Bildungslandesrätin Palfrader: "Hoffnung, dass Tiroler Ergebnisse besser sind, hat sich nicht erfüllt" - Ein Drittel kann nicht sinnerfassend lesen
Wie das Land Vorarlberg hat auch Tirol eine gesonderte Auswertung der PISA-Daten durchführen lassen. Das Ergebnis liegt nun vor. Demnach liegen die in Tirol getesteten Schülerinnen und Schüler unter dem ohnehin schon schlechten österreichweiten Mittelwert, berichtet orf.at.
Ein Drittel kann nicht sinnerfassend lesen
31 Prozent der in Tirol getesteten Schülerinnen und Schüler gelten im Bereich Lesekompetenz als Risiko-Schüler. Das
heißt, sie können am Ende ihrer Pflichtschulzeit nicht ausreichend
sinnerfassend lesen. Unter den Burschen gibt es mit 40 Prozent noch mehr Risikoschüler als bei den Mädchen.
Sprachförderung in Kindergärten weiter verstärken
Bildungslandesrätin Beate Palfrader (ÖVP) sagte vor der Präsentation der detaillierten Ergebnisse am Mittwochabend: "Die Hoffnung, dass die Tiroler Ergebnisse besser sind, hat sich leider nicht erfüllt. Die Tiroler Ergebnisse liegen minimal unter dem österreichweiten Gesamtmittelwert." Sie will nun die Sprachförderung in den Kindergärten weiter verstärken.
Dieses Alter sei maßgeblich für die Sprachentwicklung und spätere
Lesekompetenz. Aber es geht auch um Sprachförderung in Schulen. "Es muss
die Lust am Lesen geweckt werden", so Palfrader.
Tests in allen Schulformen
In Tirol wurden 1.283 Schülerinnen und Schülern des Jahrganges 1994 an
insgesamt 53 Schulen getestet. Die Tests wurden in allen Schulformen -
also Hauptschule, Gymnasium oder Berufsbildende Schule - durchgeführt. (red, derStandard.at, 2.2.2011)