Weltsozialforum in Dakar

Kundgebung zu Gipfel-Auftakt

6. Februar 2011, 16:37
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    foto: ap/blackwell

    Kundgebungsteilnehmer in Dakar

Globalisierungskritiker beraten über alternative Wirtschaft - Bis zu 50.000 Teilnehmer erwartet, darunter auch Lula, Hugo Chavez und Evo Morales

Dakar - Tausende Globalisierungskritiker haben am Sonntag das Weltsozialforum (WSF) in Dakar mit einem Marsch durch die senegalesische Hauptstadt eröffnet. Nach Angaben der Veranstalter nehmen 50.000 Menschen aus 123 Ländern an der Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum/WEF) im Schweizer Ort Davos teil. "Eine andere Welt ist möglich" oder "Die Erde ist mein Leben": Solche Slogans waren auf den Transparenten und Kleidern der Umzugsteilnehmer zu lesen.

Die Menschenmenge zog von der großen Moschee im Stadtzentrum zum Campus der Universität Cheikh Anta Diop. Dort war eine Eröffnungszeremonie geplant. Aus Österreich ist u.a. Hermann Dworczak vom österreichischen Sozialforum (ASF) vertreten.

Afrika-Tag

Am Montag beginnt das eigentliche Programm des WSF mit einem Afrika-Tag. Themen wie Migration, Frauen, Klima- und Ernährungskrise, Unterentwicklung, kleinbäuerliche Landwirtschaft, Gesundheit oder soziale Sicherheit werden an diesem Tag in Hunderten Workshops und Treffen diskutiert.

Afrika ist am WSF mit Vertretern aus 45 Ländern am stärksten in Dakar vertreten. "Afrika soll während diesen Tagen sichtbar sein", sagte der senegalesische Bauernführer Mamadou Dissoko der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA). Die Menschen erhofften sich Diskussionen und Erfahrungsaustausch. "Afrika muss sich selber um die Lösung seiner Probleme kümmern»" hielt Dissoko fest.

Für Dienstag und Mittwoch haben über 1.200 Organisationen rund 1.000 Workshops ausgeschrieben. Die Veranstaltungen zu Themen wie Hunger, Weltwirtschaft, Entwicklungshilfe oder Klimawandel finden auf dem Universitätscampus in Dakar statt.

Zu den bekanntesten Teilnehmern gehören der bolivianische Präsident Evo Morales, der ehemalige brasilianische Präsident Lula da Silva, der senegalesische Präsident Abdou Laye Wade oder die ehemalige französische Präsidentschaftskandidatin der Sozialisten, Segolene Royal.

Präsident Wade verschwunden

Vom über 80-jährigen Wade gibt es seit eineinhalb Wochen gebe es kein Lebenszeichen. Er hatte hat all seine öffentlichen Auftritte abgesagt - ohne Begründung. "Der Senegal sucht verzweifelt seinen Präsidenten", titelte die Tageszeitung "Le Quotidien" in ihrer Wochenend-Ausgabe. Er habe sich in Paris operieren lassen, hieß es in verschiedenen Blättern. Allerdings wurden diese Angaben von einem Minister dementiert: Dem Präsidenten gehe es gut. Er soll am Montag Lula da Silva treffen. Auch die Organisatoren des WSF rechnen mit dem Auftritt des Präsidenten, wie sie auf ihrer Website schreiben. Er soll am Montagnachmittag an einem runden Tisch zur globalen Geopolitik teilnehmen.

Seit Samstag sind im Stadtzentrum der senegalesischen Hauptstadt - rund um die Hotels der internationalen WSF-Besucher - die Polizeipatrouillen massiv verstärkt worden. Straßenhändler und Bettler vor den Hotels sind verschwunden. Zudem führt die Polizei Großkontrollen im Straßenverkehr durch. (APA/sda)

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14 Postings
walter kogler
00

ich fürchte der großteil der politiker (insbesondere leute wie chavez) denken in erster linie an ihre eigene macht und deren erhalt. das problem ist, dass die wirklich armen eben keine lobby haben. wichtig wäre neben der korruptionsbekämpfung der kampf für die säkularisierung und das zurückdrängen der religionen. aber die religionen und christlichen ngos etc. sind ja mitfinanziers dieser treffen...

Träume sind Schäume..
42
Den Lebensstandard und Sicherheit der einfachen Menschenerhöhen.

Ich hätte da ein einfaches Mittel.

Feuert Typen wie Hugo Chavez.
Dessen Land eine der höchsten Mordraten weltweit hat und trotz hoher Ölvorkommen wirtschaftlich kollabiert.
Anstaat Versager zum Vorbild zu nehmen.

Ein Schritt zur Besserung getan ;)

Karl Labruni
43
Da schaut sicher mehr für ein positives und nachhalitges weltweites Wirtschaftswachstum heraus

als in den letzten 10 WEF zusammen. Herzlichen Dank an die Veranstalter und Teilnehmer! Es muss nach zukunftsfähigen Lösungen für die Gesellschaft gesucht werden, nicht nur für die Aktionäre und Führungsriege einiger weniger Konzerne.

Ich hoffe auf eine Berichterstattung, welche der Bedeutung dieser Bewegung auch gerecht wird!

diamant
01
Aber vergessen sie ja nicht das all die 50.000 mit

privaten, superkapitalistisch-neoliberalen, klimasuendigenden internationalen Fluggesellschaften angereist sind.......

Europa geht pleite, wer geht mit?
 
43
"Gegenentwurf"-Denken, ein absurder Widerspruch

Was der Mensch wirklich braucht, um sich entfalten zu können, ist Freiheit, und zwar persönlich und wirtschaftlich.

So ziemlich alle Probleme wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Natur finden ihre Ursache in einer ideologisch motivierten Einmischung der Mächtigen.

Dies gilt sowohl für den Sozialismus, als auch für den westlichen Finanzkapitalismus, bei dem der staatliche Einfluss (Notenpresse!) lediglich raffinierter versteckt ist.

Und jetzt sitzen ein paar Diktatoren und Fanatiker beisammen und entwerfen "Gesellschaftsordnungen", nach denen dann jeder zu leben hätte.

Genau solches Denken ist aber der Grund für die Probleme!

Adam Markus
00

Das Problem mit der Freiheit ist die ungleiche Stärke der Partner. Wenn ein westlicher Nahrungsmittelkonzern und ein afrikanischer Kleinbauer konkurrieren, können Sie sich ausrechnen wer auf der Strecke bleibt. Dieses gerede von der "Freiheit" kommt deswegen wenig überraschender Weise immer von den Reichen, nie von den Armen. Die wollen nämlich Solidarität. Was schon ein bisserl was anderes bedeutet.....

AntiFa201
22

blablabla... wenn der mensch freiheit zu allem hätte, dann hätten wir in china jetzt 3 milliarden chinesen, wenn die freiheit zu mehr als 1nem kind bestünde. leider klappt das nicht, denn der planet und seine ressourcen sind begrenz. die westlich-kapitalistische-ach-so-freie-welt macht 10% der weltbevölkerung aus, verschlingt aber 90% der ressourcen. sie können sich also ausrechnen, dass wir die ressourcen von 9 planeten benötigen würden, damit alle menschen so "frei sein können wie im westen", so frei sein mit rohstoffen zu spekulieren, so frei sein kapitalblasen zu füllen, so frei sein die umwelt zu verschmutzen, so frei sein stinkige 20liter fressende gelände-city-autos zu bauen... wachen sie auf, sie ach so freier mensch!

diamant
00
Eine Programmrede fuer die Unfreiheit!

Was anderes kann man auch von einem AntiFa auch schon erwarten?

Zeigen sie uns doch noch mal genau das 10% der Menschen fuer 90% des Ressourcenverbrauchs verantwortlich sind!

AntiFa201
00

nochmal: LESEN BILDET. ich habe einige beispiele genannt... wer die grundschule besucht hat, statt in der dönerbude papas zu arbeiten, der versteht, was ich beschränken/regulieren würde. ich habe nicht von der einschränkung von freiheitsrechten geschrieben. naja, wie schon erwähnt, LESEN BILDET!

Ernst Guevara
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kreischen Sie nur, wenn sich der staat einmischt

oder brechen Sie manchmal auch in hysterie aus, weil die unternehmer ihre wirtschaftliche freiheit durch die wirtschaftliche und auch sonstige unfreiheit der arbeitnehmer durchsetzen? der staat darf uns keine steuern abknöpfen, aber der unternehmer darf uns zur arbeit zwingen? soll die wirtschaft eines tages auch dazu dienen, unsere bedürfnisse zu decken, oder sollen wir weiterhin unsere bedürfnisse danach richten, was der wirtschaft dient?

diamant
00
'der unternehmer darf uns zur arbeit zwingen'?

Auf welchem Stern leben sie?

eh.i
28
schon arg...

Da wird ein gegenplan zur westlichen zwangsbeglückung gestartet, und gradmal im standard les ich 20 zeilen.
wie soll daraus was entstehen (was unserer welt nur gut täte) wenn öffentlich so gut wie nix berichtet wird?

subjectdenied?
20
Chain Chen
01
infos:

- arabisch, englisch, französisch, portugisisch und kastillian: http://fsm2011.org/

- deutsch: http://www.attac.de/startseit... m-in-dakar

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