Umstrittene Zahlungen der Telekom an Hochegger

5. Februar 2011, 10:24
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"Ideenkonzept" für Telekom-Regulator

Die umstrittenen Beziehungen zwischen Telekom Austria und der früheren Agentur des Lobbyisten Peter Hochegger haben eine neue Facette. "profil" liegen laut Vorabmeldung mehrere von Hocheggers ehemaliger Agentur HocheggerCom verfasste PR-Konzepte für Persönlichkeiten mit Verbindungen in die Telekom Austria (TA) vor, die zumindest teilweise vom Konzern bezahlt wurden. Interessant erscheint ein "Ideenkonzept zur Positionierung" des 2002 angetretenen Telekom-Regulators Georg Serentschy in der Öffentlichkeit. Serentschy bestreitet zwar nicht die Existenz des Papiers, will aber mit dessen Erstellung nichts zu tun gehabt haben.

465.000 Euro

Teuer wurde es bei einer 29 Seiten starken "Strategie für Vorstands-Positionierung" des früheren Telekom-Managers Gernot Schieszler, für die Hochegger 2007 insgesamt 465.000 Euro veranschlagte. Obwohl das Konzept nie realisiert wurde, musste die TA einen Großteil der Summe an Hochegger bezahlen.

Verfahren gegen Hochegger und Meischberger

Die Telekom hatte sich zuletzt dem Verfahren gegen die Lobbyisten Hochegger und Walter Meischberger mit einem Betrag von 9,06 Mio. Euro angeschlossen. Die Vorstände Hannes Ametsreiter und Hans Tschuden betonten, umfangreiche Unterlagen bezüglich früherer Aufträge in Richtung Hochegger an die Behörden übergeben worden. Laut "profil" hat der Telekom-Konzern dem Lobbyisten von Ende der 1990er Jahre bis 2009 rund 25 Mio. Euro an Honoraren bezahlt. (APA)

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