Beamter setzte Gattin auf Terrorliste

3. Februar 2011, 16:36
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Statt Unterschrift auf die Scheidungsurkunde setzte ein britischer Beamte seine Frau auf Liste mit Terrorverdächtigen – erhoffte Beförderung ließ den Dienstsmissbrauch auffliegen

Wie dailymail.co.uk berichtet, erschien einem britischen Beamten der bürokratische und finanzielle Aufwand einer herkömmlichen Scheidung zu hoch. Gleichzeitig hatte der Mann Zugang zu einer Liste mit Terrorverdächtigen, deren Anwesenheit auf britischem Boden "dem öffentlichen Wohl nicht zuträglich" sei. Um der teuren Trennung von seiner Gattin zu entgehen, setzte der Mitarbeiter der "Border & Immigration Agency" seine Frau kurzerhand auf die Watchlist und vereitelte somit ihre Rückkehr von einem Familienbesuch in Pakistan.

Beförderung mit unerwartetem Ergebnis

Daraufhin wurde der Frau die Einreise in das Vereinigte Königreich drei Jahre lang verweigert, ehe nun der Fall öffentlich wurde. Ans Licht kam der Dienstmissbrauch, weil sich der Londoner Beamte für eine Beförderung bewarb und der Name seiner Frau bei einer routinemäßigen Untersuchung auf der Liste der terrorverdächtigen Personen entdeckt wurde.

Davor hatte die Gattin des Beamten auf Anfragen bei Fluglinien und der Einwanderungsbehörde keine Auskunft über die Gründe ihres Einreiseverbots erhalten – bis zur vergangenen Woche, als ihr Mann mit den Unterlagen konfrontiert wurde und ohne Widerspruch gestand. Er wurde wegen grober Dienstverfehlung entlassen. (red, derStandard.at, 3.2.2011)

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