Piraten-Emissär stellte Forderungen - Mindestens zwei Seeleute getötet
Bremen - Die Bremer "Beluga"-Reederei hat laut einem Fernsehbericht
erstmals Kontakt zu den Entführern des Schiffes "Beluga Nomination" gehabt. Das
habe eine Firmensprecherin auf Nachfrage des Fernsehmagazins "buten un binnen"
von Radio Bremen gesagt, berichtete der Sender am Samstagabend. Demnach meldete
sich ein von den somalischen Piraten ernannter Vermittlungsführer in Bremen und
stellte Forderungen. Welche das sind, wollte Reedereichef Niels Stolberg laut
Radio Bremen nicht sagen.
Die "Beluga Nomination" war vor zwei Wochen im Indischen Ozean gekidnappt
worden. Mindestens zwei Seeleute wurden bei der Entführung getötet. Am
Freitagabend teilte die Reederei mit, möglicherweise seien sogar drei
Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Vermutlich seien zwei Seeleute von den
Piraten erschossen worden, zudem sei der leitende Ingenieur des Schiffes bei
einem Fluchtversuch "womöglich ertrunken", hieß es. Es sei aber noch immer
unklar, "was im Detail wirklich passiert ist". (APA/dpa)