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Armee auf den Straßen, die zum Tahrir-Platz in Kairo führen.
Die Lage am Tahrir-Platz ist angespannt. Hunderttausende Menschen haben sich auch heute auf dem Tahrir-Platz versammelt, in den vergangenen Tagen waren bis zu zwei Millionen Menschen auf den Straßen. Ein Sternmarsch zum Tahrir-Platz, zum Gebäude des staatlichen Fernsehens und zum Parlament ist geplant. Bei den Massenprotesten ist es zu kleineren Zusammenstößen gekommen. Ein Augenzeuge in Kairo sagte, Schlägertrupps versuchten, den Regimegegnern den Weg abzuschneiden. Mubarak-Anhänger hätten Demonstranten mit Steinen beworfen, berichtete ein Reporter des arabischen Senders Al-Arabiya. Vereinzelte Zusammenstöße wurden auch aus den Städten Alexandria und Port Said gemeldet. Nahe dem Tahrir-Platz im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt griffen Anhänger der alten Führung Regimegegner an. Die Gruppen hätten sich gegenseitig mit Steinen beworfen, berichteten Augenzeugen. Mindestens acht Menschen seien verletzt worden.
(Dieser Artikel wird ständig aktualisiert, hier finden Sie die neuesten Entwicklungen. Unsere gesamte Berichterstattung und Hintergrundinformationen zu den Protesten in Ägypten finden Sie unter derStandard.at/Ägypten.)
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15.40: Konten von Ex-Handelsminister eingefroren
Wie Reuters soeben meldet, hat Ägypten die Konten des ehemaligen Handelsministers Rachid During eingefroren und ihn mit einem Ausreiseverbot belegt, solange die Untersuchungen dauern.
15.26: Elf Kopten starben bei Massaker
Wie erst heute bekannt wurde, starben bei einem Massaker in einem Dorf 200 Kilometer südlich von Kairo zwei koptische Familien. Unter den Opfern war auch ein dreijähriges Mädchen. Aufgrund der Informationssperren kam das Massaker aber erst jetzt an die Öffentlichkeit. Mehr dazu gibt es hier.
15.16: Helikopter über Kairo
Seit einigen Stunden schweben auch Helikopter der Armee über dem Zentrum Kairos.
15.10: Imam rief Regierung auf, Vertreter zum Tahrir-Platz zu schicken
Beim Freitagsgebet rief der Imam Khalid al-Marakbi die Regierung auf, Vertreter zu Verhandlungen auf den Platz zu schicken, der zum Symbol des Protests geworden ist. Während des Gebets für die während der Unruhen getöteten Demonstranten weinte der Geistliche. Am Ende riefen zahlreiche Gläubige die an Mubarak gerichtete Aufforderung "Verschwinde, verschwinde!".
15.08: Büro von Al Jazeera in Kairo attackiert
Das Büro des arabischen TV-Nachrichtensenders Al-Jazeera in Kairo ist nach eigenen Angaben angegriffen worden. Unbekannte seien in das Büro eingedrungen und hätten die Ausrüstung zerstört, erklärte die Direktion von Al-Jazeera am Freitag an ihrem zentralen Sitz in Doha, der Hauptstadt des Emirats Katar.
15.06: Unterstützer Mubaraks blockieren Autobahn
Augenzeugen berichten, Unterstützer Mubaraks hätten die Autobahn von Alexandria nach Kairo blockiert, um Regimegegner zu behindern. Umgekehrt kontrollierten Gegner Mubaraks Taschen und Ausweise der Menschen, die auf den Tahrir-Platz wollten. Damit sollten Anhänger des Präsidenten ferngehalten werden, sagte ein Augenzeuge. Am Mittwoch, dem vorläufigen Höhepunkt der Kämpfe, hatten Mubarak-Anhänger versucht, Oppositionelle gewaltsam von dem symbolträchtigen Platz zu vertreiben. Dabei gab es mindestens zehn Tote und über tausend Verletzte.
14.55: Jerzy Buzek, der Präsident des EU-Parlaments ...
... twittert: "Stability matters, but a stable neighbourhood is less important than a stable democratic neighbourhood. #Tunisia #Egypt"
14.52: US-Generalstabschef warnt vor Einfrieren von Militärhilfe
US-Generalstabschef Admiral Michael Mullen hat vor einem voreiligen Einfrieren der Militärhilfe seines Landes für Ägypten gewarnt. Er warne vor jeder Maßnahme, solange keine Klarheit herrsche, was geschehe, sagte Mullen in einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC am Freitag. Zwar sei es nicht an ihm, über die Aussetzung der Militärhilfe zu entscheiden, doch würde er gerne die Ereignisse besser verstehen, bevor er eine solche Entscheidung treffe.
Der Admiral betonte, dass die US-Militärhilfe in Höhe von jährlich 1,3 Milliarden Dollar eine "lohnende Investition" gewesen sei. Die Hilfszahlungen hätten den USA erlaubt, eine "sehr starke Beziehung" mit der ägyptischen Armee aufzubauen. Am Donnerstag hatte Mullen gesagt, die ägyptische Armeeführung habe ihm erneut versichert, dass die Streitkräfte nicht auf die Demonstranten schießen würden. In dem Interview am Freitag betonte er, der ägyptische Generalstab wolle "eindeutig", dass der Übergang friedlich verlaufe.
14.29: 100.000 auch in Zagazig auf den Straßen
Dabei hat Zagazig - ähnlich wie Damanhur - nur 400.000 Einwohner.
14.28: Meldungen über Zusammenstöße häufen sich
Mehrere Medien berichten jetzt über erste kleinere Zusammenstöße in Seitenstraßen, die zum Tahrir-Platz führen. Innerhalb der Absperrungen ist es aber ruhig, wird friedlich demonstriert. Auch die Absperrungen selbst sollen nicht attackiert werden.
14.24: Erste Korruptionsprozesse sind in Vorbereitung
In Ägypten sollen angeblich demnächst mehrere Funktionäre des Regimes von Staatschef Hosni Mubarak vor Gericht gestellt werden, denen man Korruption nachsagt. Das meldete die ägyptische Nachrichtenwebsite "Youm7" am Freitag unter Berufung auf Kairoer Justizkreise. Namentlich wurden in dem Bericht folgende Politiker genannt, die das Land nicht mehr verlassen dürfen: Der entlassene Innenminister Habib al-Adli, Der Politiker der Regimepartei NDP und Stahlmagnat Ahmed Ezz, Tourismusminister Zouheir Garana und Wohnungsbauminister Ahmed al-Maghrabi. Die Ermittlungen gegen diese Männer würden eröffnet, "sobald sich die Lage wieder beruhigt hat", hieß es.
14.19: 100.000 demonstrieren in Damanhur
Laut Al Jazeera haben sich auch in Damanhur, einer Stadt im Nildelta, 100.000 Anti-Mubarak-Demonstranten eingefunden.
14.17: Hohe finanzielle Verluste für Ägypten
Der ägyptische Finanzminister sagte am Freitag, dass das Land "schwere wirtschaftliche Verluste" einfahren musste. "Es ist aber zu Früh, um den Verlust auf Pfund und Penny genau anzugeben."
14.15: UNO-Menschenrechtskommissarin fordert Untersuchung
Die Menschenrechts-Hochkommissarin der Vereinten Nationen, Navanethem (Navi) Pillay, hat eine Untersuchung der blutigen Zusammenstöße zwischen Anhängern und Gegnern des ägyptischen Staatschefs Hosni Mubarak gefordert. Bei den Unruhen am Mittwoch habe es "schockierende Szenen" gegeben mit verfeindeten Gruppen, die mit Molotow-Cocktails und Steinen ausgerüstet gewesen seien, sagte die Südafrikanerin Pillay am Freitag in Genf. Einmal mehr sei die Abwesenheit der Polizei aufgefallen, und die Armee habe dabei versagt, die Lager auseinanderzuhalten - "mit tragischen Folgen". Die Unruhen, bei denen es Tote und Verletzte in der Hauptstadt Kairo gegeben hatte, müssten "transparent und unparteiisch" untersucht werden, forderte Pillay.
14.09: BBC-Interview mit Mohamed ElBaradei
ElBaradei kritisiert im Interview abermals Präsident Husni Mubarak. Der Oppositionelle versteht nicht, warum es weniger Chaos anrichte, wenn Mubarak erst in einem halben Jahr (Anm.: Bei der Wahl im September) sein Amt aufgibt. Mubarak solle "in Würde" abtreten.
14.02: Belgien kritisiert fünf große EU-Länder
Belgien hat indirekt die gemeinsame Erklärung der fünf großen EU-Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien vom Donnerstag missbilligt und demonstrativ die Vollmachten der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton verteidigt. "Europa muss mit einer Stimme sprechen, mit der Stimme von Frau Ashton", sagte der belgische Ministerpräsident Yves Leterme am Freitag in Brüssel am Rande des EU-Gipfels laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Belga. Die EU-"Schwergewichte" waren einer Stellungnahme von Ashton zuvorgekommen. Als Reaktion darauf forderte der belgische Premier: "Man muss Frau Ashton politischen Raum geben." Die EU-Außenbeauftragte soll nach Angaben von Diplomaten nach Ägypten reisen. Sie hat einen Zeitplan gefordert, um den Menschen Vertrauen in einen geordneten friedlichen Übergang zu geben.
13.59: Hand in Hand, die Zweite
Ein berührendes, viel beachtetes Bild vom Donnerstag - Christen beschützen Muslime während des Gebets: http://imgur.com/NhC4m
13.53: Katholische und muslimische Geistliche, Hand in Hand
Der Guardian zitiert einen Augenzeugenbericht, wonach mitten auf dem Tahrir-Platzes ein katholischer gemeinsam mit einem muslimischen Geistlichen demonstrieren würde - Hand in Hand, beide in religiösem Dress.
13.45: "Minister sind nicht legitimiert"
Die Demonstranten rufen immer wieder im Chor Namen von Ministern des Mubarak-Regimes. Mit dem Nachsatz: "Nicht legitimiert!" Für die Korrespondentin von Al Jazeera ist damit klar, dass die Menschenmassen sich nicht mit Konzessionen zufrieden geben würden. Das ganze Regime müsse also gehen.
13.41: ARD und ZDF ziehen Korrespondenten nicht ab
Die deutschen Fernsehanstalten ARD und ZDF ziehen ihre Korrespondenten vorerst nicht aus Ägypten ab. ARD-Korrespondent Jörg Armbruster, sein Kollege Alexander Stenzel, ein Kameramann und ein kleines lokales Team hätten die Nacht in einem Hotel in Kairo verbracht. Sie seien am Freitag auf die Suche nach einem Quartier in einer sicheren Gegend in der ägyptischen Hauptstadt gegangen, sagte ein Sprecher des zuständigen Südwestrundfunks (SWR) am Freitag. Ähnliches gilt für das ZDF-Team um Reporter Dietmar Ossenberg.
13.40: arte-Reporterin festgenommen
Eine Reporterin des französisch-deutschen Kulturkanals "arte" ist am Freitag nach Angaben des Senders in Ägypten von Geheimpolizisten festgenommen worden. Die Französin, die seit drei Jahren für "arte" aus der Region berichtet, habe sich auf dem Weg von einem Hotel in ein anderes befunden und sei dabei in die Fänge der Miliz geraten, hieß es.
13.39: Armee soll Reportern helfen
Das ägyptische Kabinett weist die Armee nach eigenen Angaben an, ausländische Journalisten bei deren Arbeit zu unterstützen. Mehrere Reporter in Kairo waren attackiert worden.
13.37: Ägypten in Österreich
Genauer gesagt, im österreichischen Parlament: Die Anti-Regierungsproteste in Ägypten sind am Freitag in der Sitzung des außenpolitischen Ausschusses thematisiert worden. Außenminister Michael Spindelegger lobte den bisherigen Einsatz für die heimischen Touristen. Der außenpolitische Sprecher der ÖVP, Wolfgang Schüssel, betonte die Möglichkeiten der internationalen Staatengemeinschaft, Stabilität in Ägypten und dem Nahen Osten herzustellen, ohne sich in die inneren Angelegenheiten der Länder einmischen zu müssen. Alev Korun, die grüne Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses, forderte indes erneut von der österreichischen Regierung, sich für den "raschen Rücktritt" des Präsidenten Hosni Mubaraks einzusetzen.
13.34: Keine Gewalt am Tahrir-Platz
"Keine Anzeichen von Gewalt" gibt es in Kairo am Tahrir-Platz, weiterhin ist von Mubarak-Anhängern nichts zu sehen. Dies könnte mit dem höheren Armee-Aufkommen an den Checkpoints zu tun haben.
13.23: Achtung, Spekulation: Mubarak nach Montenegro?
Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak könnte laut Spekulationen lokaler Medien in Montenegro Aufnahme finden. Die Spekulationen stützen sich derzeit freilich nur auf die Geschäftskontakte Montenegros mit der ägyptischen "Orascom Holding". Das Unternehmen, an welchem der Sohn Mubaraks, Gamal, beteiligt ist, hatte im Vorjahr mit den montenegrinischen Behörden einen Vertrag über den Bau einer exklusiven Feriensiedlung an der Halbinsel Lustica an der Bucht von Kotor abgeschlossen.
13.17: Oppositionelle wurden festgenommen
Die ägyptische Jugendbewegung "6. April", die von Anfang an zum harten Kern der pro-demokratischen Protestbewegung gehörte, gab am Freitag bekannt, sechs ihrer Mitglieder seien festgenommen worden. Engi Hamdi, eine Sprecherin der Bewegung, sagte: "Soll das etwa der Dialog mit der Opposition sein, den Vizepräsident Omar Suleiman gemeint hat." Nach ihren Angaben wurden die Aktivisten in einem Café im Kairoer Stadtteil Faisal festgenommen, kurz nachdem sie sich zu einem Gedankenaustausch mit Friedensnobelpreisträger Ex-IAEO-Chef Mohamed ElBaradei getroffen hatten.
13.14: 3.000 Mubarak-Anhänger in Gizeh auf der Straße
In Gizeh, nach Kairo und Alexandria die drittgrößte Stadt Ägyptens, sollen sich bis zu 3.000 Pro-Mubarak eingestellte Demonstranten eingefunden haben, wie verschiedene Quellen melden. Dafür waren in Kairo nach Angaben unterschiedlicher BBC-Journalisten praktisch keine Mubarak-Anhänger unterwegs.
13.11: Amr Moussa demonstriert mit
Nach Informationen von Al Jazeera hat sich auch der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Moussa, am Tahrir-Platz eingefunden, um gegen das Regime zu protestieren. Es wird immer wieder spekuliert, ob Moussa - ein ehemaliger Außenminister Ägyptens - bei den Präsidentschaftswahlen im September antreten wird.
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wie kann man das fs3 zu einem kommentar in einer banalen angelegenheit wie den kleinbussen bewegen?
was halten sie davon, dass "streitwägen" durch die stadt jagen und dabei todesopfer in kauf nehmen?
wie bewerten sie die einschätzung aus folgender depesche? 08CAIRO2091 - subject: academics see the military in decline, but retaining strong influence
"Since Abu Ghazalah, a senior AUC political science professor noted, the regime has not allowed any charismatic figures to reach the senior ranks."
, die jeweiligen parteien sich alsbald mit denen bewaffneten und sich ala 2500 BC die schädeln einzuschlagen. der zorn in allen gesichtern, die schadenfreude auch.
ich vernahm vergleiche (ua vom misik) mit 1989. ich bezweifle aber die edlen gründe der ägypter, der zorn ist eher wirtschaftlicher natur, da sich mubarak mit klebehände an der staatskassa bedient. 1989 gings schlicht und einfach um freiheit.
der ausgang der ägyptischen aufstände, so oder so, wird kein guter sein
glauben sie das wirklich ? wir haben monate, ja jahre vorher zetteln vervielfältigt und in unseren fabriken verteilt, auf deren die preise für lebensmittel-, gebrauchs- und andere güter in westen im zusammenhang mit dem durchschnittlichen stundenlohn aufgelistet waren. Die freiheit ist eine große sache, die man aber leider nicht unmittelbar greifen kann, deswegen braucht die träge mehrheit, um sich zu erheben, auch mehrere handfestere argumente..., oder glauben sie, dass heutiger wohlstandsbürger so ohne weiteres durch straßenaufstände sein status quo riskieren würde?
heute in der ex ddr?
wie viele arbeitslose hartz 4 empfänger hat die ex ddr heute?
und hören sie auf mit freiheit.
wem diese nützt kann man immer sehr eindrücklich sehen, die freien verhungern, oder ahckeln bis zum umfallen, weil sie sich das tägliche leben nicht mehr leisten können.
und ich sage ihnen, "die konterrevolution" steht ante portas.
denn sie sagten es einst, sie sind das volk, und so dumm wie sie meinen sind die ossis nicht.
in einem kommunistischen regime hätten sie um das geld, was sie als hartz 4 empfänger bekommen, eine ihnen zugeteilte arbeit annehmen müssen, sonst hätte man sie wegen parazitismus bis zu 4 monate eingesperrt.
wer behauptet das?
sie hatten zwar immer eine arbeit, ab sie aus ihren etrag leben können, hat niemanden interessiert.
bei einem stundenlohn für ca 12-15 kronen hat eine zigarettenschachtel 9 kronen gekostet, brot 6 kronen, zucker 8 kronen usw.
so genannte luxus-güter, wie farbfernsehen, kosteten mind. 2 monatseinkommen, 10 jahre altes auto schon ein halb-jahres einkommen, und für urlaub haben sie sich einen kredit genommen...
bedürfnisse.
haben sie je nachgerechnet, wie die kosten für miete, strom, müllbeseitigung, energie, öffentliche verkehrsmittel, allgemeine abgaben und nicht zu letzt für grundnahrungsmittel gestiegen sind?
verstehen sie mich nicht falsch, ich verteidige kein totalitäres regime, egal welcher couleur.
aber die menschen im osten haben ihren arbeitsplatz, ein bescheidenes einkommen und auskommen gegen vw golf und breitbild tv auf schulden eingetauscht.
und es macht mich betroffen und traurig, dass diese bewundernswerten revolutionen in der ddr, in der cssr, in ungarn durch den sehr kurzen blick auf konsum und wohlstand, gegen solidarität mit schwächern, für gier und geld ad absurdum geführt
wurden.
das erwachen wird furchtbar sein.
ich bin mir sicher, die mehrheit ist schon erwacht, deswegen weinen aber nur die wenigsten den kommunisten nach, und das sind leute, die sich diese zeit romantisch verklären.
Vielleicht soll ich das so sagen: die generation unserer großeltern hat es versucht, eine bessere welt zu schaffen, hat einen kommunistischen regime bekommen. die generation unserer eltern die panzer des warschauer packtes und meine generation den neoliberalismus. trotzt aller fehlschläge ist das doch immer noch ein kleiner schritt vorwärts. schauen wir, was daraus die generation unserer kinder macht.
ich bin optimistisch und glaube genauso wie sie, dass jetzt die zeit für eine echte zeitwende gekommen ist.
steigende lebensmittelpreise, allgegenwärtiger sehr sichtbarer zerfall der wirtschaft, wenn sie in der gleichen fabrik gearbeitet wie einst ihr opa, dann haben sie sehr wahrscheinlich auch auf der gleichen maschine gearbeitet, absolute wohnungsnot (ein halbwitz aus dieser zeit: willst du, dass dein kind mit 30 jahren eine wohnung hat, muss ihn gleich nach der geburt auf die warteliste einschreiben lassen), ein plattenhaus in prag, 24 familien, 5 autos, meist 10-15 jahre alte skodas oder moskwitsch, meist lohn um 2.500,- Kc, ein paar günstige schuhe über 200 Kc - für weitere details suchen sie sich einen bekannten, der in dieser zeit in osten gelebt hat und über 40 jahre alt ist...
wir hatten keine genaue vorstellung über demokratie, die informationsmöglichkeiten waren damals sehr beschränkt, und bevor wir überhaupt begriffen haben, dass wir wirklich frei sind, wurde uns die revolution von zu neoliberalisten mutierten kommunisten und promi-disidenten gestohlen, die sich nicht nur die macht, aber auch das eigentum des landes untereinander verteilt haben.
ich hoffe für das egyptische volk, dass sie in internet-zeiten besser auf diese gefahr vorbereitet sind
aber es ist eben hoffnung.
die ägyptische jugend geht aus den gleichen gründen wie die ex ddr bürger auf die strasse.
und sie werden furchtbar entteuscht werden.
aber es kann auch ganz anders kommen.
hoffnung macht die forderung nach einem neuen system, nicht nach neuen köpfen.
einigen infos nach, will man die verstaatlichung vieler großer betriebe in industrie und fremdenverkehr, der ölförderung und des suez kanals, der angeblich bereits von mubarak verpfändet wurde.
schaun ma mal.
ich wünsche diesem volk alles gute und gott schütze sie.
alleine die gewaltlose revolte verdient meine allergrößte hochachtung.
was immer kommen mag, es graut ein neuer morgen,
und nicht nur in nordafrika.
es ist eine zeitenwende.
seltsam.
praktisch alle historiker, alle am umbruch beteiligten politiker, alle seriösen zeitungen, dokus und alle zeitzeugen, die nicht mit ihnen bedreundet sind, behaupten die version von renylein: mit dem wunsch nach freiheit war der nach wirtschaftlichem aufschwung aufs engste verbunden.
sie haben offenbar keine ahnung von geschichte im allgemeinen und 1989 im besonderen, keine vom ostblock und keine von der schwer greifbaren und fassbaren freiheit, maßen sich aber als oberflächlich hinschauender kurzbesucher an, einen direkt betroffenen wie renylein anzumaulen.
sehr österreichisch.
am anfang wurden wir von der ofiziellen seite als asoziale elemente bezeichnet, noch ein paar stunden vor dem aufmarsch auf wenzelplatz haben mich manche der älteren mitarbeiter als kriminelle beschimpt, die gleichen leute holten sich von mir ein paar stunden später die trikolore und fragten mich auf dem wenzelplatz, warum ich nicht mit-skandiere, ab ich NICHT für die FREIHEIT UND DEMOKRATIE bin - die gleichen leute werden ihnen heute wahrscheinlich erzählen, dass sie die ganze zeit gegen das regime gekämpft haben - ja, die realität ist nicht immer so, wie sie scheint
Methoden der Manipulation - Elias Erdmann ... http://scr.bi/hiOrsu #gratis aber nicht umsonst #ebook #gratis download
".. bei den hundertausenden die in das zentrum strömen, sehe ich keine frauen. seltsam... "
Sie kennen sich aber sehr gut aus im Leben eines vorwiegend muslimischen Landes. Die haben sie vor dem Aufstand auch nicht gerade massenhaft in den Straßen gesehen ....
Pro oder contra Mubarak?
Als Freund Israels müsstest du eigentlich pro sein, deine israelischen Freunde zittern, dass ihnen der Mubarak erhalten bleibt.
Schade, dass der ORF nicht den Segenreich nach Kairo geschickt hat, der hätte den Ägyptern schon ihre Faxen ausgetrieben.
postmoderne Vulgärfeminismus dem Taliban um nichts nach, nur mit umgekehrten Vorzeichen.
Ich gehe davon aus, dass gerade diese absolut nicht vorhandene Vorbildwirkung der westlichen Demokratien in radikal-politischen Angelegenheiten dazu führt, dass sich jene Subjekte die echte Probleme haben, von diesen Scheinlösungen, von dieser unter dem sexistisch-korrekten Gendergeschwafel verdeckten Postpolitik nicht mehr angesprochen fühlen, lieber den radikalen Islamisten ihre Stimme geben, weil diese zumindest eine klar erkennbare Position gegen den US-Imperialismus zu beziehen versuchen, freilich auf eine vollkommen insuffiziente Weise.
Das ist z.B. das große Problem der Genderwissenschaften: sie werden nicht ernstgenommen, da es sich ja nur um Weiberthemen handelt.
Inwieweit Frauen an gesellschaftlichen Ereignissen teilnehmen (könmen) zeigt, wie entwickelt eine Gesellschaft hinsichtlich Gleichstellung (aller), Freiheit usw. ist. Im Iran (Teheran!) z.B. gehen die Frauen gleichermaßen auf die Straße. In Tunesien und Syrien schon weniger. In Ägypten fällt es nun mal auf, dass es wirklich kaum Frauen bei diesen Protesten gibt. Und dies entspricht nun mal gewissen gesellschaftlichen Vorstellungen im Bezug auf die Rolle der Frau oder anderen gesellsch. Gruppen, der Art der Freiheiten und sozialen Forderungen etc. Und DAVON profitieren die radikalen Islamisten.
der Kritik und der politischen Analyse in den background rückt, ohne wirklich griffige Lösungsansätze zu bieten. Dass in einer islamisch-fundamentalistischen Kultur es nicht so weit steht, mit der Emanzipation, dürfte klar sein.
Doch die Möglichkeit, den Aufständischen vorzuwerfen, sie würden einem reaktionären Sexismus Vorschub leisten, weil die Quote in ihrer statistischen Zusammensetzung nicht stimmt, sollte bereits im Ansatz ihres Entstehens hinterfragt werden. Ich schreibe zu viel, als es in diesem Forum angebracht ist. Vergebene Liebesmüh!
Mann-Frau-Unterscheidung ins Spiel gebracht wird, welche die Geschlechts-Diskriminierung zwar tatsächlich angreift, aber im selben Zug vom neuem in die Bewusstseine einbrennt, nämlich als die wesentlich zu beachtende Kategorie der Kritik. Das führt zu einem Gender-Meta-Substantialismus, der tendentiell alle anderen Widersprüche auf Akzidentialitäten zu reduzieren tendiert.
Insofern vertrete ich, für meinen Teil, eine klare Position: radikal-politische Gender-Analyse als spezifische Flanke einer universalen Emanzipationsbewegung ja, Feminismus als Gender-Meta-Substantialismus und als Geschlechts-Partikularismus nein. Das ist weder reaktionär, noch so schwer nachzuvollziehen, oder etwa nicht?
Doch ich lerne aus Kritik gerne dazu.
http://goo.gl/3WZDp
http://goo.gl/z7SdZ
http://goo.gl/PTheX
http://goo.gl/uYQ9O
der "bambuser" slogan lautet: "Live from your mobile!"
deren aufenthaltsort wird teilweise via twitter bekannt gegeben, zum beispiel von:
http://goo.gl/mZ5Aq
Die Ägypter sind ein altes Kulturvolk, das Land Cleopattras und Cäsars, ein Land das die Mathmatik erfunden hat (und dafür verdienen sie die schlimmste Diktatur, die man sich nur denken kann!), ein Land das mit dem Auserwählten Volk in Frieden lebt, ein Land ohne Furcht und Adel, es wird den richtigen Weg finden.
das die sogenannte "opposition" ein haufen von liberalen, religiösen und rechten ist, der uns da als volksaufstand verkauft wird? und dass das icg den aufstand mit el baradai an der spitze kappern wollte? klar, aber es wird zensiert..
einer handvoll von weiteren inkarnationen mit anderen nicks ist das mit auffallend ähnlichen worten auch aufgefallen. wenn sie bestätigung suchen, sollten sie noch ein paar mal dasselbe posten, das scheint ihnen innere befriedigung zu verschaffen.
1. Das Regime (Mubarak 30 Jahre auf Sessel der Macht) missbraucht die Polizei gegen friedliche Demonstranten
2. Das Regime befiehlt die Polizei die Uniformen abzulegen und die friedliche Demonstranten weiterhin zu misshandeln
3. Das Regime lässt alle Verbrecher aus Gefängnissen (Belohnung?) frei und die Polizei (nun in Zivil) mischt bei Zerstörung und Plunderungen mit (Polizei-Ausweise von Plunderer abgenommen)
4. Das Regime Kappt die Internet- u. Telephon-Netze (wie maskierte verbrecher in der Dunkelheit)
5. Das Regime lässt Reporter verfolgen, misshandeln und einsperren
6. Das Regime bezahlt arme ungebildete "Bauern" damit sie auf Pferd und Kamel die Demonstranten misshandeln
7. Die Polizei-Autos fahren über die Demonstranten
...
Sie?
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