Kritik von AK und ÖGB wegen Kürzung der Lehrlingsförderung

4. Februar 2011, 17:23
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Gewerkschaft wehrt sich gegen Vorwurf von Wirtschaftsminister Mitterlehner

Wien - Der Streit ums AMS-Budget geht weiter. Kritik an der Kürzung der Lehrlingsförderung übt Alice Kundtner, Leiterin des Bereich Soziales in der Arbeiterkammer (AK): "Ausgerechnet mit dem Aussetzen des Qualitätsbonus will jetzt der Wirtschaftsminister die Finanzierungsprobleme lösen. Das ist ein Zurück zur Gießkannenförderung", teilte sie am Freitag per Aussendung mit. Der zuständige Förderausschuss solle sofort darüber verhandeln, wie man weiterhin Qualität in der Lehrlingsausbildung fördern könne.

Beim ÖGB wehrt man sich gegen die von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) geäußerte Kritik, die Sozialpartner hätten durch ihre schleppenden Verhandlungen die Kürzung der Lehrlingsförderung notwendig gemacht. Bernhard Achitz, leitender Sekretär des Gewerkschaftsbundes, weist in einer Aussendung auf die Mitverantwortung des Ministeriums hin, da der Förderausschuss "zu einem Drittel" mit Ministeriumsmitgliedern besetzt sei.

Der Qualitätsbonus wird zur Mitte der Lehrlingsausbildung bei einem erfolgreich absolvierten Praxistest ausbezahlt. Er beträgt 3.000 Euro. Mitterlehner hat die Sozialpartner dafür verantwortlich gemacht, den Qualitätsbonus aufs Erste zu streichen zu müssen. Sie hätten sich schon im Herbst auf budgetkonforme Förderrichtlinien einigen müssen, sagte der Minister. (APA)

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