Ryanair warf 120 Passagiere aus Flugzeug

6. Februar 2011, 13:51

Gruppenmitglieder wollten angeblich nicht für Übergepäck bezahlen

Nach einem Streit ums Gepäck hat die Billigfluglinie Ryanair 120 Passagiere aus dem Flugzeug geworfen und auf der Kanaren-Insel Lanzarote zurückgelassen. Unter Aufsicht der spanischen Polizei musste die gesamte Gruppe von Jugendlichen und Studenten aus Belgien am Samstag die Maschine verlassen.

Wie Ryanair auf seiner Homepage mitteilte, hatten einige Mitglieder der Gruppe nicht für Übergewicht beim Gepäck zahlen wollen. Daraufhin gab es einen heftigen Wortwechsel zwischen einem jungen Mann und einer Stewardess. Kurzerhand ließ der Kapitän die Maschine räumen. Er startete mit drei Stunden Verspätung und lediglich 66 Fluggästen an Bord zum belgischen Flughafen Charleroi.

Belgisches Außenministerium machte Druck

Erst nachdem sich das belgische Außenministerium einschaltete, war Ryanair bereit, die Jugendlichen am Sonntag in kleinen Gruppen nach Belgien zurückzuholen. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, man habe der Billigfluggesellschaft "Druck machen müssen". Erst nach einigen Diskussionen habe Ryanair eingelenkt und zugesagt, die gestrandeten Passagiere auf andere Flüge zu verteilen.

Augenzeugen an Bord nannten die Entscheidung des Kapitäns "vollkommen überzogen". "Wir hatten kein Geld für einen anderen Rückflug und es gab niemanden, der sich um uns gekümmert hat," sagte eine Studentin. Die Fluggesellschaft entschuldigte sich bei den verbliebenen Passagieren für die Verspätung des Fluges und verwies auf Anordnungen der spanischen Beamten. "Die Polizei verlangte aus Sicherheitsgründen, dass der gesamten Gruppe die Reise untersagt wurde", teilte das Unternehmen mit. "Die Sicherheit der Passagiere, der Crew und des Flugzeugs haben für Ryanair oberste Priorität."

Sitzstreik im November 2010

Immer wieder beschweren sich Passagiere der Billigfluglinie über ihre Behandlung. Im November 2010 weigerten sich Ryanair-Fluggäste mit einem vierstündigen Sitzstreik, am "falschen Flughafen" auszusteigen. Statt in Paris Beauvais war das Flugzeug wetterbedingt im rund 400 Kilometer entfernten belgischen Lüttich gelandet. Schließlich ging die Besatzung kurzerhand von Bord, schaltete das Licht aus und verriegelte die Klos. (APA/dpa)

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Ehrenrettung für RyanAir!

Auf der Webseite gibt es nur einen nobel-zurückhaltenden Kommentar:
http://www.ryanair.com/en/news/r... n-students
Wer mehr über den Vorfall und über dessen Verursacher erfahren will - die "Jugendlichen und Studenten aus Belgien" waren nämlich gar keine Belgier! - möge googlen unter <Rauswurf von 104 Studenten>.

Übrigens...

Das ist eine Billigfluglinie. Wer für deren Preise das Service von All American, All Nippon oder KLM erwartet, dem kann niemand mehr helfen.

Service kostet. Gutes Service kostet mehr. Wer für keinen Mercedes als Taxi zahlen will, soll sich über den Zustand des Trabi nicht aufregen.

Ach bitte.

Zu fliegen ist ein Privileg für das man zahlt, kein Recht. Übergepäck kostet extra, das ist bei jeder Fluglinie so.

AUA, Lufthansa, El Al, ANA, etc, wer fürs Übergepäck dort nicht zahlt, der fliegt nicht mit. So einfach ist das.

Übrigens, der Flugkapitän ist derjenige, der die Verantwortung für Flugzeug, Besatzung und Passagiere hat. Sein Wort ist an Bord Gesetz.

xindl - ryanair, meine ich.

Man muss schon ein wenig masochistisch veranlagt sein

mit der Ryan Air zu fliegen. Ich habe jede zweite Woche das Vergnügen, in Krakau der Handgepäcksvisitation eines RA Fluges beizuwohnen während ich auf meinen Flug warte. Das ist lustig anzusehen. Da wird gewogen, verhandelt, gestritten, aus- um- und wieder eingepackt und zu guter Letzt zahlt fast jeder Dritte entnervt.
Aber es kann ja wohl keiner sagen, er/sie hätte es nicht gewußt.....

Ja, es ist in unserer Gesellschaft schick geworden,

Die Auflagen eines 20 Euro Fluges nicht zu beachten und dann statt sich selbst an der Nase zu nehmen, alle anderen schuldig zu sprechen. Die Handgepäcksdefinition ist nun einmal sehr genau. wenn ich mir dann anschsu, wie viele vertr...elte Möchtegern Kosmopoliten mit drei verschiedenen Tascherln und überfüllten Handkoffern dort stehen, dann frag ich mich, welchen IQ die Typen haben. ich hab auch schon gezittert, aber sorry, darüber braucht man sich wirklich nicht beschweren. wenns eine Gruppe war, frag ich mich sowieso, warum nicht jenand anderer das eine oder andere Stück eingepackt hat, werden ja hoffentlich nicht alle bis zum äussersten Rand alles vollgepackt haben...

man muss nur wissen wie man das übergepäck verstaut ;)

ich fliege mehrmals im jahr zwischen london und memmingen da rynair hier praktisch den einzigen direktflug anbietet und nebenbei unglaublich günstig ist.

in london sind ein paar kilo mehr sowieso meist egal, in memmingen sind sie typisch über-exakt und lassen genau 900 gramm zuviel zu. man muss einfach die schweren sachen alle in den rucksack geben, notfalls ein paar bücher oder andere schwere dinge in die hand, sollte jemand verlangen den rucksack zu wiegen.

habe es noch jedes mal geschafft mit mehr als 25kg gesamt zu fliegen; manchmal hat auch das handgepäck mehr als das aufgegebene gewogen.

Als wertvoll erweist sich immer eine Jacke mit vielen extea Taschen,

Am Schwersten sind eh Schlüssel, Geldbörsel, Handy, Deo und andere Kosmetika, Bücher, Kalender etc., wenn man die in den Taschen unterbringt ist das Handgepäck schon gerettet...

Wer jemals mit Ryanair geflogen ist,

weiß, wie oft man auf eben diese Gepäcksvorgaben hingewiesen wird.

Beim Suchen ...
Beim Buchen ...
In der Reservierungsmail ...
In der Bestätigungsmail ...
Beim Check-In ...
Auf JEDEM Dokument steht es drauf ....

Das kann man nicht übersehen, das kann man nur vorsätzlich ignorieren.

Nächstes Mal halt eine teurere Linie nehmen. Die Ryanair ist genau deshalb so billig, weil sie es mit den Nebenkosten so genau nehmen.

Mir als Fluggast ist lieber wenn ein Randalierer vorm Start hinausgeschmissen wird, als wenn er in der Luft voll durchdreht!

Da Lob ich mir die AUA

Flughafen Salzburg, kurz vor Weihnachten : 7:30, 5 kg Übergepäck sollte ich gemäß der sehr missgelaunten Dame am Checkin bezahlen (50 €). Der Ticket-Schalter der AUA von einer Gruppe von 100 Leuten belagert, da ein LH-Flug nach Deutschland ausfiel. Versicherte ihr meine Zahlbereitschaft, wenn ich meinen Flieger nicht verpassen würde um die Schlange abzuwarten. Ein getätigter Anruf am Ticketschalter mit dem Anliegen wurde vom zuständigen Kollegen jedoch mit solcher Vehemenz beantwortet, dass meine 5 kg Gepäckübergewicht kein weiteres Problem darstellten. Das folgende "Guten Flug" war jedoch nicht überzeugend - trotzdem "Danke AUA".

Jede Fluglinie hat die Passagiere, die sie verdient - und vice versa!

...war irgendwie unklar wieviel kg gepäck im preis inkludiert ist ?

Es sind aber schon zwei Paar Schuhe

ob Passagiere rausgeschmissen werden oder eine Flugumleitung stattfindet, wenn am Zielflughafen wegen Nebels nicht gelandet werden kann (letzter Absatz). Schon klar, dass so etwas ärgerlich ist für die Passagiere aber wenn man an all die Abstürze und Bruchlandungen wegen "forcierter" Landung im Nebel denkt, kann man nur sagen: Lieber meckernde Passagiere am Ausweichflughafen als tote am Zielflughafen.

"Lieber meckernde Passagiere am Ausweichflughafen als tote am Zielflughafen"

kommt auf die passagiere an, sag ich mal... ;-)

altes polnisches sprichwort

Ja, ja - Geiz ist geil !!

wie dumm muss man sein, einem unternehmen, dass sich derart aufführt,

sein geld in den rachen zu schmeissen :-) und wenn ryanair die einzige fluglinie der welt wäre, ich würde niemals mit diesen ausbeutern fliegen!

Ohne für Ryanair sprechen zu wollen:

Randalieren Sie einmal bei irgendeiner beliebigen Gesellschaft, was glauben Sie, wie schnell Sie draußen sind! Bei mir hat sich der Kapitän der AUA einmal geweigert abzufliegen, weil ich mein Handgepäck, eine ganz kleine Reisetasche in einer schwach gebuchten Businessklasse nicht ins Hatrack stopfen wollte. War zerbrechliches Gebäck drin. Unter meinen Knien, wie diese Tasche schon zigtausend Flugmeilen hinter sich gebracht hat, bei LH z.B. die ja besonders genau sind, wurde von Stewardess und Kapitän nicht akzeptiert. Schließlich räumte ich aus, die Backwaren auf dem Nebensitz, die Tasche nach oben und die Beamten der AUA waren es zufrieden.

Bei mir hat sich der Kapitän der AUA einmal geweigert abzufliegen, weil ich mein Handgepäck, eine ganz kleine Reisetasche in einer schwach gebuchten Businessklasse nicht ins Hatrack stopfen wollte.

das klingt aber sehr nach gschichterl...

Sie können es mir glauben,

es war eine alte Reisetasche, so wie früher Doktortschen 40 x 30 x 25 cm. Die (übrigens sehr attraktive) Stewardess fand meine Ansage, daß das noch niemals gestört hätte gegen ihre Anordnung wohl anmaßend. Hätte ich die Zeit gehabt, ich wäre ausgestiegen, hätte mein Gepäck ausladen lassen und eine Verspätung verursacht aber so flog ich halt mit und hatte auf den Nebensitzen meine Sackerln ausgebreitet. Das störte sie nicht, obwohl in einer Turbulenz wären diese durch die Kabine geflogen.

Das klingt sehr nach den depperten typen gestern, die mit der stewardess in businessclass zum Diskutieren angefangen haben, weil sie die Lehne ihres Sitzes

Partout nicht aufstellen wollten zur Landung. so vertrottelt eingebildet muss man erst einmal sein! Welche hochheiligen Kekse warens denn?

Die Schokofiguren waren nicht hochheilig sondern sehr filigran.

Schokki? Naja dann!!!

Wer mit einer Billigfluglinie fliegt

darf nicht die Behandlung einer Normalflugline erwarten, deren Tickets mitunter das Vielfache kosten.

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