Telekom-Regulator: Verordnung "verlangt keine Erhöhung der Entgelte"

4. Februar 2011, 12:28
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A1 erhöht für Gratiszugang zu 05er-Nummern Grundgebühr

Für zahlreiche A1-Vertragskunden wird ab 1. April die Grundgebühr um 2,75 Euro erhöht - der WebStandard berichtete. Dafür werden Anrufe zu 05er-Nummern - bis zu 1.000 Freiminuten - nicht mehr gesondert verrechnet. Mittlerweile gibt es rund 500 große Organisationen, die diese Nummer verwenden, z.B. die ÖBB für ihre Zugauskunft. Die Telekomzentrale ist ebenfalls über eine 05er-Nummer zu erreichen. Wer diese Grundgebührenerhöhung nicht hinnehmen will, kann seinen Vertrag trotz laufender Bindungsfrist kündigen. Bei T-Mobile gibt es eine 05er-Pauschale optional, bei Orange und "3" sind Anrufe zu den 05er-Nummern in den Tarifpaketen inkludiert.

Stellungnahme des Regulators

Diese Erhöhung sorgt für "verärgerte Kunden", so der Telekom-Regulator Georg Serentschy in seiner Aussendung am Freitag. 

Verordnung verlangt "definitiv keine Erhöhungen der Entgelte"

"Wir haben viele Anfragen zu Grundentgelterhöhungen im Mobilfunkbereich, die mit der Begründung vorgenommen wurden, dass die Regulierungsbehörde dies aufgrund der per Verordnung festgelegten Verpflichtung, Anrufe zu 05er-Rufnummern gleich wie zu Festnetznummern zu verrechnen, den Betreibern vorgeschrieben habe", umreißt Serentschy und stellt klar: "Grundsätzlich sind die Mobilfunkanbieter in ihrer Preisgestaltung völlig frei. Die von uns im Oktober 2010 erlassene Verordnung zielte auf Transparenz ab und verlangt definitiv keine Erhöhungen der Entgelte. Da es in den letzten Jahren zahlreiche Anfragen und Beschwerden über die Kostenintransparenz bei Anrufen zu 05er-Rufnummern gab, war eine Regelung im Rahmen einer Verordnung der einzig mögliche Weg, hier eine Änderung herbeizuführen, da ein Teil der Betreiber von sich aus nicht dazu bereit war."

Rat

"Wir raten jedenfalls allen betroffenen Kunden, sich bei ihren Betreibern genau zu erkundigen, welche Rechte ihnen aufgrund dieser oben angesprochenen Preisänderungen konkret zustehen", so Serentschy abschließend. (APA/sum)

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