Bankomaten spucken Fünf-Euro-Scheine ungern aus

1. Februar 2011, 11:15
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Technische Probleme - Große Nachfrage nach kleinen Beträgen: Bisher Abhebungen im Wert von 1,60 Euro via Automat möglich

Tallinn - Die Bankomaten in Estland haben Probleme bei der Ausgabe von Fünf-Euro-Scheinen. Einen Monat nach der Einführung der europäischen Einheitswährung in dem baltischen Staat gibt es Berichte über verärgerte Bankkunden, die die kleinen Banknoten entweder gar nicht oder zerrissen ausgefolgt bekommen. Grund dafür ist die technische Beschaffenheit der Automaten.

Die Banken in Estland hatten sich auf öffentlichen Druck entschieden, ihre Geldausgabe-Automaten auch mit Fünf-Euro-Scheinen zu bestücken, um dadurch das Abheben geringer Summen zu ermöglichen. Bisher war es den Kunden sogar möglich, Beträge von nur 1,60 Euro in Form von jeweils 25 Kronen abzuheben. Der 25-Kronen-Schein war größer als der Fünf-Euro.

Swedbank-Sprecher Mart Siilivask bestätigte die Probleme am Dienstag. Er sagte, dass vorerst nicht daran gedacht sei, die kleinen Scheine wieder aus den Automaten zu entfernen. Auch die Konkurrenz habe ihre Bankomaten mit den Fünf-Euro-Scheinen bestückt. Die Kunden würden das Angebot tatsächlich nutzen, auch wenn sich bisher die Zehn- und 20 Euro-Banknoten als die beliebtesten erwiesen hätten.

In den meisten Ländern der Eurozone spucken Bankomaten als kleinste Einheit Zehner oder Zwanziger aus. Laut dem Swedbank-Sprecher in Tallinn ist oder war es zumindest auch in Portugal bisher möglich, Fünf-Euro-Scheine aus den Automaten abzuheben. (APA)

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