Kathrin Zettel wieder am Stockerl

6. Februar 2011, 09:20
11 Postings

Olympiasiegerin Rebensburg siegte beim Riesentorlauf in Zwiesel vor Brignone - Görgl Vierte, Fischbacher Sechste

Zwiesel - Der deutschen Olympiasiegerin Victoria Rebensburg ist mit dem Sieg im Riesentorlauf von Zwiesel eine perfekte Generalprobe für die am Dienstag beginnende Heim-WM in Garmisch-Partenkirchen geglückt. Kathrin Zettel als Dritte hinter der Italienerin Federica Brignone sorgte für den ersten Saison-Podestplatz in dieser Disziplin für Österreich, Elisabeth Görgl als Vierte und Andrea Fischbacher als Sechste bestätigten ihre Anwartschaft auf einen WM-Startplatz. Der vierte Platz ist nach wie vor offen.

Es war der zweite Saisonsieg und zugleich zweite Karriereerfolg für die 21-jährige Rebensburg nach dem Auftakterfolg in Sölden. "Es war nicht einfach heute, aber ich wollte Spaß einfach Spaß haben", sagte Rebensburg, die in der Disziplinwertung hinter der führenden Französin Tessa Worley (358) an zweiter Stelle liegt (335). Worley hat drei Saisonrennen gewonnen, wurde Sonntag nach Halbzeitrang zwei nur Zehnte. Im Gesamtweltcup hat die Deutsche Maria Riesch (Tageselfte) als Führende 1.256 Zähler auf dem Konto, Lindsey Vonn (18.) als Zweite 1.100.

Zettel erreichte ihren ersten Podestplatz seit dem zweiten Rang im Slalom beim Weltcup-Finale 2010 in Garmisch-Partenkirchen. "Das war nicht leicht, sich nach der ganzen Warterei an den Haaren zu raufen und einzustellen", sagte die Niederösterreichern. Der Bewerb war wegen Windes und Nebels von Samstag auf Sonntag verschoben und die Startzeit am Renntag noch einmal nach hinten verlegt worden."

Vom Stockerl zum Röntgen

"Das ist Balsam auf meine Wunden", sagte Zettel, die nach ihrer vor mehr als einer Woche erlittenen Rippenverletzung (bei Slalom-Einfädler Schienbeinschützer in Brust gerammt) nun vorsichtshalber auch ein Röntgen machen lassen wird. "Das tut schon weh, aber beim Fahren merkst du es eh nicht so. Es schaut so aus, als ob es bei mir in dieser Saison ohne Wehwehchen nicht geht." Die Formkurve zeige nach oben, das sei das Positive, sie schaue positiv nach Garmisch.

Für den ÖSV hätte es das über die WM-Aufstellung im Riesentorlauf entscheidende Rennen werden sollen, doch keine der um den vakanten Platz kämpfenden Läuferinnen konnte sich entscheidend in Szene setzen. Anna Fenninger belegte in ihrem ersten Riesentorlauf seit Sölden Platz 15, Eva-Maria Brem wurde 16. und Marlies Schild 18.

"Mein Ziel für heute war, dass ich fahre, was ich im Training drauf habe, ich bin echt zufrieden und will in Zukunft auch im Riesentorlauf wieder vorne mitfahren", sagte Fenninger, die sich im WM-Winter bisher auf die Speed-Disziplinen konzentriert hat. Schild glaubt nicht an einen WM-Start von ihr in dieser Disziplin: "Platz zwölf ist mein bestes Ergebnis, ich rechne nicht damit, würde aber natürlich fahren", meinte die Slalom-Dominatorin, der es im Riesentorlauf an Praxis mangelt.

Kirchgasser stürzt aus dem WM-Aufgebot

Nicole Hosp, die Weltmeisterin von 2007, verpasste als 40. die Qualifikation für den zweiten Lauf ("Es läuft einfach nichts zusammen im Riesentorlauf"), sie klassierte sich in dieser Saison einmal, wurde in Aspen Siebente. Stefanie Köhle fuhr am Sonntag mit Meniskuseinriss und musste als 36. im Finale ebenfalls zusehen. Brem und Köhle scheinen im zehnköpfigen WM-Aufgebot der Damen nicht auf.

Einen bösen Sturz glimpflich überstanden hat Michaela Kirchgasser, die nach dem Slalom auch im Riesentorlauf in Zwiesel ausfiel. "Ein Finger und das Knie tun ein bisserl weh, aber dafür, wie das Luftgefühl war, bin ich froh, jetzt hier im Zielraum zu stehen", meinte die Salzburgerin. Ihr WM-Start im Riesentorlauf ist indes in weite Ferne gerückt. (APA)

Share if you care.