Balsam auf die deutsche Springer-Seele

30. Jänner 2011, 16:02
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Severin Freund gewinnt Heimbewerb in Willingen vor Koch und Ammann - Morgenstern und Schlierenzauer folgen auf den Plätzen

Willingen  - Skispringer Severin Freund hat am Sonntag in Willingen den deutschen Zuschauern einen Heimsieg beschert. Der Hausherr feierte seinen zweiten Weltcupsieg allerdings nur hauchdünn 2,2 Zähler vor dem Kärntner Martin Koch. Dahinter verhinderte nur Simon Ammann einen weiteren Österreicher auf dem Podest, Weltcup-Leader Thomas Morgenstern landete hinter dem vierfachen Olympiasieger auf Platz vier. Erfreulich auch die Rückkehr von Gregor Schlierenzauer in die absolute Weltspitze als Fünfter.

Die ÖSV-Equipe, die natürlich die besten Karten auf den 100.000-Euro-Siegerscheck hat, führt damit in der Team-Tour-Wertung nach zwei von fünf Bewerben mit 1.638,8 Punkten vor Deutschland (1.549,0) und Polen (1.545,6). "Wir sind die Favoriten, das sind wir auch gern. Aus dieser Situation haben sie heute wieder Spitzenleistungen gezeigt", freute sich Cheftrainer Alexander Pointner, der vor allem Martin Koch gratulieren wollte. "Er hat gezeigt, dass er nicht nur auf der Skiflugschanze zu Hause ist, sondern spätestens jetzt eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass er auch im Skisprung-Weltcup eine ganz heiße Nummer ist."

Koch hatte in Harrachov endlich seinen überfälligen ersten Weltcupsieg gefeiert, am Sonntag fehlten in Willingen weniger als eineinhalb Meter dazu. Statt ihm holte Freund seinen zweiten Weltcupsieg. "Eine großartige Leistung, die er heute gezeigt hat", lobte Pointner den Deutschen. "Es ist wichtig für den Skisprung-Sport und für die Team-Tour." Nach dem zweiten Rang im Teambewerb und dem Sieg kann man nun auch bei den weiteren Schauplätzen in Klingenthal (Mittwoch) und am kommenden Wochenende in Oberstdorf gute Stimmung erwarten.

Schlierenzauer im Aufwind

Besonders erfreulich ist freilich auch die Leistungskurve von Gregor Schlierenzauer, der nach seiner Verletzungspause am Sonntag sein bisher bestes Saisonresultat gefeiert hat. "Nicht nur das heutige Ergebnis, sondern auch das ganze Wochenende - das war definitiv seine Rückkehr. Er fühlt sich immer wohler und ist zurückgekehrt mitten in der Weltspitze", zollte Pointner auch Schlierenzauer Respekt.

Noch ist es nicht offiziell, aber Österreichs "Adler" werden zur WM in Oslo, wo es vier Bewerbe (zwei Mannschafts-Konkurrenzen) geben wird, wohl mit sechs Akitven reisen. "Es deutet alles darauf hin, dass wir mit der Mannschaft, mit der wir jetzt unterwegs sind, fahren werden", bestätigte Pointner gegenüber der APA - Austria Presse Agentur. Das Sextett Morgenstern, Andreas Kofler, Koch, Schlierenzauer, Wolfgang Loitzl und Manuel Fettner habe allesamt großes Leistungspotenzial. Außerdem beeindruckt den Cheftrainer auch der tolle Team-Spirit. "Ich bin so stolz auf meine Athleten auch wie sie miteinander umgehen, dass es auch nicht gegenseitige 'Ausbremsungen' gibt." Bleibt die Entwicklung so wie derzeit, könne man mit so einer Mannschaft geschlossen zur WM fahren.

Der Weltcup-Tross übersiedelt nun nach Klingenthal, wo es am Mittwoch auch in der Team-Tour mit einem weiteren Einzelspringen weitergeht. (APA)

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    Severin Freund machte die deutschen Skisprungfreunde in Willingen wieder glücklich.

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