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Der Mehrverbrauch von Allradfahrzeugen ist erheblich.
Während einerseits immer wieder erstaunliche Fortschritte beim Verbrauch und damit beim CO2-Ausstoß der Personenwagen erreicht werden, geht man auf der anderen Seite scheinbar wieder recht locker mit gewissen technischen Gustostückeln um, die den Verbrauch erhöhen.
Zum Beispiel Allradantrieb: Die zweite angetrieben Achse führt unweigerlich zu einer Erhöhung des Verbrauchs. Beim Testzykluswert handelt es sich in der Regel um mehr als einen halben Liter auf 100 km, im wahren Leben ist es oft ein ganzer Liter, den die Allradvariante eines Fahrzeugs mehr verbraucht.
Zum Vergleich: Etwa 300 kg mehr Eigengewicht des Fahrzeugs würde einen ebensolchen Mehrverbrauch zur Folge haben. Noch eine Vergleichszahl: In einer ähnlichen Größenordnung liegt auch der Unterschied zwischen den besten und schlechtesten Reifen beim Rollwiderstand.
Dabei spielen Unterschiede im Allradantriebssystem keine Rolle. Egal, ob zentrale Kraftverteilung bei längs eingebautem Motor oder eine sogenannte Hang-on-Lösung bei Fronttrieblern mit Quermotor oder eine zuschaltbare Variante: Die zusätzlichen drehenden Massen des Allradantriebs fordern auf jeden Fall ihren Preis, gleichgültig in welcher Konstellation sie ans Werk gehen. Deshalb gibt es mittlerweile auch Geländewagen und SUVs, die gar keinen Allradantrieb haben, weil einem Teil der Kundschaft erhöhte Sitzposition und größere Bodenfreiheit allein ausreichen.
Darüber hinaus wirkt sich auf das Verbrauchsverhalten eines Allradfahrzeugs auch noch die Tatsache aus, dass die Allradversion häufig nur mit den stärkeren Motorvarianten kombiniert wird und sich somit allein daraus schon ein Mehrverbrauch ergibt. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/04.02.2011)
Nur um ein Auto vor der Tür stehen zu haben, fallen eine Menge Kosten an. Warum sollte ich mir zusätzlich eine Jahreskarte der Öffis kaufen? Also könnte man doch wenigstens die Kfz Steuer streichen und den Sprit dafür viel stärker besteuern. Dann könnte man getrost einen Amischlitten mit 30 Liter Verbrauch haben und dann halt nur ein Fünftel der Kilometer eines modernen Mittelklasse Pkw, von mir aus 4WD, fahren.
Über die giftigen Stickoxide, etc. wird überhaupt nur marginal geredet. Da ist soviel Verzerrtes in der öffentlichen Meinungsmache. Ja, ich weiß, Pendler würde das hart treffen, aber es muß jedem klar sein, daß die Wahl des Wohnortes sich auch nach den Wegen zur Arbeitsstätte wird richten müssen.
eines 4WD ist wohl ein Aspekt, aber ein untergeordneter gegen die hier schon erwähnten Argumente. Wenn eine Verschrottungsprämie den Kauf eines Neuwagens födert, wird eine Menge Co2 Ausstoß verschuldet. Zusätzlich werden Fahrzeuge, die durchaus noch einige Jahre gefahren währen vernichtet.
Also sollte doch eine sinnvolle Lenkungsmaßnahme sein, lange Produktzyklen zu fördern. Weiters leicht austauschbare Komponenten, wie Antriebseinheit, anpassbare Innenausstattung, laufende Software Updates, was weiß ich.
Weitere Verursacher: Zu schwere Fahrzeuge, Siedlungspolitik - Zersiedelung mit Pendlerpauschale (auch ich profitiere davon), Einkaufscenter an den Stadträndern und: Fehlender Anreiz für das Benutzen von Öffis, weil...
Fahrverhalten!!!! Das kann jeden tag an jeder beliebigen stelle beobachtet werden, dass die aller meisten leute das bewusstsein gar nicht haben. man sollte in pflicht fahrtrainings die leute einmal autofahrenbeibringen, da könnte man bei fast jedem fahrzeug literweise im verbrauch einsparen. ich habe es auch nicht geglaubt bevor ich mich professionell darüber einschulen habe lassen. 99,999% der leute fahren komplett falsch und das führt zu unnötigem treibstoffverbrauch!!
Vielmehr als allrad (welche gar nicht zugeschaltet sind) würde ich automatikgetriebe ins visier nehmen, diese haben immer einen höheren verbrauch bis zu 1 einem liter (siehe datenblatt bei jeden beliebigen hersteller) und ermöglicht kein spritsparendes schalten.
Ich fahre einen neuen VW Mutivan mit 140PS und Allrad. Mein Langzeitverbrauch (über 5500km) mit Winterbereifung liegt bei 7.5l/100km.
Ich habe das Auto wegen der Größe (Kinder und Freizeitorientierung), wegen der Sicherheit (ich wohne auf einem Bergl, da hat mir der Allrad beim Rauffahren schon mehrmals geholfen) und weil es ein echt geiles Auto ist.
Ich fahre grundsätzlich eher gemütlich, weil alles andere eh nix bringt. Ich weiss aber jetzt nicht, was an diesem Auto schlecht sein sollte, ich hatte zuvor einen Peugeot 807 BJ. 2005, der hat glaub ich mehr verbraucht, war kleiner und hatte einen Vorderradler.
Ach ja, noch etwas zu meiner "Verteidigung": ich wohne am Land!
Ja und?
Skarics spricht ja nur an, dass sie ohne Allradantrieb noch weniger verbrauchen würden.
Abgesehen davon brauchen 95% der Allrad-Pkw-Käufer den Allrad gar nicht, aber rauschen mit vermeintlichem Sicherheitsgewinn ("...wenn i will steht des auto sofort!") in der Gegend herum. Bei den Reifen wird dann halt gespart...
will heissen, den autofahrern ist das doch egal.
vor 30 jahren haben die meisten autos (die normalen autos, die die familien halt so hatten) 50 - 90 ps gehabt und 8 - 10 l/100km verbraucht. heute sind sie im schnitt doppelt so schwer, haben 120 - 180 ps, 1000 schas schnickschnack und eine computerausstattung wie eine alte apollo-kapsel, und brauchen 8 - 10 l/100km. jeder fortschritt in der motortechnik wird durch ausstattung etc aufgefressen - wie bei den weiterentwicklungen von computerleistung/betriebssystem/office-paket.
und KEIN autofahrer macht sich wirklich gedanken über den verbrauch. solange man es nicht im eigenen börsel deutlich spürt ist es jedem völlig wurscht.
40% des CO2 ausstosses, welches ein autoleben verursacht stecken in Produktion (rohstoffgewinnung, hochoffen, tausende teile werden quer über den erdball geschifft bis sie dann zusammengbaut werden, und dann oft nochmal transfer um den halben planeten von fabrik bis autohändler) und Entsorgung.
Alle die jetzt auf umwelt daherkommen sollen einmal nachdenken welche ökologischen fussabdruck alle möglichen anderen wirtschaftsgüter so verusachen. Vorallem Hundebsitzer sollen mal ganz leise sein, den ein hund ist für die umwelt so schädlich wie ein Geländewagen:http://www.blick.ch/life/wiss... gen-131810
Ich denke mit der Frage, Allrad ja/nein werden wir den Planeten nicht retten!
fragen, mit deren alleiniger beantwortung oder lösung wir den planeten nicht retten werden. wir brauchen aber auch net drauf warten dass so EINE frage mal kommt (kernfusion oder wasweissich...).
was wenn es genau auf die vielen kleinen antworten und kleinen schritte ankommt? da ein paar liter benzinverbrauch weniger, da mal gar nicht mit dem auto fahren, ein paar jahren autolos leben und sehen wies geht, einen ganzen haufen schrott und schund den eh kein mensch braucht mal NICHT kaufen und konsequenterweise gar nicht produzieren, vielleicht mal mit 2x fleisch in der woche auskommen....
jeder, der sich einen wagen zulegt klar welchen verbrauch das fahrzeug hat und jeder muss wissen wofür er das fahrzeug braucht. es gibt leute die fahren im jahr < 5000 km, und brauchen das fahrzeug für ganz bestimmte zwecke (z.b. transport, gelände, etc..) da spielt es keine rolle ob das fahrzeug 8 oder 9 liter braucht. viel viel wichtiger wäre die diskussion indiviudal verkehr grundsätzlich(pendlerverkehr, etc.. ) welche im jahr >50.000 und mehr fahren, ob das überhaupt zu verantworten ist?? Ob die 4% SUV in der stadt statt 8 9 liter brauchen ist bei ein paar tausend kilometer/jahr wirklich mal sekundär und wird absolut kein problem lösen. Da müsste man grundsätzlich alle fahrzeuge ab ein entsprechenden verbrauch ins visir nehmen.
und die diskussion müsste sich um unser gesamtes verkehrssystem drehen - unter einbeziehung unserer siedlungsstrukturen (stichwort pendler) und noch anderer dinge.
aber beiträge wie obiger können dazu dienen den blick der leute ein bissl zu schärfen und die fragen, wozu setze ich ein auto wirklich ein? was für eins is am besten geeignet? stärker ins blickfeld zu rücken. auch im sinne einer gewissen ent-emotionalisierung. ich bin überzeugt es gibt eine menge leute die kaufen sich eine 200-ps-limousine (oder einen SUV) weil sie das geil finden, und rationalisieren die wahl im nachhinein irgendwie (obwohl vielleicht 90% der fahrten solo, innerstädtisch oder auf guten strassen ablaufen und keine 20 km lang sind).
Man braucht übrigens noch andere konstruktive Merkmale, wenn man im Gelände reüssieren will:
- Starre Achsen (ja, die sind schwerer als Einzelradaufhängungen, verschränken aber besser)
- Sperrdifferentiale (als Traktionshilfe, falls die Verschränkung nicht ausreicht)
- Body-Armor, Unterfahrschutz, Rock Sliders, etc. (Auch das wiegt was, zahlt sich aber aus, falls mann mal irgendwo auf einem Felsen o.ä. aufsitzt)
- Höheres Fahrkwerk, größere Räder, Achsuntersetzung, Spurverbreiterung (Wiegt kaum mehr, die großen Räder brauchen aber auch mehr Sprit)
- Seilwinde, Bergegurte, sonstige Hilfsmittel (Auch wieder Gewicht)
Teufel, Teufel, und das alles bringt Mehrgewicht und braucht mehr Sprit...
N A U N D, wen kümmerts ????
...den Rahmen haben Sie vergessen.
Es soll nur niemend glauben, dass ein Fahrzeug so wie es von ihnen beschrieben wurde, sicherer auf einer "normalen" Straße liegt. Die Vorteile der Konstruktion werden nur in extremen Gelände sichtbar. Eine Kurve zu schnell auf Asphalt und man fliegt schon ab...
sind ja auch nicht für die Strasse konstruiert, sondern wie der Name schon sagt - fürs Gelände...
;-)
Ich lade aber jeden ein, sich selbst ein Bild der "Strassen" zu machen, wie man sie z.B. in Island, Sibirien, Angola, etc.. findet. Dann weiss man eher, wozu ein Allradantrieb nützlich ist.
Wenn der Horizont des Redaukteurs aber auf dem Kahlenberg endet...
Was der Artikel soll..? Genauso gut hätte der Autor über den Umstand schreiben können, daß die Autos immer schwerer werden - oder einen Brandartikel gegen Autoreifen mit höherem Rollwiderstand (vgl. dazu seinen Text); aber es mußte halt 4x4 attackiert werden.
Übrigens beeinflußt auch der cw-Wert den Verbrauch - weshalb 2radgetriebene SUVs ebenso wie Vans mehr verbrauchen.
Und dann kömmt noch was hinzu, Hrn Skarics und vielen Autofahreren sei's ins Stammbuch geschrieben: Am meisten beeinflußt der/die hinterm Lenkrad den Verbrauch. Und der ist vielen, wie man im täglichen Verkehrsverhalten sieht, schlicht wurscht.
Daß auch die Autohersteller verschieden "begabt" sind in Sachen Verbrauch ihrer Motoren, sei nur am Rande erwähnt.
Die höhere Masse kommt ua durch die höheren Anforderungen bei Crashtests, und über das mehr an Sicherheit bin ich dankbar, wenn man so sieht, was sich alles auf der Straße bewegt, und einen mal abschießen könnte.
Der ein niedriger Rollwiderstand geht tendenziell mit einem Haftverlust einher - auch hier scheinen mir besser haftende Reifen, die vll ein bisserl mehr brauchen, ein guter Kompromiss zu sein.
Und Allrad? Was bringt mir der tolles im alltäglichen Straßenverkehr? Ach ja, genau: Einen höheren Verbrauch.
Bislang bin ich noch immer noch oben angekommen, auch ohne Allrad, und ich wohne in einer Gegend, die ein Durchschnittswiener wohl unter Hochgebirge subsumieren würde...
Der cw-Wert bei Vans muss gar nicht mal schlechter sein als bei kleineren Fahrzeugen. Viel mehr eine Rolle spielt hier die größere Querschnittsfläche.
Bei Geländewagen ist meist beides schlecht.
Groß zum Tragen kommt das bei höheren Geschwindigkeiten.
Im unteren Geschwindigkeitsbereich ist es eher die größere Masse, die sich negativ auswirkt. Bei "Jeeps" zusätzlich die Stollenreifen.
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