Die Vision hinter Android 3.0

2. Februar 2011, 10:38
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Honeycomb soll nicht nur auf Tablets und Smartphones laufen, sondern unterschiedlichste Formfaktoren ermöglichen

Mit Android 3.0 Honeycomb soll Googles mobiles Betriebssystem Tablet-tauglich werden. Die Vorgängerversionen kommen zwar auch bereits auf Tablets zum Einsatz, Hardware-Hersteller müssen sie jedoch für die Nutzung mit größeren Displays modifizieren. Mit dem Sprung auf Version 3.0 soll sich das ändern. Honeycomb soll sich aber nicht auf Tablets beschränken. Man will verschiedene Formfaktoren bedienen, erklärte Matias Duarte, Chef-Designer von Honeycomb, gegenüber AllThingsDigital-Bloggerin Ina Fried.

Größter Versionssprung

Tablets seien zwar der Fokus für die Entwicklung von Honeycomb, aber die die Änderungen sollten generell mehr Flexibilität bei den Formfaktoren erlauben. Mit Android 3.0 strebe man drei grundlegende Verbesserungen an: es soll auf Geräten mit größeren Displays genutzt werden können, es soll Computing-Aufgaben generell besser erledigen und es soll besser nutzbar sein. Honeycomb sei für die Android-Plattform der größte Sprung seit dem Start des Systems.

Flexibilität

Geräte mit Honeycomb müssten etwa nicht zwingend über physikalische Tasten verfügen. Das ebne den Weg für alle Arten von Geräten. Den Start werden Tablets machen, noch im Februar soll Motorolas Xoom auf den Markt kommen. Mit Honeycomb soll es Hardware-Herstellern jedoch auch möglich sein, Geräte zu entwickeln, die man selbst bei Google nicht im Sinn hatte. Kühlschränke, spezielle Geräte für Kinder oder Senioren oder auch einen Touchscreen-Tisch wie Microsofts Surface kann sich Duarte vorstellen. Alles hängt von der Flexibilität von Honeycomb ab.

"Geniestreich" iPad

Apples iPad sieht Duarte als Geniestreich. Durch den großen Multitouch-Screen habe sich die Beziehung der User zu den Inhalten verändert. Die Interaktion über den Touchscreen sei für Nutzer eine persönlichere und auch emotionalere Erfahrung. Nutzer würden Tablets anders verwenden als ihre Smartphones, auch wenn dieselben Apps darauf laufen. Mit Honeycomb will Google nun sicherstellen, dass diese Experience auch mit Android möglich wird. Nach einer kurzen Preview will Google eine detaillierte Präsentation der Neuerungen am Mittwoch geben. Über Googles Android-Channel auf YouTube kann die Präsentation live mitverfolgt werden. (red)

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  • Honeycomb soll nicht auf Tablets und Smartphones beschränkt sein.
    grafik: google

    Honeycomb soll nicht auf Tablets und Smartphones beschränkt sein.

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