Plech will sich von Wiener Immobilien trennen

4. Februar 2011, 19:28
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Laut "Presse" plant der Immobilienmakler den Verkauf seiner Liegenschaften - Behörden: "Plech kooperiert"

Wien - Der Immobilienmakler Ernst Karl Plech, gegen den in der Buwog-Affäre neben Karl-Heinz Grasser und Walter Meischberger ermittelt wird, will seine Liegenschaften in Wien verkaufen. Wie die "Presse" berichtet, hat sich Plech für seine Liegenschaft im 2. Bezirk schon im Oktober 2010 im Grundbuch eine "Rangordnung für die Veräußerung" eingetragen. Dadurch sei die Liegenschaft ein Jahr lang vor Zugriffen blockiert, ein Gericht brauche einen Beschluss zur Aufhebung. Seinen Anteil an einem Zinshaus im 2. Bezirk soll Plech laut Zeitung schon veräußert haben.

Plechs Anwalt Michael Rami stellt gegenüber der Zeitung klar, Plech habe "weder Anlass noch Plan", seinen in Wien bestehenden Lebensmittelpunkt aufzugeben.

Behörden: "Plech kooperiert"

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Thomas Vecsey, will die Spekulationen nicht kommentieren. Dass Plech Immobilien verkaufe, um Österreich zu verlassen, könne er sich nicht vorstellen. Plech kooperiere mit den Behörden, so habe er seinen Australien-Aufenthalt, von dem er seit Freitag wieder zurück ist, auch gemeldet, obwohl er das nicht hätte tun müssen, sagt Vecsey.

Insider würden davon ausgehen, dass Plech vor allem Kassa mache, so die Zeitung. Seine Anwälte, die der Makler seit eineinhalb Jahren wegen der Buwog-Affäre beschäftigt, dürften einiges kosten. Das Maklergeschäft werde immer schwieriger, von großen lukrativen Deals sei nichts bekannt. Und Plechs mit Grasser im Sommer 2009 gegründete Immobilienfirma GPS "köchelt auf Sparflamme".

Der frühere Buwog-Aufsichtsratschef und BIG-Aufsichtsrat Plech, Vertrauter von Ex-Finanzminister Grasser, wird in den Buwog-Ermittlungen als Verdächtiger geführt. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Untreue. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung. (APA/red)

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