"Hoffentlich haben das meine Töchter nicht gesehen"

4. Februar 2011, 12:41
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Inter-Spieler Chivu beging Tätlich­keit hinter dem Rücken des Schiedsrichters und versteht sich selbst nicht mehr

Mailand - Italiens Fußball-Meister Inter Mailand hat am Donnerstag seine Aufholjagd in der Serie A fortgesetzt. Mit einem 3:0 beim Tabellenletzten AS Bari kletterte der Titelverteidiger auf Platz drei und verkürzte den Rückstand auf Spitzenreiter AC Milan auf sieben Punkte. Inter hat zudem noch ein Spiel weniger ausgetragen.

Gegen die sicher stehende Bari-Abwehr hatte sich der Champions-League-Sieger allerdings lange schwergetan. "Bari hat uns nicht viel Möglichkeiten gegeben", meinte Inter-Trainer Leonardo. Erst in der 70. Minute traf Houssine Kharja zum 1:0, Giampaolo Pazzini (93.) und der nach langer Verletzung zurückgekehrte niederländische Teamspieler Wesley Sneijder (95.) erhöhten in der Nachspielzeit.

Schlag gegen Rossi

Überschattet wurde die Partie von einem Ausraster von Inter-Verteidiger Cristian Chivu. In der 58. Minute schlug der 30-Jährige seinem Gegenspieler Marco Rossi völlig unvermittelt von hinten ins Gesicht. Weil der Schiedsrichter die Tätlichkeit nicht sah, blieb Chivu eine Rote Karte erspart. Nach Sichtung der Fernsehbilder wurde eine Sperre von vier Spielen ausgesprochen.

Chivu konnte sich sein Blackout selbst nicht erklären und entschuldigte sich nach dem Spiel bei Rossi. "Ich fühle mich wie ein Scheißkerl. Hoffentlich haben meine Töchter das nicht gesehen", meinte der Rumäne.

Inter steht bereits am Sonntag die nächste schwierige Aufgabe bevor, wenn Vizemeister AS Roma im Meazza-Stadion gastiert. Milan tritt auswärts gegen den FC Genoa an, der krisengeschüttelte Rekordmeister Juventus reist nach Sardinien zu Cagliari. György Garics trifft mit Bologna auf Catania.

Sampdoria-Hooligans stürmen Studio

Ebenfalls ordentlich daneben benommen hat sich am Donnerstag eine Gruppe von Sampdoria-Hooligans, die das Studio des TV-Senders Telenord in Genua stürmten Die Randalierer verwüsteten das Studio und griffen drei Journalisten vor laufenden Kameras an. Ein verletzter Journalist musste ins Spital gebracht werden. Die Polizei griff ein und verhaftete zwei Personen. Die Hooligans protestierten gegen Sampdorias Präsidenten Riccardo Garrone, der in den letzten Wochen die beiden Stars des Klubs, Antonio Cassano und Giampaolo Pazzini, verkauft hat. (APA/dpa/sid)

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