S&T einigt sich mit Banken auf Rettungspaket

31. Jänner 2011, 11:47
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Deutschland-Tochter doch insolvent - Rückzug aus Ukraine - Aufsichtsrat Frech legt Mandat zurück

Wien - S&T AG hat sich mit den Banken auf ein Finanzierungspaket grundsätzlich geeinigt, das die Zukunft der Gruppe absichere heißt es in einer Aussendung des börsenotierten IT-Dienstleisters. Das Paket inkludiert demanch die Verlängerung der Laufzeit der ursprünglich 2011 fälligen Anleihe um ein Jahr, die Stundung von Zinsen und die Bereitstellung jener Mittel, die für das operative Geschäft kurz- und mittelfristig benötigt werden. Die Laufzeit der Vereinbarung beträgt zunächst ein Jahr.

"Damit wurden die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um die erforderlichen Restrukturierungsmaßnahmen umsetzen und die laufenden Investorengespräche zu einem erfolgreichen Abschluss führen zu können", erklärt Michael Lanik, CRO und Sprecher des Vorstands der S&T. "Aufgrund hoher Verluste der Vergangenheit rechnen wir aber mit einem sehr niedrigen Kurs jeder Kapitalmaßnahme." warnt der Vorstand vor Spekulationen.

Teil des umfassenden Restrukturierungsplans der S&T sei die Konzentration auf das Kerngeschäft in den Kernmärkten. S&T verkauft ihre Tochtergesellschaften in der Ukraine und in Moldawien an einen strategischen Investor. Über den Kaufpreis werden keine Angaben gemacht. Für die bereits kommunizierte Schließung der deutschen Tochtergesellschaft habe sich nach genauer Analyse der Handlungsoptionen der Weg über eine Insolvenz als unvermeidbar herausgestellt. Es sind derzeit keine weiteren Verkäufe oder Stilllegungen von Tochtergesellschaften geplant.

Andreas Frech habe auf eigenen Wunsch hin sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt und scheidet aus dem Gremium mit sofortiger Wirkung aus.

Die Position in den CEE-Ländern solle hingegen verstärkt werden. (red)

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