Frostiger Winter lässt Arbeitslosigkeit steigen

1. Februar 2011, 15:04
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Im Jänner waren 3,347 Millionen ohne Job - 331.000 mehr als im Dezember 2010

Nürnberg - Der frostige Winter macht das Arbeiten in vielen Berufen derzeit unmöglich und hat die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland auf 3,347 Millionen steigen lassen. Das waren 331.000 mehr als im Dezember 2010 und 270.000 weniger als im Jänner 2010, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,7 Punkte auf 7,9 Prozent zu. Vor einem Jahr hatte sie bei 8,6 Prozent gelegen.

"Die Arbeitslosigkeit ist im Zuge der Winterpause zwar gestiegen, saisonbereinigt ergibt sich jedoch ein Rückgang", erläuterte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. Blende man die saisonalen Faktoren aus, bleibe die Entwicklung am Arbeitsmarkt unverändert positiv: "Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Erwerbstätigkeit nehmen erneut deutlich zu, und auch die Nachfrage nach Arbeitskräften steigt weiter." Gründe seien der konjunkturelle Aufschwung sowie das seit Jahren rückläufige Arbeitskräfteangebot.

In der jüngsten Statistik schlagen sich nicht nur die sogenannten Außenberufe nieder, die bei Frost und Schnee nicht oder nur eingeschränkt arbeiten können. Hinzu kommt, dass die wirtschaftliche Aktivität im Winter generell nachlässt, Mitarbeiter zum Jahresende vermehrt gekündigt und Einstellungen aufgeschoben werden.

Mehr Erwerbstätige

Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl um 13.000 auf 3,135 Millionen. Dabei nahm sie mit Minus 12.000 vor allem im Westen ab; im Osten ging die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 1.000 zurück.

Die Zahl der Erwerbstätigen nahm nach den jüngsten Daten vom Dezember saisonbereinigt um 34.000 zu. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung stieg um 72.000 (Zahlen vom November). Unbereinigt ging die Erwerbstätigkeit um 172.000 auf 40,92 Millionen zurück. Gegenüber dem Vorjahr ist dies allerdings ein Plus von 428.000. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im November bei 28,28 Millionen, ein Plus von 550.000 im Jahresvergleich. Von den neu eingestellten Mitarbeitern arbeiten 321.000 Vollzeit, 222.000 Teilzeit.

Die Kurzarbeit ging weiter spürbar zurück. Nach vorläufigen Daten vom November bekamen 185.000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Das sind 23.000 weniger als im Vormonat und 763.000 weniger als ein Jahr zuvor. (APA)

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