Zyklon "Yasi" fordert erstes Todesopfer

4. Februar 2011, 16:19
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23-Jähriger in Haus erstickt - Zwei Männer vermisst - Tausende Menschen in Notunterkünften - 4.000 Soldaten im Einsatz

Rund 4.000 Soldaten und 600 weitere Helfer haben am Freitag in Australien die Aufräumarbeiten nach dem Mega-Zyklon "Yasi" fortgesetzt. Ein Schiff mit 3.000 Tonnen Essen und Dingen des täglichen Bedarfs sei in Townsville angekommen, berichtete der britische Sender BBC. Allerdings wurde auch ein erstes Todesopfer gemeldet.

Der 23-Jährige sei in Ingham in einem Haus erstickt, berichteten örtliche Medien. Er habe wohl die Abgase eines Dieselgenerators eingeatmet. "Yasi" hatte vor allem an der Küste eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Der kleine Ort Mission Beach in Queensland, 140 Kilometer südlich von Cairns, sowie die Gemeinden Tully and Cardwell waren am schlimmsten betroffen. Sie lagen im Auge des durchziehenden Zyklons, Bilder zeigten völlig zertrümmerte Häuser und weit ins Land gespülte Boote. Mehr als hunderttausend Haushalte hatten keinen Strom, tausende Menschen harrten weiter in Notunterkünften aus.

Auch hohe finanzielle Schäden

Helferteams kämpften sich mit Kettensägen voran. Umgefallene Bäume wurden zersägt und die Trümmer zerstörter Häuser beiseite geräumt. Zwei Menschen würden noch vermisst, berichtete BBC. Zudem sei noch unklar, wie es den Menschen in einigen schwer zugänglichen Gebieten gehe. Es könne noch "einige traurige Nachrichten" geben in den nächsten Tagen, betonte auch die Premierministerin von Queensland, Anna Bligh. Die Telefonleitungen seien noch nicht alle wieder hergestellt, und die Rettungsteams zu einigen Orten erst unterwegs. Die Schäden bei den Bananen- und Zuckerrohrplantagen wurden auf mehrere hundert Millionen Australische Dollar geschätzt.

Mittlerweile zum Tropensturm heruntergestuft, sorgte "Yasi" am Freitag auch bis zu 900 Kilometer von der Küste entfernt noch für Überschwemmungen. Zahlreiche Touristen saßen weiter fest.

Der australische Wetterdienst hatte die Menschen bereits frühzeitig vor dem Wirbelsturm gewarnt. "Yasi" war in der Region der erste Tropensturm der Kategorie fünf seit 1918. Der Wirbelsturm zog am Freitag weiter ins Landesinnere, verlor aber deutlich an Stärke. (APA)

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