Mehr als halbe Milliarde Menschen zu dick

3. Februar 2011, 12:56

Zahl in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt

London - Die Zahl der übergewichtigen Menschen weltweit hat sich in den vergangenen dreißig Jahren nahezu verdoppelt - und zwar auf eine halbe Milliarde. Im Jahr 2008 seien geschätzte 205 Millionen Männer und 297 Millionen Frauen auf der Welt zu dick gewesen, heißt es in einer groß angelegten Langzeitstudie zu Fettleibigkeit, Bluthochdruck und Cholesterin-Werten, deren Ergebnisse am Freitag in der Zeitschrift "Lancet" veröffentlicht wurden. Das Problem ist dabei längst nicht mehr nur eines der westlichen Industrienationen, sondern hat sich in Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen ausgebreitet, sagte Majid Ezzati, einer der Autoren der Studie.

Um festzulegen, wer fettleibig ist oder nicht, wurde der sogenannte Bodymassindex (BMI) herangezogen, der Körpergröße und Gewicht in Relation setzt. 2008 war er bei 13,8 Prozent der Frauen und 9,8 Prozent der Männer zu hoch und diese damit übergewichtig. 1980 waren es noch 7,9 Prozent der Frauen und 4,8 Prozent der Männer.

Geringstes Problem in Japan

Dabei wiesen 2008 die Nationen der Pazifikinseln den höchsten BMI-Durchschnittswert weltweit auf. In den Ländern mit hohen Einkommen lagen die USA und Neuseeland ganz oben. Den niedrigsten Durchschnittswert und damit das geringste Problem mit Fettleibigkeit hat Japan. In Europa hatten Frauen in der Schweiz den durchschnittlich niedrigsten BMI-Wert, türkische Frauen und tschechische Männer den höchsten.

"Wir wissen, dass Veränderungen der Ernährung und körperlichen Aktivitäten zur weltweiten Ausbreitung von Fettleibigkeit beigetragen haben", sagte Gretchen Stevens von der Weltgesundheitsorganisation.

Etwas bessere Nachrichten gab es bei der Verteilung von Bluthochdruck und zu hohen Cholesterin-Werten. In den vergangenen dreißig Jahren konnte den Wissenschaftern zufolge vor allem in den Industrienationen einiges erreicht werden. Deutschland allerdings liegt zusammen mit Grönland, Island und Andorra an der Spitze bei zu hohem Cholesterin in den westlichen Ländern. Griechenland schneidet am besten ab. Probleme mit Bluthochdruck sind seit 1980 in Europa, den USA, Kanada und Australien weniger geworden. Am größten waren sie 2008 in den baltischen Ländern sowie Ost- und Westafrika. (APA)

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19 Postings
Klassisches Rezept, daß in 85% der Fälle hilft

Weniger (Zucker) fressen, Zuckerlwasser (Cola, Eistee, etc) durch Mineral ersetzen und sich wieder bissi mehr bewegen.

Wirkt wunder!

und Deutsch lernen!

Das hilft auch....
"Klassisches Rezept, das in 85%....."
Wirkt Wunder!

Gottseidank leiden 2 Milliarden Menschen

an Unterernährung, dann gleicht es sich wieder aus...

Wenn sich die Ergebnisse der Studie ...

... am BMI orientieren, dann sind diese Zahlen mehr als fraglich. Der BMI sagt rein gar nichts über den Fettanteil aus, sondern setzt nur Größe und Gewicht in Relation.

Wer zu schwer ist, ist meistens auch zu fett.
Ein hoher BMI geht meist auch mit gesundheitlichen Problemen und stärkeren körperlichen (mechanischen und organischen) Verschleisserscheinungen einher.

was wäre deine Idee dazu gewesen?

wer zu schwer ist, hat aber möglicherweise - weil breitschultrig - einen andferen körperbau

der bmi achtet zb nicht auf einen breiten oder schmalen körperbau

so kann ein zarter mensch mit bauch laut bmi "gesunder" sein, als ein breitgestellter

Na hoffentlich merkt jeder wenn er fett ist.
Trotzdem sind die Leut relativ zu ihrer KörperGrösse schwerer geworden. Liegt das am unglaublichen Aufschwung des Spitzensports oder an einer Verbreiterung der Durchschnitts Schulter?

Das Thema ist Fettleibigkeit ...

... und nicht Verschleisserscheinungen. Was ist mit Bodybuildern und Spitzensportlern mit hohem Anteil an Muskelmasse? Dank BMI werden auch diese Menschen zu den Fettleibigen gezählt.

Abgesehen davon dass der Anteil an Spitzensportlern mit einem BMI über 25 wohl sehr gering ist (Kugelstosser, Gewichtheber, Schwergewichtler?), ist auch dort Übergewicht nicht gesund.
Bodybuilding ist kein Sport, eher eine Krankheit.
Vor Bluthochdruck schützt Bodybuilding auch nicht...

Thema ist übrigens Übergewicht und nicht "Fettleibigkeit".

Was mag jetzt wohl das Thema sein?

Ich zitiere: "Um festzulegen, wer fettleibig ist oder nicht, wurde der sogenannte Bodymassindex (BMI) herangezogen ...."

Kennen Sie den Anteil an Spitzensportlern unter den Befragten? Ich kenne ihn nicht und der BMI spricht eben nur von Gewicht, aber nicht von Fettanteil. Meines Erachtens, hätte man sich genauso gut auf die Straße stellen können und die Passanten per Augenmaß in "dick" und "nicht dick" unterteilen können.

Gibts leicht 1/2 Milliarde Bodybilder und Topsportler?

Nicht, dass ich wüsste. Drum ist dieses Argument, dass der BMI nix über Übergewicht aussagt, immer ziemlich unnötig. Für den Normalsterblichen ist der BMI eine einfache Richtlinie denn Größe und Gewicht kann man schnell und einfach messen.

Aber gut, der Großteil der Österreicher glaubt auch, er sei sportlich wenn er 2-mal im Winter Schifahren geht und im Sommer ins Freibad zum Biertrinken. Und natürlich Fußball "schauen" nicht zu vergessen.

Der BMI ...

... hat seinen Ruhm durch die Verwendung von US-amerikanischen Lebensversicherern. Und wie die funktionieren, weiß man ja.
Es steht außer Frage, dass die Fettleibigkeit zunimmt - wäre ja auch kein Wunder bei den angebotenen Lebensmitteln - nur ist eben der BMI für mich keine relevante Methode dies festzustellen.

Und was wäre Ihr Vorschlag? Bitte ein global leicht umsetzbaren, also über österreichische Arztpraxen hinausdenken.

Der BMI mag nicht optimal sein, jedoch eine einfache Richtlinie. Und kein Arzt kommt auf die Idee, einen Spitzensportler auf eine Ernährungsumstellung hinzuweisen nur weil der BMI über 25 liegt.

in österreich?!

Wollte ich auch schreiben...LOL

Die Zahl der übergewichtigen Menschen weltweit hat sich in den vergangenen dreißig Jahren nahezu verdoppelt - und zwar auf eine halbe Milliarde

Im globalen Schnitt

passts dann wieder.

Sollen halt wengier essen !

Das reicht nicht.
Den Kalorienumsatz steigern ist ein besseres Mittel.

Sport oida!

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