Arbeitende Mütter haben dickere Kinder

5. Februar 2011, 09:21

Bewegung oder TV-Konsum keinen Einfluss auf diesen Zusammenhang

New York/Washington - Kinder werden umso dicker, je mehr Jahre ihre Mütter arbeiten - zumindest in den USA. Wissenschafter von drei renommierten amerikanischen Universitäten ermittelten, dass der Body-Mass-Index (BMI) eines Kindes in direktem Zusammenhang mit der Anzahl der Arbeitsjahre seiner Mutter steht. Der BMI ist eine Maßzahl für die Bewertung des Gewichts in Relation zur Körpergröße.

Überraschenderweise hatten andere Faktoren wie Bewegung oder TV-Konsum keinen Einfluss auf diesen Zusammenhang, berichten die Experten der Cornell University, American University und der University of Chicago im Fachblatt "Child Development" (Band 82, Nr.1). Für die Studie werteten die Experten die Daten von 900 Kindern in der dritten, fünften und sechsten Klasse in zehn US-Städten aus.

Unterstützung gefordert

Die Wissenschafter unter der Leitung von Taryn W. Morrissey von der American University in Washington vermuten, dass arbeitende Mütter kaum Zeit zum Einkaufen von Lebensmitteln und Kochen haben. Die Kinder essen daher oft Ungesundes auswärts und sind auf die meist fettreichen und kalorienhaltigen vorgefertigte Mahlzeiten angewiesen.

In den USA arbeiten 70 Prozent aller Mütter mit jungen Kindern. Diese Familien sollten in Zukunft mehr Unterstützung bekommen, fordern die Wissenschafter. (APA)

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Vollmeise
 
00

Diese USA-Studien sind für uns (noch) irrelevant.

Meine Eltern haben beide gearbeitet, aber es wurde jeden Tag zu Hause frisch gekocht. Ich habe kein Fast-Food gegessen (esse ich noch immer nicht) und habe nicht auswärts gegessen. Und obwohl meine Mutter also gearbeitet hat, war ich nie dick (abgesehen von dem subjektiven Dickempfinden, das man so ab und zu hat). Ich habe allerdings immer viel Sport gemacht.

Diese Schlussfolgerungen dieser Studie sind schwachsinnig.

obibiber
02

"Überraschenderweise hatten andere Faktoren wie Bewegung oder TV-Konsum keinen Einfluss auf diesen Zusammenhang"

sehr glaubwürdig

randolf
01
Ja ja

Also, dass Stress und Zeitdruck zu schlechten Essensgewohnheiten führen, und dass dann auch noch andere (z.B. diejenigen, die sich nichts selber zum Essen machen können) ebenfalls darunter leiden, also wer hätte das Gedacht? Aber ideal für einen Krieg- wie die Urgroßväter immer sagten, die dicken sind im Krieg dünn, die Dünnen tot...

k.an
11
und wenn es nicht (ausschließlich) am Essen liegt?

Immer wieder werden Studien präsentiert, in denen zumindest für Kleinkinder in Fremdbetreuung ungünstige Stresshormonwerte gemessen werden, aktuell findet dazu uA. die "Wiener Kinderkrippenstudie" statt.
http://tinyurl.com/5ut9qar
http://tinyurl.com/5uwv56r
Wäre ja zumindest denkbar, dass diese Cortisolwerte auch für einen statistisch erfassbaren Anstieg des Körpergewichts mitverantwortlich sind...oder?

Knieriem
73
Arbeitende Mütter haben dickere Kinder?

Also wenn ich mir die Kinder mancher Arbeitslosen/Sozialhilfeempfängerin anschaue, die auch. Da gibt es zwar oft für jedes Kind einen eigenen TV + Spielkonsole, am Tisch aber steht der Doppler süßes Cola und eine Salatschüssel voll von Chips.

relatio subsistens
42

"Gesundes" Essen ist kaum schmackhaft.

Tethys
01

Nur weil Sie nicht kochen können?

relatio subsistens
00

Meine Kochkünste sind legendär.

Tethys
00

Dann lernen Sie's!

politisch verfolgt
00
legendär gut

oder legendär schlecht?

relatio subsistens
00

Wohl eher eine rhetorische Frage?

politisch verfolgt
00
äh

nö, wieso?

Jane Lane
 
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Das ist schlicht unwahr.

politisch verfolgt
11
naja, da ist schon was dran

als "gesund" wird heute in erster linie fettarm verkauft. fett ist aber der wichtigste geschmacksträger, also schmeckt fettarmes essen für viele weniger intensiv bzw. gar nicht.

relatio subsistens
11

Über Geschmack lässt sich nicht streiten.

Tethys
11

Innerhalb eines Esskulturkreises lässt sich schon ausgiebig über Geschmack streiten. Wenn Sie die Grenzen des eigenen Esskulturkreises überschreiten, gibts wieder andere Geschmäcker - und auch die streiten wieder.

Also lässt sich definitiv über Geschmack streiten.

politisch verfolgt
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was meinen sie mit

"läßt sich streiten"? daß es sinnvoll ist, darüber zu streiten, weil innerhalb eines kulturkreises alle dieselben vorlieben haben(müssen)? finde ich nicht. nicht jedem wiener schmecken zb. krautfleckerl. wozu dann also darüber streiten?

Tethys
00

Was am Satz "Innerhalb eines Esskulturkreises lässt sich schon ausgiebig über Geschmack streiten. " haben Sie nicht verstanden? :-)

politisch verfolgt
00
wenn sie zu mir patzig werden, gnädigste

dann streiche ich sie aus meiner follower-liste. die liste wäre dann übrigens leer. ;o)

Tethys
00

War eh nett patzig :-))

politisch verfolgt
00
pfff

dann möchte ich nie in der nähe sein, wenn sie einmal grantig werden.
schmecken ihnen übrigens krautfleckerl oder nicht? mir nicht. aber darüber will ich jetzt sicher nicht streiten. ;o)

Tethys
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Nur die Krautfleckerl meiner Mutter :-) Meine eigenen schmecken mir nicht so gut. Ist mein Geschmack nun am Gericht orientiert oder der Person, die das Gericht zubereitet? :-)

politisch verfolgt
00
sie werden lachen

aber die einzigen krautfleckerl, die ich dann und wann doch gegessen habe, damals, vor 100 jahren, waren die von meiner oma. aber die ist leider schon lange tot.

die eigenen oder die der mutter... hmmm, diese frage kann ich nicht beantworten, das ginge zu sehr ins psychoanalytische. außerdem habe ich im büro keine couch.

relatio subsistens
00

Das Konzept eines eindeutig abgrenzbaren "Esskulturkreises" ist ebenso problematisch und unhaltbar wie der abgeschlossene Kulturbegriff des Kulturrelativismus.

Was schmeckt objektiv besser: Apfel oder Banane?

Tethys
00

Sie haben also noch nicht bemerkt, dass die Geschmäcker von Inuit den Geschmäckern von Zentraleuropäern nicht unbedingt gleich sind? Und die Geschmäcker von Taiwanesen würde ich auch nicht unbedingt mit den Geschmäckern von Dänen vergleichen.

Zu Ihrer Information: das WAS wir essen ist kulturell geprägt. Wie wir würzen ebenfalls. Daraus ergeben sich unterschiede, was wo gegessen wird und welche Geschmäcker gewöhnungsbedürftig sind. Wenn Sie schon mal echtes taiwanesisches Essen probiert haben, wissen Sie, wie "anders" und "fremd" es schmeckt. Ein Taiwanese empfindet also andere Gerichte schmackhaft als der Zentraleuropäer. Ergo lässt sich über Geschmack ganz vortrefflich streiten.

Jetzt klarer?

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