"Diese FIFA hat die Blattern"

1. Februar 2011, 21:17
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Joseph S. Blatter hat die Fußballwelt fest im Griff. Das hat die Vergabe der WM 2018 und 2022 bewie­sen. Ein Interview mit den FIFA-Insidern Jean-Francois Tanda, Jens Wein­reich und Thomas Kistner

Nur einer Handvoll Journalisten ist es gelungen, ins Innerste der FIFA vorzudringen. Augenzeugen, Listen und Belege aufzustöbern, die das Treiben am FIFA-Sitz auf dem Zürcher Sonnenberg ins rechte Licht rücken. Neben dem Briten Andrew Jennings sind das im deutschsprachigen Raum vor allem drei Personen: Der Deutsche Jens Weinreich (45), ehemaliger Leiter des Sportressorts der Berliner Zeitung und Betreiber des preisgekrönten Blogs jensweinreich.de, hat Blatter unter anderem in der TV-Dokumentation »The Untouchable« porträtiert. Sein Landsmann Thomas Kistner (52) ist sportpolitischer Redakteur der Süddeutschen Zeitung und beschäftigt sich seit 1990 mit der Politik der Weltsportverbände. Der Schweizer Jean-Francois Tanda (36) ist Jurist und Wirtschaftsredakteur beim Zürcher Tages-Anzeiger. Alle drei haben - unabhängig voneinander - mit dem ballesterer ihre Erfahrungen geteilt über ...

... den Machtmenschen Joseph S. Blatter und seine zwei Gesichter:

JEAN-FRANCOIS TANDA: Er ist zuvorkommend, charmant. Ein netter älterer Herr. Aber wenn man mit Leuten spricht, die für ihn gearbeitet haben, zeichnen sie ein anderes Bild: Sie erzählen, dass er jederzeit Leute opfert, wenn es ihm diene. Die Machtbesessenheit sei sein Antrieb. Wenn man schaut, was in den letzten 35 Jahren in der FIFA mit Blatter an der Macht passiert ist, sieht man, dass er der einzige Fixpunkt ist. Alles um ihn herum bleibt in Bewegung. Leute kommen und gehen, er bleibt.

JENS WEINREICH: Sepp ist ein Verführer. Er kann sich sensationell auf Menschen einstellen, den Eindruck erwecken »Der interessiert sich ja wirklich für mich«. Er kann ganze Kongresse verführen, so, dass es auch einen unangenehmen Beigeschmack hat. Aber Blatter ist tendenziell für das Vieraugengespräch, das sucht er. Konkret auf mich bezogen: Einmal habe ich mich von ihm unter vier Augen verabschiedet, zu dieser Zeit hat er mich mit einem eigenen Spitznamen angesprochen. Auf dem Weg zum Flughafen habe ich einen Anruf von einer Quelle bekommen, mit der er danach zusammengestanden ist. Und die Quelle hat gesagt: »Sie glauben nicht, was der über Sie gesagt hat, als Sie ihm den Rücken zugedreht haben.«

THOMAS KISTNER: Mir ist es passiert, dass er sich seitlich einfach eingehakt hat. Dann bin ich mit ihm Arm in Arm durch die Gegend gelaufen. Man hat auch schon Stunden am Biertisch verbracht und wirklich launige Gespräche geführt. Man muss ein begnadeter Kommunikator auf ganz bestimmten Fluren sein, um sich so an der Macht zu halten, wie er es tut. Die FIFA ist seit vielen Jahren ein chaotischer Haufen: Da wird geheuert, gefeuert, einer grätscht den anderen ab, vorzugsweise von hinten. Für diese Räume ist er prädestiniert, das Spiel hat er gelernt, vor allem 1994, als er (Blatter war damals FIFA-Generalsekretär, Anm.) gegen den damaligen FIFA-Präsidenten Joao Havelange in die Bütt' gehen wollte. Danach schien er aus der Sicht vieler Funktionäre so gut wie entlassen und ist während der WM in den USA wie sein eigenes Gespenst herumgelaufen. Dann ist alles anders gekommen: Sepp saß fest im Sattel, vier Jahre später wurde er mit Havelanges Hilfe Präsident. Da muss also viel dran sein an dem, was man hörte: dass er Havelange unter vier Augen erklärt habe, was alles passieren würde, wenn er ihn rauswirft. Das enorme Königswissen, das Blatter angesammelt hat, würde sicher Bücher füllen.


Die Geschichte mit seinem Vorgänger als Generalsekretär und Schwiegervater Helmut Käser zeigt viel von diesem kalten Machtinstinkt. Er ist ja privat auch letztlich alleine geblieben. Vor acht Jahren hat er eine Freundin seiner Tochter, die Delfintrainerin Graziella Bianca, geheiratet. Das hat sogar Streit mit dem Vatikan gegeben, weil er unbedingt noch einmal kirchlich heiraten wollte - er hat wohl gedacht, es gebe da Sonderrechte. Die Nummer war schnell wieder vorbei. Ehen werden gewiss auch anderswo geschieden, aber an solchen Eskapaden sieht man: Der Mann ist lebenslänglich mit vier Buchstaben verheiratet. Jetzt, stolze 74, ist er morgens um sechs immer noch als Erster da und macht abends das Licht aus.

... die Überreste von Horst Dasslers System: Adidas-Erbe Horst Dassler hatte als Erster die Wahlsysteme der Weltsportverbände ausgenutzt, um seine Strohmänner auf die Präsidentensessel zu hieven. Selbst hatte Dassler aber nie eine Funktion in der FIFA.

WEINREICH: Man kann es so sagen: Das, was Sepp aufgebaut hat, war immer noch das »Horst-Prinzip«. Das Grandiose an Dassler war, dass er sich über den Tellerrand des Westens hinausbewegt und damit das System erkannt hat. Es war seine Idee, über die Entwicklungshilfe Einfluss zu gewinnen. Das ist anfangs noch mit Schreibmaschinen und Sportschuhen gegangen, später sind mit der Entwicklung des Spiels auch die Begehrlichkeiten gewachsen. Der Sport war in den 1970ern erst am Anfang der Globalisierung. Und was, wenn nicht der Fußball, ist eine globale Angelegenheit. Also sind alle diese Typen wichtig. Egal ob es nun ein korrupter Funktionär im Kongo oder in Österreich ist. Da hat dann ein Rädchen ins andere gegriffen. Die eine Antwort ist also: Es ist auch heute noch eine Menge Dassler drin. Aber der Sepp ist keine Marionette, er ist ein Gestalter wie wenige vor ihm im Weltsport. Die erste WM in Afrika bleibt sein Verdienst. Er hat das System über seine Männerfreundschaft mit Horst aufgesogen - und dann perfektioniert.

KISTNER: Diese FIFA hat die Blattern. In den Anfängen hat sicher die FIFA Blatter geprägt, aber die Zeiten sind vorbei. Er prägt die FIFA seit mittlerweile drei Jahrzehnten. Aber viele Funktionäre waren schon drinnen, bevor er im Exekutivkomitee war. Konsequenterweise muss man auch noch immer vom Dasslerismus sprechen. Es ist ein Schlag von Funktionären, den man da drinnen findet. Das System Dassler hat überlebt, in der FIFA wie im Internationalen Olympischen Komitee.

Horst Dasslers stille Regentschaft begann 1974 mit der Wahl von Joao Havelange zum FIFA-Präsidenten. Dassler hatte sich erst kurz vor der Abstimmung für die Unterstützung von Havelange - und nicht dem Amtsinhaber Sir Stanley Rous - entschieden. Wie würde die FIFA heute aussehen, wenn Dassler sich anders entschieden hätte?

TANDA: Das ist wirklich schwierig zu sagen. Ich will nicht ausschließen, dass es vielleicht mehr um die Sache als ums Geld ginge.

KISTNER: Aus heutiger Sicht wäre das spurlos vorübergegangen. Vielleicht wäre es vier Jahre später nicht Havelange, sondern gleich Blatter gewesen oder eine andere Figur, die in Dasslers Schachspiel passt. Solange es Dassler gab, war es ohnehin de facto Dassler. Nur de jure waren es andere. Also hätte der Name keine große Rolle gespielt.

WEINREICH: Vielleicht hätte es nicht einmal bis 1978 gedauert. Vielleicht hätten sie es auch schon vorher hingekriegt. Aber 1978 hätte Havelange dann in Argentinien ein Südamerika-Heimspiel gehabt.

... den Umgang der FIFA mit den Medien - zwischen Abschottung und Ablenkungsmanövern:

TANDA: Ich weiß leider nicht, ob das schlimmer ist als anderswo, zum Beispiel beim Internationalen Olympischen Komitee. Aber was man sagen kann: Es wird schon ein Königreich zelebriert. Wenn sich Prinz William vor Blatter verneigt, das gefällt denen schon.

KISTNER: Blatter beherrscht die nötigen Bauerntricks. Als Amtsträger in diesen Sphären muss man nur einmal rülpsen und hat einen Donnerhall in den globalen Medien - aber das ist auch ein Problem der medialen Bearbeitung. Typisch war sein Vorschlag, die Tore zu vergrößern. Das ist einfach nicht sinnvoll diskutierbar, die schlichten Sportmedien taten es trotzdem. Da gibt es viele Beispiele, aber die Nummer war besonders lächerlich: Hätte man eine Million Fußballtore auf der ganzen Welt ausrangieren sollen, weil der Sepp aus dem Alpensprengel Wallis eine kühne Idee hat? Das ist diese journalistische Häppchenkultur, die wie das Vogelfüttern funktioniert: Da gibt es eine Handvoll Körner, dann freuen die sich. Die Amerikaner kümmern sich nicht um Fußball, weil es eine Randsportart ist. Deren investigative Kultur fehlt also völlig. In Afrika ist der Sportjournalismus noch mehr Fankultur als in Europa.

Und in Europa gibt es immer noch ein gewaltiges Bildungs- und Ausbildungsproblem. Der klassische Sportjournalist ist nach wie vor ein Fan, der es über die Absperrung geschafft hat. Es gibt de facto keine externe Kontrolle des Fußballs über die Medien. So kann man sich alles erlauben, bis es dann so bizarr nach außen dringt, wie man es heute wieder sehen kann: Selbstbedienungsladen FIFA. Dann fliegt eine Affäre auf: Die ganzen Vögelchen, die ihm sonst aus der Hand fressen, fangen an, diese Hand zu picken. Denn die Vögelchen geraten unter Druck in ihren Redaktionen, wenn der Chef fragt: »Hör mal, du turnst die ganze Zeit bei denen rum, ist dir das alles entgangen?« Das führt dazu, dass die Hofberichterstatter und Blatter nicht so eng kuscheln können, wie sie gerne würden. Also muss sich Blatter davor schützen. Er ist seit der ersten Stunde seiner Präsidentschaft traumatisiert. Er ist 1998 mit einer riesigen Affäre, der »schmutzigen Wahl«, wie es der damalige DFB-Präsident Egidius Braun ausgedrückt hat, ins Amt gestartet. Die Berichterstattung war deshalb auch nicht »Hurra, wir haben einen Neuen!«, in den relevanten Ländern hat man eher gefragt: »Was hat der Spaß gekostet?«

... den langen Arm der FIFA: Der britische Aufdeckungsjournalist Andrew Jennings ist nach etlichen Scharmützeln mit der FIFA von allen offiziellen Veranstaltungen ausgeschlossen worden. Auch Jens Weinreich sollte 2006 zur Persona non grata erklärt werden.

WEINREICH: Bei Andrew haben sie es durchgezogen, bei mir nicht. Der Vorläufer der jetzigen Ethikkommission, die Kommission für Ethik und Fairplay, hat mich, das ist protokolliert, zur Persona non grata erklärt. Das steht da schwarz auf weiß. Nur: Das Exekutivkomitee muss solche Beschlüsse absegnen. Und was hat Sepp gemacht? Er hat das einfach von der Tagesordnung gestrichen. Mir hat er später einmal gesagt: »Halten Sie mich für so blöd?« Damit gibt es dazu keinen Beschluss. Daran sieht man, wie es dort zugeht, wenn die Ethikkommission etwas beschließt. Ich hatte ja mit der FIFA und dem Deutschen Fußball- Bund auch rechtliche Auseinandersetzungen. Die protzen dann, weil sie die Kosten ja selber nicht tragen müssen. Egal ob sie ein Verfahren verlieren, die gehen weiter, weiter, weiter. So kann man das Gegenüber natürlich vernichten. Aber Fußballverbände sind halt so.

TANDA: Es gibt Geschichten, wonach Sepp Blatter sich bei meinem Verlag gemeldet und gedroht habe, die Kollegen vom Sportressort vom »Sepp-Blatter-Turnier« auszuladen. Der FIFA-Anwalt hat meinem damaligen Chefredakteur mit Nachteilen gedroht und ihm mitgeteilt, dass ich ganz oben auf der Beobachtungsliste stünde. Aber gleichzeitig ist es eben auch so, dass ich bei Sepp zum Interview eingeladen war, auch nach Artikeln, die der FIFA wehgetan haben. Da war er dann nervös - aber wir waren nie allein im Büro.

KISTNER: Ein neuer FIFA-Spindoctor wollte 2002 mit Jens Weinreich und mir reden. Über eine neue, offene Medienpolitik, einen Round Table, ein neues Board oder so. Und in dieser Gruppe sollten wir drin sein und vorschlagen, wer noch so reinpassen würde. Wir haben abgelehnt. Aber der Eindruck war: Hätten wir Ja gesagt, dann hätte das ein sehr lustiger Wanderklub werden können, der sich zweimal im Jahr an schönen Plätzen trifft. Das ist natürlich Spekulation, aber ich hatte das Gefühl, hätte ich gesagt: »Gut, lassen Sie uns mal mit dieser Gruppe im November in Rio treffen, weil da ist das Wetter um diese Jahreszeit schöner«, dann hätte das auch gepasst. Es hat auch ein paar Kontaktversuche nach missliebiger Berichterstattung gegeben, aber nicht so intensiv wie bei Jennings.

... ein mögliches Szenario des Wandels und der Erneuerung in der FIFA:

TANDA: Eine Gesetzesänderung in der Schweiz würde bedeuten, dass die FIFA nicht mehr im geschützten Kokon sitzt, sondern dass staatliche Behörden eingreifen könnten. Bei der Frage der Personen: Ich denke, dass ein Generationenwechsel wichtig wäre. Es gibt zu viele alte Männer. Viel zu viele. Es bräuchte eine Generation, die nicht in dem ganzen Günstlingssystem groß geworden ist. Eine Generation, die nicht in den 1980ern geprägt wurde, den ganzen Dreck nicht miterlebt und mitgemacht hat und damit nicht in der eigenen Geschichte gefangen ist. Und zum ISL-Fall: Früher oder später wird publik werden, wer sich an der 5,5-Millionen-Franken-Zahlung (rund 4,3 Millionen Euro, die als Wiedergutmachung im Rahmen des Skandals um Schmiergeld der Schweizer Firma International Sports and Leisure im Gegenzug für TV-Rechte im Sommer an den Schweizer Staat bezahlt wurden, Anm.) beteiligt hat. Das waren zwei FIFA-Offizielle und die FIFA. Eine Veröffentlichung werden die nicht verhindern können. Die FIFA spielt jetzt nur auf Zeit. In dem Zusammenhang wird man irgendwann erfahren, was genau der FIFA vorgeworfen wurde.

WEINREICH: Nichts. (lange Pause) Ich sehe da gar nichts. Es gibt nur eines, aber das ist eine rein theoretische Sache: ein Nachweis von Bestechungsmillionen aus Russland und Katar. Das würde dann wohl die Hälfte des Exekutivkomitees betreffen. Vielleicht sogar mehr, wenn man einfach mal auf die Gerüchte hört und die Option durchspielt, dass einige doppelt und dreifach kassiert haben könnten. Nur knallharte Enthüllungen helfen da. Aber ich weiß nicht einmal, ob Journalisten das leisten können oder ob ein Medium, das die Ressourcen dazu hätte, das wirklich will. In diesem Fall müssten das nahezu geheimdienstliche Ermittlungen sein. Nur so ein Nachweis könnte etwas ändern. Etwas anderes? Null Chance.

... einen möglichen Nachfolger Blatters:

TANDA: Ich bin mir nicht sicher, ob Bin Hammam (FIFA-Vorstand aus Katar, Anm.) die Ambitionen begraben hat. Er hätte dasselbe Netz wie Blatter, es ist möglich, dass er es irgendwann wird. Ich habe mir diese Frage unlängst gestellt. Ich bin mir gar nicht sicher, ob es mit einem Neuen besser wäre. Im Gegenteil: Mit Vizepräsident Ricardo Teixeira aus Brasilien zum Beispiel gäbe es noch mehr Geschäfte, mit Bin Hammam wird Geld eine noch größere Rolle spielen. Sepp ist ein Garant, dass eine gewisse europäische Mentalität in diesem Schweizer Verein repräsentiert ist.

KISTNER: Wenn Blatter geht, dann müsste er vorher sein Haus säubern. Das ist dasselbe Problem, das Havelange hatte: Was treibt Lennart Johansson (UEFA-Präsident von 1990 bis 2007 und ehemaliger FIFA-Vizepräsident, Anm.) mit seiner Truppe? Johansson hat 1998 gegen Blatter kandidiert und davor angekündigt, dass er als Präsident erst einmal jedes Kassenbuch umdrehen würde. Blatter hat eine ähnliche Konstellation. Teixeira halte ich für ausgeschlossen. Es gibt da drinnen schon noch genügend Alarmfühler. Selbst die, die so einen Vogel gern wählen würden, merken: »Das nutzt uns alles nichts, wenn uns der Laden dann um die Ohren fliegt.« Franz Beckenbauer war lange eine Option. Er will aber gebeten werden, der geht in keine Kampfabstimmung, der wird nie sagen: »Jetzt hau' ich mal den Sepp weg.« Da muss so eine »Bitte, Franz, hilf-Situation« entstehen. Logischer wäre Teixeira, aber nicht zu unterschätzen ist Michel Platini. Wie es aussieht, wanzt er sich wieder an seinen alten Chef Sepp ran. Aber der Weg, den er mit der UEFA eingeschlagen hat, ist ungut. Platini lässt sich gern von den falschen Leuten beraten. Ich fürchte, es bleibt in der FIFA bei dem Typus Schattenfunktionär, den Blatter vorgelebt und den vor bald 40 Jahren ein skrupelloser Geschäftsmann und Strippenzieher namens Dassler erfunden hat.

WEINREICH: Sepp will auch 2015 noch einmal antreten. Vor der WM wurde er auf der Pressekonferenz gefragt, ob die Amtszeit ab 2011 seine letzte sei. Ich lese einmal vor, was ich mir damals dazu notiert habe: »Generalsekretär Jerome Valcke hätte beinahe losgeprustet, hielt sich instinktiv die Hand vor den Mund und grinste breit, weil er wusste, was er nun hören würde. ›Ich bin noch immer motiviert‹, sagte Blatter. ›Ich würde nie sagen, das sei meine letzte Amtszeit. Man weiß nie.‹ Er weiß es schon, sein Lachen verriet es. Blatter will nicht nur 2011, sondern auch 2015 wieder antreten.« Aber nach der Katar-Nummer würde ich auch Bin Hammam nicht abschreiben. Es hängt am Willen des Emirs. Das Geld ist da. (Fotos und Text: Dominik Sinnreich)

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