Filmfonds Wien: Gerlinde Seitner wird neue Chefin

3. Februar 2011, 13:20

Nachfolgerin von Peter Zawrel wechselt aus dem Österreichischen Filminstitut

Wien - Gerlinde Seitner, 41,  zuletzt stellvertretende Leiterin des Österreichischen Filminstituts, wird neue Geschäftsführerin des Filmfonds Wien. Sie konnte in einem zweistufigen Auswahlverfahren mit ihrem Konzept überzeugen, teilte das Büro des Wiener Kulturstadtrats Andreas Mailath-Pokorny  am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Seitner war laut Rathaus eine von drei Kandidatinnen bzw. Kandidaten, die sich einem erweiterten Hearing stellten. Kolportiert wurde, dass neben Seitner Daniel Löcker, ein Mitarbeiter Mailath-Pokornys, und der Producer Horst Schröder im Rennen waren. Die Neuausschreibung wurde notwendig, da der zweimal verlängerte Vertrag des derzeitigen Geschäftsführers Peter Zawrel mit Oktober ausläuft.

"Gerlinde Seitner konnte die Jury mit Kompetenz und großem Engagement überzeugen und das Hearing für sich entscheiden", so  Mailath-Pokorny: "Ich bin überzeugt, dass sie auch in ihrer neuen Tätigkeit immer auf Seiten der Filmschaffenden stehen und deren Interessen wahrnehmen wird." Dem scheidenden Geschäftsführer zollte der Kulturstadtrat Anerkennung: "Peter Zawrel hat elf Jahre lang die Geschicke des Filmfonds mit großem Engagement, mit Weitsicht und Fachwissen, das auch über Österreichs Grenzen hinausreichte, gelenkt und hat die Mittel des Fonds immer umsichtig eingesetzt."

Gerlinde Seitner hat an der Wirtschaftsuniversität Wien Handelswissenschaften und an der Universität Wien Französisch und Englisch als Dolmetschstudium absolviert. Seit 1997 ist sie im Österreichischen Filminstitut beschäftigt, seit 2004 als stellvertretende Direktorin. Zu ihrem Aufgabengebiet zählte die Koordination des Media Desk Osterreich. Darüber hinaus war sie Schriftführerin im Aufsichtsrat des Filminstituts und koordinierte die EFAD-Arbeitsgruppe (European Film Agency Directors) zu den staatlichen Beihilfen.

Der Filmfonds ist Nachfolger des in den 1970er Jahren gegründeten Wiener Filmförderungsfonds. Die Stadt Wien finanzierte den Filmfonds Wien im Vorjahr mit rund 11,5 Mio. Euro. Der Fonds vergibt laut eigenen Angaben Förderungen an Filmproduktionen in den verschiedenen Phasen der Produktion - wie Projektentwicklung, Herstellung, Verleih und Teilnahme an Filmfestivals.(APA)

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10 Postings
wickie
00
11.2.2011, 16:06
Hier kann man sich vom Missstand überzeugen

http://filminstitut.at/de/projek... ommission/

Die eine Hälfte sicherlich befangen (Produzenten, Marketing, Vertriebe) die andere inkompetent (bis viell. Wagenhofer). Dusl hat zb. bisher einen Film gemacht !!! Derflinger viele teure Flops!!! Wohlschlager hat bisher weder verantwortlich gezeichnet für ein einziges verfilmtes Drehbuch noch Regie. UND DIE ENTSCHEIDEN... Wobei zu sagen ist, dass man mit Befangenheit noch eher umgehen lernen kann als mit Inkompetenz.

Im Stoffentwicklungsbeirat selbiges Bild: Entweder befangen weil selbst Förderempfänger oder Inkompetent. UND ZWAR ALLE.

Und dann wundern, dass niemand gute Entscheidungen treffen kann oder will um einen potenziell erfolgreichen Film zu finanzieren.

w.t.f.?
01
unverständlich

warum es nicht möglich ist, gerade bei einem Online-Beitrag ein Foto anzufugen. Faul!

eyeinthesky
13
Zawrel ist nicht zu ersetzen

Gott sei Dank.

Tina Tsornigg
20

Sie sind entweder Zawrel selbst oder ein Ahnungsloser.

wickie
11
Wo ist der Unterschied

Pino Pumpi
34
Bestens.

Erstens, weil damit endlich ein Teil der großen Kohle von einer Frau verwaltet wird und das könnte bedeuten, dass in Zukunft beim Verteilen des Geldes die Filmemacherinnen und Produzentinnen dieses Landes endlich angemessene Beachtung finden. Zweitens, weil es jetzt vielleicht endlich eine echte Zusammenarbeit zwischen Filminstitut und Filmfonds geben könnte, die das Filme-Finanzieren wesentlich erleichtern würde.

benny20
22
uff

das verheisst nix gutes, als besonders innovativ und kreativ hab ich sie nicht in erinnerung.

benny20
02

korrigiere mich: von den drei bewerbern ist sie dann doch mit abstand die beste.

Léonor de Guzman
00
:-) wie schnell

sich Ansichten ändern............

Ein österreichischer Europäer
00
Wieso, wo hat sich denn die Meinung geändert?

Die Kommentare passen ja zusammen: Zuerst erfolgt Kritik, gefolgt von der Einsicht, von den drei Bewerbern sei sie dann doch mit Abstand die Beste gewesen.
Was übrigens problematisch ist: Qualitäten oder Fehler sollten nicht durch Vergleiche verfälscht werden. Das ist eine stete Quelle von Irrtümern.
Siehe dazu:
http://en.wikipedia.org/wiki/Cont... ast_effect

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