Wiener Wittgenstein-Center will an Spitze der Demographie-Institute

31. Jänner 2011, 13:44
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Internationales Symposium im Herbst

Wien - Das "Wittgenstein Centre for Demography and Global Human Capital", das die Wirtschaftsuniversität (WU) in Wien für den Wittgenstein-Preisträger des Jahres 2010, Wolfgang Lutz, eingerichtet hat, hat mit Jahresbeginn seine Arbeit aufgenommen. Das neue Zentrum erhebt den Anspruch, innerhalb weniger Jahre zum weltweit führenden Zentrum im Bereich der demografischen Analyse des Aufbaus von Humanressourcen und ihrer Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft zu werden, hieß es in einer Aussendung der WU am Montag.

Unter dem Dach des Wittgenstein-Instituts sollen das Vienna Institute of Demography (Österreichische Akademie der Wissenschaften, ÖAW), das World Population Program (IIASA) und das neue WU-Forschungsinstitut Human Capital and Development künftig in den Bereichen globale Demografie und Bildungsforschung eng zusammenarbeiten. Alle drei Einrichtungen werden schon jetzt von Lutz geleitet, für das neue Zentrum wurden zwölf zusätzliche Forscher aus elf Nationen angeworben. Die Mittel für das Institut stammen aus dem mit 1,5 Mio. Euro dotierten Wittgenstein-Preis 2010 sowie von "Starting Grant"-Preisträgern, eine Auszeichnung, mit denen der Europäische Forschungsrat (ERC) herausragende Nachwuchswissenschafter auszeichnet.

Bevölkerungsprojektionen für alle Länder der Welt

Das Wittgenstein-Center hat einen globalen Fokus. Schon in den kommenden zwei Jahren sollen dort unter Mitarbeit der Universität Oxford erstmals wissenschaftsbasierte Bevölkerungsprojektionen für alle Länder der Welt erstellt werden, in denen nicht nur Alter und Geschlecht, sondern auch Bildungs-, Erwerbs- und Gesundheitsstatus ersichtlich sind. "Daraus sollen wichtige Erkenntnisse für die Prioritätensetzung der nationalen Sozial- und Wirtschaftspolitik sowie globaler Entwicklungs- und Umweltpolitik abgeleitet werden", betonte Lutz.

Am Wittgenstein-Center sollen Forschungsteams u.a. zu den Themen Bevölkerungsentwicklung, Gesundheit, Bildungspolitik, Alter, Migration und Bildung arbeiten. Geleitet werden die Forschungsbereiche u.a. von Marc Luy (ERC Starting Grant 2010) und Vegard Skirbekk (ERC Starting Grant 2009).

Für den 29. September 2011 ist im historischen Plenarsaal des Parlaments ein großes internationales Symposium zum Thema "Demography, Education and Democracy: A global Pespective" geplant. (APA)

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