miteinander lernen müssen, wie wir auf diese Herausforderungen antworten."

Stuxnet

Das Thema Cyberkriminalität war das erste Mal Thema der Münchner Sicherheitskonferenz. Deutlich wurde die Dimension der Gefahr durch Attacken im Netz zuletzt auch durch den Angriff des Computerwurms Stuxnet auf iranische Atomanlagen im Jahr 2010.

Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in der Münchner Innenstadt gegen die Sicherheitskonferenz sowie für Frieden und Abrüstung demonstriert. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl auf 3.200 Demonstranten. Die Veranstalter sprachen von 5.500 Teilnehmern. Die Polizei war mit etwa 3.400 Beamten im Einsatz. Weil alles friedlich blieb, begleiteten aber weniger Einsatzkräfte als geplant die Demo. (APA)

 

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