Chrysler bleibt in den roten Zahlen

31. Jänner 2011, 16:51
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Im laufenden Jahr will der Konzern profitabel werden

Detroit - Der US-Autobauer Chrysler arbeitet erfolgreich an seinem Comeback. Im vierten Quartal verringerte das Unternehmen, das 2009 noch gegen seinen Untergang kämpfte, die Verluste auf 199 Mio. Dollar (145 Mio. Euro). Im Vorjahreszeitraum betrug der Verlust noch 2,7 Mrd. Dollar. Für das laufende Jahr sagte das von Fiat geführte Unternehmen am Montag einen Gewinn zwischen 200 und 500 Mio. Dollar voraus. Damit könnte Chrysler die Bühne für seine Rückkehr an die Börse vorbereiten - ein Schritt, der im vierten Quartal erfolgen könnte.

Die US-Regierung hatte Chrysler 2009 mit 12,5 Mrd. Dollar unterstützt, um ein geordnetes Insolvenzverfahren zu ermöglichen. Im Gegenzug erhielt die Regierung einen Anteil von zehn Prozent an dem Unternehmen. Chrysler schuldet dem Staat aus diesem Kredit noch 5,8 Mrd. Dollar.

Der Hauptgrund für die bessere Geschäftslage liegt in den 16 neuen oder überarbeiteten Modellen, von denen viele am Ende des vergangenen Jahres in die Räume der Autohändler gekommen sind, wie der Analyst Karl Brauer von Edmunds.com erläutert.

Alarmierende Zahlen

Doch sind in der Quartalsbilanz auch einige alarmierende Zahlen enthalten. So stieg der Verlust im Vergleich zum dritten Quartal um mehr als das Doppelte an, und der Umsatz ging um zwei Prozent zurück.

Fiat stockte seinen Anteil an Chrysler kürzlich auf 25 Prozent auf. Sergio Marchionne, der Chef von Fiat und Chrysler, hat angekündigt, dass der italienische Konzern diesen Anteil auf 51 Prozent anheben könnte. (APA)

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