Ukraine muss im Konflikt mit der UEFA einlenken

2. Februar 2011, 21:23
posten

Absetzung des Verbandschefs vom Tisch - Interne Probleme sollen erst nächstes Jahr behandelt werden

Kiew - EURO-Co-Gastgeber Ukraine hat kurz vor Ablauf eines Ultimatums der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eingelenkt. Die mögliche Absetzung von Verbandschef Grigori Surkis, die von der UEFA scharf kritisiert worden war, sei vom Tisch. Das teilte das Exekutivkomitee des Fußballverbandes (FFU) am Mittwoch in Kiew mit.

Die Diskussion über die "internen Probleme" des FFU sollen laut Präsident Janukowitsch bis nächstes Jahr aufgeschoben werden.

Die FIFA hatte der Ukraine mit dem Ausschluss aus dem Weltfußballverband gedroht. Sollte der Staat die FFU-Führung des EM-Co-Veranstalters ablösen, seien Sanktionen nicht ausgeschlossen, hieß es in einer Mitteilung vom 25. Jänner. Surkis hat Gegner im Vorstand, die ihn wegen eines angeblichen Nahverhältnisses zu Dynamo Kiew absetzen wollen. Dies war im Dezember fehlgeschlagen, danach setzten die Konkurrenten des FFU-Bosses auf staatliche Unterstützung.

Auch die UEFA hatte die Osteuropäer drei Tage nach der FIFA vor einer möglichen Sperre und dem Verlust der gemeinsam mit Polen veranstalteten EURO gewarnt. Die Ukraine musste bis Freitag eine Bestätigung vorlegen, dass die nötigen Schritte ergriffen wurden und eine mögliche Einmischung beendet ist. (red/APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Grigori Surkis bleibt dank der Unterstützung der Uefa im Sattel des ukrainischen Verbands.

Share if you care.