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London - Die Zahl der übergewichtigen Menschen weltweit hat sich in den vergangenen dreißig Jahren nahezu verdoppelt - und zwar auf eine halbe Milliarde. Im Jahr 2008 seien geschätzte 205 Millionen Männer und 297 Millionen Frauen auf der Welt zu dick gewesen, heißt es in einer groß angelegten Langzeitstudie zu Fettleibigkeit, Bluthochdruck und Cholesterin-Werten, deren Ergebnisse am Freitag in der Zeitschrift "Lancet" veröffentlicht wurden. Das Problem ist dabei längst nicht mehr nur eines der westlichen Industrienationen, sondern hat sich in Länder mit niedrigen und mittleren Einkommen ausgebreitet, sagte Majid Ezzati, einer der Autoren der Studie.
Um festzulegen, wer fettleibig ist oder nicht, wurde der sogenannte Bodymassindex (BMI) herangezogen, der Körpergröße und Gewicht in Relation setzt. 2008 war er bei 13,8 Prozent der Frauen und 9,8 Prozent der Männer zu hoch und diese damit übergewichtig. 1980 waren es noch 7,9 Prozent der Frauen und 4,8 Prozent der Männer.
Geringstes Problem in Japan
Dabei wiesen 2008 die Nationen der Pazifikinseln den höchsten BMI-Durchschnittswert weltweit auf. In den Ländern mit hohen Einkommen lagen die USA und Neuseeland ganz oben. Den niedrigsten Durchschnittswert und damit das geringste Problem mit Fettleibigkeit hat Japan. In Europa hatten Frauen in der Schweiz den durchschnittlich niedrigsten BMI-Wert, türkische Frauen und tschechische Männer den höchsten.
"Wir wissen, dass Veränderungen der Ernährung und körperlichen Aktivitäten zur weltweiten Ausbreitung von Fettleibigkeit beigetragen haben", sagte Gretchen Stevens von der Weltgesundheitsorganisation.
Etwas bessere Nachrichten gab es bei der Verteilung von Bluthochdruck und zu hohen Cholesterin-Werten. In den vergangenen dreißig Jahren konnte den Wissenschaftern zufolge vor allem in den Industrienationen einiges erreicht werden. Deutschland allerdings liegt zusammen mit Grönland, Island und Andorra an der Spitze bei zu hohem Cholesterin in den westlichen Ländern. Griechenland schneidet am besten ab. Probleme mit Bluthochdruck sind seit 1980 in Europa, den USA, Kanada und Australien weniger geworden. Am größten waren sie 2008 in den baltischen Ländern sowie Ost- und Westafrika. (APA)
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Abgesehen davon dass der Anteil an Spitzensportlern mit einem BMI über 25 wohl sehr gering ist (Kugelstosser, Gewichtheber, Schwergewichtler?), ist auch dort Übergewicht nicht gesund.
Bodybuilding ist kein Sport, eher eine Krankheit.
Vor Bluthochdruck schützt Bodybuilding auch nicht...
Thema ist übrigens Übergewicht und nicht "Fettleibigkeit".
Ich zitiere: "Um festzulegen, wer fettleibig ist oder nicht, wurde der sogenannte Bodymassindex (BMI) herangezogen ...."
Kennen Sie den Anteil an Spitzensportlern unter den Befragten? Ich kenne ihn nicht und der BMI spricht eben nur von Gewicht, aber nicht von Fettanteil. Meines Erachtens, hätte man sich genauso gut auf die Straße stellen können und die Passanten per Augenmaß in "dick" und "nicht dick" unterteilen können.
Nicht, dass ich wüsste. Drum ist dieses Argument, dass der BMI nix über Übergewicht aussagt, immer ziemlich unnötig. Für den Normalsterblichen ist der BMI eine einfache Richtlinie denn Größe und Gewicht kann man schnell und einfach messen.
Aber gut, der Großteil der Österreicher glaubt auch, er sei sportlich wenn er 2-mal im Winter Schifahren geht und im Sommer ins Freibad zum Biertrinken. Und natürlich Fußball "schauen" nicht zu vergessen.
... hat seinen Ruhm durch die Verwendung von US-amerikanischen Lebensversicherern. Und wie die funktionieren, weiß man ja.
Es steht außer Frage, dass die Fettleibigkeit zunimmt - wäre ja auch kein Wunder bei den angebotenen Lebensmitteln - nur ist eben der BMI für mich keine relevante Methode dies festzustellen.
Und was wäre Ihr Vorschlag? Bitte ein global leicht umsetzbaren, also über österreichische Arztpraxen hinausdenken.
Der BMI mag nicht optimal sein, jedoch eine einfache Richtlinie. Und kein Arzt kommt auf die Idee, einen Spitzensportler auf eine Ernährungsumstellung hinzuweisen nur weil der BMI über 25 liegt.
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