Dritter Anlauf zum Wiederaufstieg

31. Jänner 2011, 12:57
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Bammer und Co. starten in Israel gegen Poolfavorit Weißruss­land - Gruppensieg Basis für Weiterkommen - Waber: "Werden alles dafür tun"

Eilat/Israel - Das österreichische Fed-Cup-Team nimmt ab Mittwoch in Eilat/Israel den dritten Anlauf auf den Wiederaufstieg aus der Europa/Afrika-Zone I in die Weltgruppe II. Nachdem vor zwei Jahren in Tallinn noch unter Kapitän Afred Tesar gerade noch der Abstieg in die vierte Tennis-Leistungsstufe verhindert worden war, bedeutete 2010 in Cruz Quebrada/Portugal unter Jürgen Waber nach dem Gruppensieg eine Niederlage gegen Schweden das Out. Auch heuer sind die Aussichten nicht rosig.

Denn es fehlen zwei Spielerinnen, für die Waber einen Platz im Team gehabt hätte. Paszek verzichtete auf eine Nominierung, Meusburger musste wegen schleppender Genesung nach einer Schulter-Operation passen. Damit stehen neben der Oberösterreicherin Sybille Bammer und der Tirolerin Patricia Mayr-Achleitner die Oberösterreicherin Melanie Klaffner und die Salzburgerin Sandra Klemenschits im ÖTV-Aufgebot.

Im Vorjahr wurde die Basis zum Gruppensieg mit einem überraschenden 2:1-Sieg gegen Weißrussland gelegt, und auch diesmal ist das favorisierte Team um die Weltranglisten-Neunte Wiktoria Asarenka ÖTV-Auftaktgegner in Pool C. Diese Partie ist im Murnicipal Sports Club von Eilat für Mittwoch angesetzt, am Donnerstag geht es gegen Griechenland und am Freitag gegen Kroatien, Spielbeginn ist jeweils um 9.00 Uhr MEZ.

Waber sind die Weißrussinnen gleich zum Start gar nicht so Unrecht, nicht nur wegen der guten Erinnerungen an 2010. Denn Asarenka war noch am Freitag im verlorenen Doppel-Finale der Australian Open engagiert, könnte in ihrem ersten Match mit Jetlag und Rhythmusproblemen zu kämpfen haben. Im Einzel war sie in Melbourne immerhin ins Achtelfinale gekommen.

Topfavorit Weißrussland

"Trotzdem muss alles passen, wenn wir gegen Weißrussland gewinnen wollen", meinte Waber zur Ausgangsposition seiner Truppe, mit der in seinem 30. ÖTV-Jahr wieder Masseur Kurt Waltl dabei ist. "Aber wir werden alles dafür tun." Bammer und Klaffner hat der Coach in der vergangenen Woche konzentriert in Linz auf das Turnier vorbereitet. "Wichtig ist, dass wir ordentlich trainieren konnten. Alle sind gesund."

Bammer ist nach wie vor die Schlüsselfigur im österreichischen Team, auch wenn ihr nicht die Ausnahmestellung zukommt wie Jürgen Melzer bei den ÖTV-Herren im Davis Cup. Dem heuer bisher mäßigen Abschneiden der 30-Jährigen mit den Erstrunden-Ausscheiden in Sydney und bei den Australian Open misst Waber keine zu große Bedeutung bei. "Sybille ist nach wie vor eine Spielerin, die für jede gefährlich werden kann."

Paszek und/oder Meusburger hätten Waber bei der Einzel-Aufstellung mehr Variationsmöglichkeiten gebracht. So hat er sich nun für die Weißrussland-Partie schon auf Bammer und Mayr-Achleitner festgelegt. Letztere überzeugte im vorjährigen Fed Cup, nachdem sie unmittelbar davon nicht besonders gespielt hatte. Auf Ähnliches hofft der Trainer auch diesmal. "Patrizia ist eine richtige Teamspielerin."

Klemenschits scheint als Doppelspezialistin erste Wahl für die Doppel-Partien zu sein, Waber will seine Nominierung aber jeweils auf die Gegnerinnen abstimmen. Pro Länderkampf sind ja zwei Einzel und ein Doppel zu bestreiten, ein Modus wie in der Weltgruppe mit vier Einzeln und einem Doppel wäre dem Betreuer wegen des Fehlens eines sehr starken ÖTV-Doppels lieber.

Das Team ist am Sonntag aus verschiedenen Richtungen nach Tel Aviv gekommen, von da ging es per einstündigem Flug weiter nach Eilat. Wegen Unwettern dauerte die Anreise den ganzen Tag über, erst kurz vor Mitternacht kam die Equipe im Quartier an. Dennoch wurde laut ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl am Montag schon ab 8.45 Uhr auf dem langsamen Hartplatz trainiert, für 14.45 Uhr war eine weitere Einheit angesetzt.

Die Gewinner der vier Gruppen spielen in K.O.-Duellen um zwei Plätze im für 16./17. April angesetzten Play-off um den Aufstieg in die Weltgruppe II. Es sind voraussichtlich also fünf Siege en suite notwendig, um aus der Drittklassigkeit herauszukommen. (APA)

Programm - Gruppe C (jeweils ab 9.00 Uhr MEZ): Mittwoch: Österreich - Weißrussland; Donnerstag: Österreich - Griechenland; Freitag: Österreich - Kroatien

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    Sybille Bammer ist in Eilat Österreichs Hoffnung.

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