EU friert Konten von Vertrauten Ben Alis ein

4. Februar 2011, 18:33
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Vor allem Familienmitglieder betroffen - Beschluss der Außenminister abgesegnet

Brüssel - Die EU-Staaten haben bei ihrem Gipfel in Brüssel beschlossen, das Vermögen von 46 Vertrauten des gestürzten tunesischen Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali und seiner Frau Leila Trabelsi einzufrieren. Wie am Freitag aus Diplomatenkreisen in Brüssel verlautete, handelte es sich im Wesentlichen um Familienangehörige des Paares, gegen das die EU bereits Sanktionen verhängt hatte. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder segneten damit die Entscheidung des EU-Außenministertreffens am Montag in Brüssel ab.

Die tunesische Justiz hatte vorige Woche gegen Ben Ali und seine Frau einen internationalen Haftbefehl ausgestellt, weil sie sich illegal bereichert und Geld ins Ausland geschafft haben sollen. Die Sanktionsliste der EU fußt auf Empfehlungen der tunesischen Regierung, die ihren Außenminister Ahmed Abderraouf Ounaïs am Mittwoch nach Brüssel geschickt hatte.

Auch Liechtenstein verhängt Sanktionen

Die Liechtensteiner Regierung hat sich den Sanktionen der EU gegen Tunesien angeschlossen. Allfällige Vermögenswerte des tunesischen Ex-Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali und seiner Ehefrau Leila Trabelsi werden eingefroren. Ob Tunesiens Ex-Präsident im Fürstentum Gelder angelegt hat, war auf Anfrage nicht zu erfahren. Falls tunesische Vermögenswerte in Liechtenstein blockiert werden, würde dies mitgeteilt, hieß es. (APA)

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