Liebesgeschichte gewinnt Sundance-Festival

30. Jänner 2011, 17:43
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Drake Doremus' "Like Crazy" erhält Hauptpreis - Wiener Produktionsfirma an preisgekrönter Doku beteiligt

Park City/San Francisco - Der Liebesfilm "Like Crazy" und eine Dokumentation über die Sterbehilfe im US-Staat Oregon haben die Top-Preise des Sundance Filmfestivals gewonnen. Mit der Vergabe von Dutzenden Auszeichnungen ging das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme am Samstagabend in Park City im US-Bundesstaat Utah zu Ende.

Der US-Spielfilm "Like Crazy" von Regisseur Drake Doremus erzählt die Love-Story eines jungen Amerikaners und einer britischen Studentin, die durch Visaprobleme getrennt werden. Der "Grand Jury"-Preis für die beste US-Dokumentation ging an "How to Die in Oregon". Regisseur Peter Richardson beleuchtet das Schicksal von Todkranken, die Sterbehilfe erhalten.

Österreichische Beteiligung

In der Sparte "World Cinema" wurde die norwegische Komödie "Happy, Happy" von Regisseurin Anne Sewitsky mit dem Spitzenpreis ausgezeichnet. Als beste "World Cinema"-Dokumentation konnte sich der Film "Hell and Back Again" des Kriegsfotografen Danfung Dennis durchsetzen. Er schildert darin den Einsatz eines US-Soldaten in Afghanistan und seine Rückkehr in die USA.

Der Film war - ebenso wie der ebenfalls beim Sundance Festival laufende Streifen "The Bengali Detective" von Phil Cox - vor zwei Jahren von der Wiener Produktionsfirma Sabotage Films "entdeckt" worden. Die österreichischen Produzenten Thomas Brunner und Gernot Schaffler hatten die beiden Filme weiterentwickelt und mitfinanziert. "Hell and Back Again" erhielt nicht nur den Jury-Preis in der Kategorie "World Cinema"-Dokumentation, sondern auch die Auszeichnung für die beste Kamera in dieser Kategorie.

Guter Ruf

Das in den 1980er Jahren von Robert Redford gegründete Filmfest findet alljährlich im Jänner in dem Wintersportort Park City statt. Diesmal wurden 118 Spielfilme und Dokumentationen aus 29 Ländern vorgestellt, mehr als ein Drittel von Erstlingsregisseuren gedreht.

Viele Hollywoodstars waren mit ihren Independent-Produktionen vertreten. "My Idiot Brother" mit Komödienstar Paul Rudd als Drogendealer und die schwarze Komödie "The Details" mit Tobey Maguire und Elizabeth Banks feierten Premiere. Vera Farmiga ("Up in the Air") präsentierte ihr Regiedebüt "Higher Ground" - es geht um eine Mutter, die sich einer Sekte anschließt.

Im vorigen Jahr hatten die Sundance-Juroren das düstere Familiendrama "Winter's Bone" von US-Regisseurin Debra Granik zum besten Spielfilm gekürt. Der von Kritikern gefeierte Streifen über ein junges Mädchen auf der Suche nach dem verschwundenen Vater ist in diesem Jahr für vier Oscars, darunter in der Königskategorie "Bester Film", nominiert. (APA)

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    Freudiger Schock für Drake Doremus: Sein Film "Like Crazy" ist der Gewinner des Festivals.

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