ÖH will Gebühr für Medizin-Aufnahmetests zu Fall bringen

4. Februar 2011, 10:59
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Maurer: Gehen bis zum Verfassungsgerichtshof

Wien - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) will die von den Medizin-Universitäten eingehobene Anmeldegebühr für ihre Aufnahmsprüfungen zu Fall bringen. Man werde Betroffene bei der Einbringung einer Bescheidbeschwerde unterstützen. "Wir werden alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen - falls nötig bis zum Verfassungsgerichtshof", so ÖH-Vorsitzende Sigrid Maurer.

Heuer wird erstmals eine Anmeldegebühr in der Höhe von 90 Euro für die Medizin-Aufnahmeverfahren eingehoben. Die Unis wollen so ein Auseinanderklaffen zwischen der Zahl der Angemeldeten und der tatsächlichen Testteilnehmer verhindern - im Vorjahr hatten sich rund 10.000 Kandidaten für die Aufnahmetests angemeldet, von denen aber nur 7.300 erschienen. Während die Medizin-Unis in Wien und Innsbruck den Betrag jedenfalls einbehalten, erstattet ihn die Medizin-Uni Graz im Falle einer Teilnahme am Test wieder zurück.

Die Studentenvertreter haben anwaltlichen Rat eingeholt und halten die Anmeldegebühren für eine "bloße Schikane, ohne gesetzliche Grundlage und somit rechtswidrig", so ÖH-Vizechef Thomas Wallerberger. Konkret orten sie einen Verstoß gegen das Legalitätsprinzip - das Universitätsgesetz (UG) biete keine gesetzliche Grundlage für Gebühren- oder Kostenvorschreibungen an Studienwerber. (APA)

 

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