Auch Streitberger und Osborne schwer verletzt

30. Jänner 2011, 14:20
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Kanadier erlitt bei Sturz in Chamonix neben Knochenbrüchen auch noch Kreuzbandriss, Österreicher zog sich Bruch des Schienbeinkopfes zu

Chamonix/Sallanches/Innsbruck/Radstadt - Die Pechsträhne im Herren-Weltcup geht weiter. Manuel Osborne-Paradis hat am Samstag bei seinem schweren Sturz in der Weltcup-Abfahrt in Chamonix auch noch einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten. Bereits zuvor hatte der kanadische Skiverband mitgeteilt, dass sich der 26-Jährige das linke Wadenbein sowie mehrere Rippen gebrochen habe und damit die WM-Saison vorzeitig beenden müsse.

"Manchmal verkantest du. Das gehört zum Sport dazu, es gibt keinen Grund darüber zu jammern", meinte Osborne-Paradis, der sich erst nach der Rückkehr in seine Heimat einer Operation unterziehen wird. "Das ist der Preis, den du zahlst, wenn du schnell bist."

Und auch für die Österreicher folgte die nächste Hiobsbotschaft: Nach den schweren Verletzungen von Hans Grugger und Mario Scheiber fällt auch Georg Streitberger für längere Zeit aus.  Der Salzburger zog sich in Chamonix im linken Bein einen Bruch des äußeren Schienbeinkopfes zu. Er wird sich noch am Sonntag in Radstadt einer Operation unterziehen, bei dem der Schienbeinkopf mit einer Schraube fixiert wird. Bei diesem Eingriff wird zudem eine Kniegelenksspiegelung durchgeführt, um weitere (Bänder)-Verletzungen ausschließen zu können.

"Das ist natürlich doppelt und dreifach bitter. Auf der einen Seite hatte ich heuer eine gute Chance ein Wörtchen um die kleine Kugel im Super-G mitzureden, auf der anderen Seite wäre ich mit einer echt guten Form zur Ski-WM angereist", zeigte sich Georg Streitberger nach den heutigen Untersuchungsergebnissen enttäuscht.

Nach einem Trainingssturz in Frankreich musste auch Osbornes Landsmann Ryan Semple (Bänderverletzung im Knie) seine Teilnahme an den in gut einer Woche beginnenden Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen absagen.

Berthold bleibt Optimist

ÖSV-Herrenchef Mathias Berthold bleibt trotz der Ausfälle zuversichtlich. "Jetzt kommen andere, die in die Bresche springen", sagte der Vorarlberger am Rande der Super-Kombination. "Wir hatten hier in der Abfahrt am Samstag fünf Österreicher in den Top Ten, das ist ein fantastisches Ergebnis."

Aber natürlich schmerzten ihn die Verletzungen seiner Leute. "Unglaublich, da fehlen einem die Worte. Mir tut es speziell für die Athleten leid. Der Hans ist natürlich ein spezieller Fall, doch man hört Gott sei Dank jeden Tag positive Nachrichten aus dem Krankenhaus. Und Mario und Georg waren in Superform." (red)

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