Angst vor Giftködern in Hundezone

3. Februar 2011, 17:39
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Wien - Die Wiener Tierärztin Clarissa Udvardi zweifelte nicht an der Authentizität der Geschichte - und stellte die Warnung, die sie von einem auf Reisen mit Hund spezialisierten Veranstalter bekommen hatte, auf Facebook: Im Prater, hieß es da, lege ein Irrer Strychnin-Köder in der Hundezone aus. Mindestens ein Hund sei vergiftet worden.

Die Meldung zog Kreise: Am Mittwoch fand sie sich in den Nachrichten von vienna-online. Aber: Stimmt sie auch?

Auf Standard-Anfrage erklärte der (nicht in Wien ansässige) Reiseveranstalter, die Warnung am Montag lanciert zu haben: Ein Wiener Kunde habe eine Reise storniert, weil sein Hund im Prater Gift gefressen habe. Der Mann bestätigte das auch gegenüber dem Standard.

Keine Anzeige

Der Polizei lag jedoch bis Donnerstag keine Anzeige vor ("das wäre Sachbeschädigung"). Auch die Vetmed wusste nichts über aktuelle Giftköder - und verwies auf die Amtstierärzte. Für die ist Umweltstadrätin Ulli Sima (S) zuständig. Auch in Simas Büro hatte man bis Donnerstag nichts von Vergiftungen gehört.

Allerdings, ließ Sima ausrichten, würden Mitarbeiter der MA42 die Hundezone genau unter die Lupe nehmen. (rott, DER STANDARD-Printausgabe, 4.2.2011)

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    Der Hund schnüffelt, der Besitzer bangt: Liegt im Prater Gift?

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