Anlegerin siegte vor Gericht gegen Meinl Bank

3. Februar 2011, 08:57
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Wien - Die Causa um die ehemalige Meinl European Land (MEL, heute Atrium) ist um einen Gerichtsentscheid reicher. Eine MEL-Anlegerin sah sich von der Meinl Bank bei der MEL-Kapitalerhöhung 2006/07 in die Irre geführt und bekam vom Handelsgericht (HG) Wien recht, obwohl sie die Zertifikate damals direkt bei der Emittentin MEL gekauft hatte, berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN, Donnerstag). Die Meinl Bank kündigte gegenüber der Zeitung Berufung an und betonte, stets im Rahmen des Rechts agiert zu haben.

Das HG verdonnerte die Meinl Bank zur Rückzahlung des eingesetzten Geldes, denn das Kreditinstitut habe sich gegenüber der MEL verpflichtet, die bei der Kapitalerhöhung ausgegeben Papiere an der Börse zu platzieren. Laut OÖN sollen allerdings 40 Prozent der Zertifikate nicht im Markt untergebracht worden sein. Dazu habe sich die Bank eines Verrechnungs- und Sammeldepots bedient, so die Richterin laut Zeitung. Außerdem heiße es in dem nicht rechtskräftigen Urteil, dass die Karibik-Briefkastenfirma Somal A.V.V. die MEL-Zertifikate von der Meinl Bank mit Geld der MEL (und somit mit Anlegergeld) gekauft habe. (APA)

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