Ein Tausender mit gut geräumtem Anstieg

    4. Februar 2011, 17:00
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    Auch bei Schneelage ist das Hocheck sehr leicht über die Mautstraße zu erreichen

    Die meisten Gipfel der Voralpen sind derzeit den Skitourengehern und Schneeschuhwanderern vorbehalten, die sich von geschlossenen Hütten nicht abhalten lassen und für die Rast mit einem mehr oder weniger bequemen Winterraum vorliebnehmen. Die wenigen Erhebungen mit einem bewirtschafteten Schutzhaus und meist guter Anstiegsspur sind deshalb - vor allem an den Wochenenden - recht gut besucht und drängen sich immer wieder für eine Winterwanderung auf. Zu diesen gehört auch das Hocheck im Triestingtal, jener über die Tausend-Meter-Marke aufragende Berg, welcher der Bundeshauptstadt am nächsten liegt. Er lässt sich auch bei viel Schnee relativ leicht ersteigen, und zwar auf einer im Winter gesperrten Mautstraße, die aber wegen der Versorgung der nahe dem höchsten Punkt liegenden Hütte stets geräumt ist.

    Es ist zwar nicht die kürzeste Route, die zur Höhe führt, denn die Straße weist natürlich viele Serpentinen auf, dafür erspart man sich das mühsame Schneestapfen und hat auch nicht besonders steile Abschnitte zu erwarten. "Genussspechte" nehmen eine Rodel mit, um dann wieder ins Tal zu flitzen. Auf der Sonnseite gibt es relativ früh apere Stellen, die meist aber nicht allzu ausgedehnt sind.

    Das Hocheck ist berühmt für seinen beeindruckenden Rundblick, von der Aussichtswarte auf dem Gipfel hat man freie Sicht in alle Richtungen, ein im Schutzhaus erhältliches Panorama erleichtert das "Ansprechen" der vielen Erhebungen, die sich dem Wanderer zeigen. Um nur ein paar anzuführen: Schöpfl, Peilstein, Anninger, Hoher Lindkogel und Höllenstein im Wienerwald, Unterberg, Reisalpe, Hochstaff, Türnitzer Höger, Hohe Wand, Dürre Wand und Muckenkogel in den Voralpen, das Panorama begrenzen Hochwechsel, Schneeberg, Rax, Schneealpe, Gippel, Ötscher, Dürrenstein und Hochkar. Bei klarer Sicht zeigen sich zudem Leithagebirge, ein Teil des Wiener Beckens, die Kleinen Karpaten und ein Abschnitt des Donautales, dahinter die südlichen Ausläufer des Waldviertels.

    Das Schutzhaus - seit einiger Zeit mit einem neuen Pächter - erweist sich als recht gemütlicher Rastplatz und hat auch gastronomisch einiges zu bieten.

    Auf der Sonnseite am unteren Teil der Route blühen Schneerosen sonder Zahl, die man bewundert, vielleicht fotografiert, sonst aber unbehelligt lässt, damit sich auch künftige Wanderer daran erfreuen können.

    Die Route: Vom Parkplatz im Ortszentrum von Furth an der Triesting geht es zum Beginn der derzeit gesperrten Mautstraße und auf dieser, anfangs sehr gemütlich, später in erträglichen Steigungen zur Höhe. Für die Distanz von rund sieben Kilometern braucht man 2 bis 2¼ Stunden. Der Abstieg erfolgt auf der Anstiegsroute, die Gehzeit beträgt etwa 1¼ bis 1½ Stunden. (Bernd Orfer/DER STANDARD/Printausgabe/05.02.2011)

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    • Schitourengeher und Schneeschuhwanderer sind jetzt beinahe überall unterwegs.
      foto: österreich werbung/andreas hofer

      Schitourengeher und Schneeschuhwanderer sind jetzt beinahe überall unterwegs.

    • Gesamtgehzeit 3¼ bis 3¾ Stunden, Höhendifferenz rund 600 Meter.
Hocheck-Schutzhaus durchgehend geöffnet (Dienstag und Mittwoch Ruhetage).
ÖK25V Blatt 4206-Ost (Pernitz), Maßstab 1:25.000; Freytag & Berndt Atlas Wiener Hausberge, Maßstab 1:50.000
      grafik: der standard

      Gesamtgehzeit 3¼ bis 3¾ Stunden, Höhendifferenz rund 600 Meter.

      Hocheck-Schutzhaus durchgehend geöffnet (Dienstag und Mittwoch Ruhetage).

      ÖK25V Blatt 4206-Ost (Pernitz), Maßstab 1:25.000; Freytag & Berndt Atlas Wiener Hausberge, Maßstab 1:50.000

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