Neues Gremium

Bund plant Kommission für Missbrauchsfälle in staatlichen Einrichtungen

31. Jänner 2011, 15:36

Sie soll ähnlich ewig wie jene für Fälle in der Kirche agieren

Der Bund plant eine eigene Kommission, die Missbrauchs- und Misshandlungsfälle in staatlichen Einrichtungen wie Kinderheimen und Internaten aufarbeiten soll. "Der Bund ist an uns herangetreten. Es hat ein Gespräch gegeben. Wir haben aber noch keine offizielle Rückmeldung", erklärte am Montag der Präsident der Verbrechensopfer-Organisation "Weißer Ring", Udo Jesionek, und bestätigte damit Informationen aus der "Presse" (Montagausgabe).

Laut Jesionek sollte das Gremium "unter den gleichen Voraussetzungen" wie zum Beispiel die bereits eingerichtete Kommission für Wien und ähnlich wie die kirchliche unter der Leitung der steirischen Alt-Landeshauptfrau Waltraud Klasnic agieren: Abwicklung ohne Prüfung von Verjährung und Kausalität zwischen Misshandlung bzw. Missbrauch und eventuell auch noch nach Jahrzehnten bestehenden Schädigungen. Auch bei den Entschädigungen könnte man auf bereits verwendete Kategorien von 5.000, 15.000, 25.000 Euro bzw. in Extremfällen auch darüber zurückgreifen, meinte Jesionek und fügte hinzu: "Vorrang soll die Therapie haben." Entschädigte sollten keine Verzichtserklärungen unterschreiben müssen.

Eine Sprecherin von Unterrichtsministerin Claudia Schmied bestätigte die Pläne ebenfalls: "Es ist klar, dass hier Handlungsbedarf besteht." Das Ressort arbeite daran "abteilungsübergreifend". (APA)

woho1
 
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22.4.2011, 12:34
seiter sind fast 3 Monate vergangen...

...und es tut sich nichts. Wer ist jetzt überrascht?

Quasis Herr Karl
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Quasis Herr Karl
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Schon längst überfällig.

Das "Wir können nicht für jedes und alles eine Kommission einrichten" (B.O. im März 2010), scheint sich überholt zu haben. Nun gibt es hoffentlich nicht nur immer wieder neue Brillen für unsere Justizministerin, sondern auch für die Opfer die sich im Kompetenzenwirrwar der Verzagtheit und dem föderalistischen Ordnungswahn verlaufen haben. *Eine* Adresse, Telefonnummer, e-mail und Postadresse der Ansprechpersonen die ausschließlich den Opfern und dem Parlament gegenüber verantwortlich sind. Keine Parteipolitik, keine Frechheiten, Schluß mit den Vertuschungsversuchen, Schluß mit den Versuchen eine Schuldumkehr herbeizuführen, wo gelungen jene zu manifestieren, die Missbrauchten dürfen nicht noch länger missbraucht werden. Dies geschieht!

USV
12

720 Personen, die in den vergangenen Jahrzehnten misshandelt oder missbraucht wurden, oder jene, die Zeugen einer solchen Gewalttat wurden, haben sich bisher bei Anlaufstellen der Bundesländer gemeldet.

Warum verschweigt der STANDARD das seinen Lesern?
Bei den kirchlichen Missbrauchfällen war er nicht so schweigsam...

Kann man aus dem Staat, der seine Kinder in Schulen, Internaten und Kinderheimen dem Missbrauch ausgesetzt hat, auch austreten, wie aus der Kirche...??

sektionschef vom salzamt
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Sie soll ähnlich ewig wie jene für Fälle in der Kirche agieren

klingt eher nach gefährlicher drohung...
bekommen werden die opfer dann wahrscheinlich auch nichts ausser einem feuchten händedruck :-((

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