100.000 Frauen gegen Berlusconi

31. Jänner 2011, 11:39
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Auch eine Demonstration von Frauenverbänden geplant - Aktionen treten für Rücktritt des Ministerpräsidenten ein

Rom - Eine Gruppe italienischer Professorinnen, Politikerinnen und Journalistinnen hat eine Unterschriftenaktion gestartet. Sie treten mit der Aktion für den Rücktritt des im Mittelpunkt von Sex-Affären stehenden Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ein. 100.000 Unterschriften wurden in wenigen Tagen im Internet gesammelt. Am 13. Februar ist in allen größeren italienischen Städten eine Demonstration von Frauenverbänden geplant, bei der die Rücktrittsforderung bekräftigt werden soll.

Gegen den Premier laufen Ermittlungen wegen Amtsmissbrauchs und Beihilfe zur Prostitution. "Italien will seine Würde zurückhaben. Wir protestieren gegen eine Führungselite, die alle Regeln missachtet. Die italienischen Frauen fühlen sich von diesem Premierminister beleidigt", betonten die Initiatorinnen der Protestkundgebung.

Prostitutionsvorwürfe

Der 74-jährige Ministerpräsident steht seit fast zwei Jahren wegen verschiedener Affären um junge Frauen und Callgirls in der Kritik. Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat zuletzt wegen Prostitutionsvorwürfen Ermittlungen gegen Berlusconi und drei seiner Mitarbeiter eingeleitet. Demnach soll der Ministerpräsident eine damals 17-Jährige für Sex bezahlt und später sein Amt missbraucht haben, um die Beziehung zu vertuschen. Berlusconi wies die Vorwürfe zurück und warf den Staatsanwälten politische Motive für die Ermittlung vor.

Am Sonntagnachmittag befragten die Mailänder Staatsanwälte die Regionalpolitikerin Nicole Minetti, die ebenfalls in die Sexaffäre involviert ist. Die 25-jährige Regionalrätin und Aktivistin von Berlusconis Partei Volk der Freiheit (PdL/Popolo della libertá) wird beschuldigt, Mädchen zu den Partys in der Villa des Premierministers eingeladen zu haben. Drei Stunden lang antwortete die junge Frau auf die Fragen der Ermittler und wies die Vorwürfe zurück. (APA)

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    Der 74-jährige Ministerpräsident steht seit fast zwei Jahren wegen verschiedener Affären um junge Frauen und Callgirls in der Kritik.

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