Die Superbowl als US-TV-Ereignis des Jahres

4. Februar 2011, 12:32
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General Motors, Pepsi, Walt-Disney oder Anheuser-Busch blättern geschätzte 2,04 bis 2,18 Millionen Euro für 30-Sekunden-Einschaltungen hin

2010 schaffte es die Superbowl, die meistgesehene Sendung in der US-Fernsehgeschichte zu werden. In der Nacht von Sonntag auf Montag (00.30 Uhr/live Puls4) schickt sich das Spektakel in Arlington, einem Vorort von Dallas, neuerlich an, die Rekorde zu brechen. Wenn die Green Bay Packers und die Pittsburgh Steelers um die Vince-Lombardi-Trophy kämpfen, soll die bisherige Rekordmarke von 106,5 Millionen TV-Zuschauern überboten werden.

Im vergangenen Jahr fegte die Superbowl damit eine Sendung von 1983 vom Thron: die letzte Folge der Erfolgsserie "MASH", die damals 105,5 Millionen Zuschauer zum Einschalten bewegte. Auch vom lukullischen Standpunkt aus ist das Finalspiel rekordverdächtig. Vertilgt werden dabei vornehmlich Dips und Aufstriche (30 Prozent), Hühnerflügel (22) und Pizza (17). Insgesamt sollen rund 31,5 Tonnen an Avocados ihren Weg in die US-Mägen finden.

Begehrte Werbeflächen

Werbeflächen in der TV-Übertragung sind ebenso begehrt wie teuer. Konzerne wie General Motors, Pepsi, Walt-Disney oder der Brau-Gigant Anheuser-Busch blättern geschätzte 2,04 bis 2,18 Millionen Euro für 30-Sekunden-Einschaltungen hin. 2010 flimmerten 47:50 Minuten Werbung über die Schirme, aufgeteilt in 104 Häppchen - so viel wie nie zuvor. Das Interessante dabei: Eine Erhebung des Marktforschers Nielsen ergab, dass damals 51 Prozent der Zuschauer eher wegen der eigens anlässlich der Superbowl produzierten Inserts als wegen des Spiels einschalteten.

Als besonders beliebt gilt die Halbzeit, in der Popstars die US-Nation mit Gesang beglücken. In diesem Jahr haben die Black Eyed Peas ihren großen Auftritt. Die Hymne vor dem Spiel darf Christina Aguilera singen. 2010 waren The Who, 2009 Bruce Springsteen, 2008 Tom Petty & the Heartbreakers aufgetreten. Zu den Superbowl-Gaststars gehörten auch schon die Rolling Stones, Paul McCartney oder U2. Für besonders viel Aufsehen sorgte 2004 ein Auftritt von Janet Jackson und Justin Timberlake, der als "Nipplegate" in die Geschichte einging. Für ein paar Sekunden war eine entblößte Brust der Sängerin zu sehen. (APA)

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