Rahmenvereinbarung

Gegen Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz

2. Februar 2011, 10:22

Beitrag zur Umsetzung der europäischen Rahmenvereinbarung zu Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz in Österreich

Die neue Broschüre von Arbeiterkammer (AK), ÖGB, WKÖ, IV (Industriellenvereinigung) und der Verband der öffentlichen Wirtschaft (VÖWG) richtet sich an Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie deren Belegschafsvertretungen. Sie soll dazu beitragen, Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz zu verhindern und die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern. Damit könnten auch die Kosten für Unternehmen reduziert werden, teilte der ÖGB in einer Aussendung mit. 

Beitrag zu europäischer Rahmenvereinbarung

Mit der Herausgabe der Broschüre "Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz - Instrumente zur Prävention" wollen die Herausgeber einen Beitrag zur Umsetzung der Europäischen Rahmenvereinbarung zur Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz leisten. Die Rahmenvereinbarung dient dazu, Belästigung und Gewalt in allen Betrieben, Unternehmen und Dienststellen zu bekämpfen, um zu vermeiden, dass die Gesundheit der MitarbeiterInnen sowie die Produktivität des Unternehmens beeinträchtigt werden.

Folgende Maßnahmen können einen Beitrag zur Verhinderung oder Bewältigung von Problemen mit Gewalt und Mobbing leisten:

  • Klare Ablehnung von Mobbing und Gewalt am Arbeitsplatz im Leitbild (siehe auch das in der Broschüre beiliegende Musterbekenntnis) 
  • Information und Sensibilisierung von Arbeitnehmern und Führungskräften aller Ebenen
  • Schaffung einer Konfliktbewältigungskultur im Unternehmen - z.B. durch das offene Ansprechen von Problemen, Teambuilding, Supervision oder durch Einsatz von Konfliktmoderatoren oder Arbeitspsychologen im Unternehmen
  • Thematisierung von Mobbing/Konfliktkultur im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung
  • Zur Feststellung, ob Gewalt und Mobbing im Unternehmen vorkommen, kann die Evaluierung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz als ein mögliches Instrument herangezogen werden.
  • Arbeitsbedingte Gewalt kann z.B. durch folgende Maßnahmen verhindert werden: Anpassung der Arbeitsorganisation; Schulung im Umgang mit schwierigen Situationen mit Kunden.
  • Erkennen von Warnsignalen; angemessene Beleuchtung; Alarmsysteme usw.
  • Darlegung der disziplinarischen Folgen bei aktivem Mobbing oder aktiver Anwendung von Gewalt (red, derStandard.at, 2.2.2011)

Broschüre

Bestellung der Broschüre unter servicecenter@oegb.at oder tel. 01 53 444-39 100

Link

Zur Broschüre unter  www.arbeitundgesundheit.at

super web checker
00
10.2.2011, 14:04

Mobbing ist eine der negativen Folgen der amerikanisch geprägten Welt der Konzerne. Austauschbare Manager, formalisierte und unpersönliche Arbeitsabläufe, kurzfristiger Gewinnzwang.
Nur, in Amerika können sich Leute gegen Fehlverhalten ihrer Chefs wehren. Mit bissigen Gerichten und ausreichend Jobalternativen.
In Österreich ist das nicht so rosig. Als Opfer hat man keine Unterstützung von Betriebsrat und Gewerkschaft. Die wollen nicht anecken. Und Chancen auf einen anderen Job kann man mit einem miesen Zeugnis von seinem unfähigen Chef auch gleich vergessen.

buena1vista1
00
LOL

Die sollten die Firmen lieber in die Verantwortung ziehen und diese nicht AUCH NOCH schützen.

Habe einen Mobbing Fall erlebt, wo alle mitgemacht haben: Gruppenleiter, Chef, Betriebsrat und Country-Manager. Alle wussten Bescheid ... niemand hat es verhindert! Was hat die AK gemacht? Genau: EBENSO NIX!

Tut mir leid, irgendwas auf Papier zu schreiben hilft den Betroffenen genau nix!

Sacher Torte aus Wien
00
Gute Sache!

Schade aber, dass sowas überhaupt notwendig ist und nicht von vornherein selbstverständlich.

santa fe
 
11

das BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN ermöglicht, dass wir uns nicht mehr alles gefallen lassen müssen und führt zu einer völlig neuen partnerschaft zwischen arbeitgebern und arbeitnehmern.

herbert braun
00
Stimmt!

Ich fühle mich vor allem durch Arbeit belästigt.

santa fe
 
01

wahrscheinlich wird sich das mit dem BGE ändern, denn sie können dann ihren wirklichen interessen gemäss tätig werden.

sljudanka
01
Mit solchen Pharisäer-akten wird halt die heuchelei noch mehr gefördert

noch mehr Speichelleckerei.
Die Werktätigen wurden durch die "neuen" Arbeitsgesetze, wie Zeitarbeit, Leiharbeit oder Scheinselbständigkeit eh schon entrechtet, und sind den mächtigen Konzernen oder Kapitaleignern ausgeliefert.
Irgendwelche Bestimmungen klingen da wie Hohn, wenn der Werktätige prekarisiert und finanziell dem Mächtigen Chef und Eigentümer schutzhlos ausgeliefert ist.

Infam diese Doppelmoral und Pharisäeraktionismus...

Komisch, dass Arbeitgeber alles unternommen haben, um die Arbeitnehmer zu entrechten, und dann sollen die bestimmungen der Arbeitnehmer untereinander verschärft werden.
Obwohl die Spannungen steigen, weil die Konkurrenz um den Arbeitsplatz enorm anstieg....

sainty1
00
leider interessiert das die Arbeitsgeber kaum..

sparpotenzial zu gering

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