BHP- und Rio-Tinto-Anleger gegen Mega-Übernahmen

30. Jänner 2011, 18:24
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London - Großaktionäre der Bergbauriesen BHP Billiton und Rio Tinto haben sich einem Zeitungsbericht zufolge gegen weitere Mega-Übernahmen ausgesprochen. Sie forderten in Briefen an die Vorstände, die Überschüsse lieber an die Anleger auszuschütten statt in Großfusionen zu investieren, berichtete der "Sunday Telegraph". Einige Teilhaber drohten sogar damit, bei der nächsten Hauptversammlung gegen Vorstandsmitglieder zu stimmen.

In den vergangenen fünf Jahren hat BHP 25,7 Milliarden Dollar (18,7 Mrd. Euro) in Form von Dividenden und Rückkäufen an seine Aktionäre ausgezahlt. Im vergangenen November scheiterte der weltgrößte Bergbaukonzern mit einem Übernahmeangebot über 39 Milliarden Dollar für den Düngemittelhersteller Potash. "Ehrlich gesagt sind wir nicht sehr glücklich mit BHPs Übernahme-Ambitionen", zitiert die Zeitung einen der zehn größten Gesellschafter des Unternehmens, ohne dessen Namen zu nennen. Der britisch-australische Konzern Rio Tinto führt derzeit Gespräche mit dem auf Afrika konzentrierten Bergbaubetreiber Riversdale über ein Übernahmeangebot in Höhe 3,9 Milliarden Dollar. (APA/Reuters)

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