2011

Clijsters nun auch Champion in Australien

29. Jänner 2011, 14:50

Belgierin holt sich dank Dreisatz-Finalsieg über Chinesin Li Na erstmals den Titel in Melbourne

Melbourne - Kim Clijsters, dreifache Gewinnerin von Grand-Slam-Turnieren (US Open 2005, 2009 und 2010), hat erstmals auch die Australian Open gewonnen. Die Belgierin setzte sich im Finale des Frauen-Bewerbs gegen Li Na in drei Sätzen 3:6,6:3,6:3 durch, die Chinesin konnte ihren Erfolgslauf nicht mit dem ersten großen Titel einer chinesischen Spielerin krönen.

Die als Nummer drei gesetzte Clijsters ging am Samstag als Favoritin ins Spiel, begann jedoch fehlerhaft und musste den ersten Satz an ihre 28-jährige Gegnerin abgeben, die das jüngste Duell zwischen den beiden vor zwei Wochen im Finale in Sydney gewonnen hatte. Im Verlauf des zweiten Satzes steigerte sich die routinierte Belgierin jedoch, während Li begann, Nerven zu zeigen. Beide Spielerinnen hatten große Probleme, ihren Aufschlag durchzubringen. Insgesamt 13 Breaks sahen die 15 000 Zuschauer in der Rod Laver Arena.

Erst im finalen Durchgang konnte Clijsters, nun um 1,68 Millionen Euro reicher und die neue Nummer zwei der Welt, ihr dominantes Grundlinien-Spiel durchziehen und entschied ein bestenfalls mittelmäßiges Endspiel am Ende deutlich für sich. Die Chinesin, die im Verlauf des Turniers auch durch ihr offenes Wesen viele Sympathien gewann, konnte letztlich nicht an ihre Leistungen aus den Vorrunden anschließen.

Li hatte zu Beginn rasch ihren Rhythmus gefunden. Nach einem Rebreak hatte die 28-Jährige Satz eins im Griff und durchbrach ein weiteres Mal Clijsters' Service. Durchgang zwei begann mit vier Breaks, das entscheidende zum Satzgewinn gelang der Belgierin zum 4:3. Nach Unmutsäußerungen aus dem Publikum meinte Li zu Stuhlschiedsrichterin Alison Lang etwas entnervt: "Könnten Sie den Chinesen sagen, dass sie mir nicht erklären sollen, wie ich spielen soll?!" Vor der Partie hatten chinesische Fans den Melbourne Park mit einem roten Fahnenmeer eingenommen, doch ihre Hoffnung auf den ersten Grand-Slam-Sieg für China erfüllte sich nicht.  Anders als in Sydney ließ sich Clijsters diesmal nicht überrumpeln. Nach einer im dritten Satz umkämpften Anfangsphase ging die nun vierfache Siegerin von Major-Events 4:1 in Front, servierte nach einer Spielzeit von 2:05 Stunden mit ihrem ersten Matchball aus.

Clijsters, die nun bei 40 WTA-Titeln hält, kündigte an, dass 2011 ihr letztes volles Jahr auf der WTA-Tour sein könnte. Die 27-Jährige war im August 2009 nach zweijähriger Pause und der Geburt ihrer Tochter zurückgekehrt und hatte wenig später gleich die US Open gewonnen. Künftig soll die Familie Vorrang haben. Nach ihrem ersten Triumph flossen die Freudentränen. "Jetzt dürft ihr mich Aussie-Kim nennen. Wenn Australien nicht so weit weg von Belgien wäre, würden meine Familie und ich viel öfter hierher kommen", sagte Clijsters. In Down Under ist die verheiratete Mutter einer Tochter seit ihrer einstigen Liaison (oder eher: seit dem Ende derselben) mit dem Lleyton Hewitt extrem populär.

Während Li Nan ihre Enttäuschung schnell zu überwinden schien, flossen bei Ehemann und Trainer Jiang Shan noch ein paar Tränen. Und nachdem er von seiner Frau während der Wochen in Melbourne öffentliche Rügen hinsichtlich seines störenden Schnarch-Problems hatte hinnehmen müssen, gab's diesmal Trost: "Egal ob du dick bist oder dünn, attraktiv oder hässlich. Ich liebe dich über alles und folge dir überall hin", meinte Li nach ihrer ersten Niederlage in diesem Jahr. "Sie war definitiv eine harte Gegnerin", zollte Clijsters ihrer Gegnerin Lob. "Ich war bei vielen Rallies in der Defensive, das mag ich gar nicht."

Im Herren-Doppel holten die topgesetzten US-Zwillinge Bob und Mike Bryan mit einem 6:3,6:4 gegen das indische Duo Mahesh Bhupathi/Leander Paes (3) ihren fünften Titel bei diesem Major, seit 2006 waren sie nur 2008 im Viertelfinale gescheitert. Bei den vergangenen sechs Open verlor das Paar nur eines von 33 Matches. (red)

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19 Postings
Gasquet
00
31.1.2011, 00:06

habs mir grad ausgerechnet, fast wär sich für clijsters sogar die nr.1 der welt ausgegangen, hatte ja nur eine 3 runde vom vorjahr zu verteidigen

wozniacki bleibt aber knapp vorne, da sie auch nur ein achtelfinale vom letzten jahr stehen hatte
sind dann glaub ich ca 8700 bei der dänin und um die 8500 bei clijsters

socceroo
 
00
30.1.2011, 04:23

Super Mami! you are the best!

wagnerre
20
29.1.2011, 21:59
das hätte ich...

...dem Clijsters gar nicht zugetraut

Nicator
00
29.1.2011, 21:58
Finale hat mal wieder länger als 1h 30 gedauert

Das fand ich gut. Sieg für Clijsters geht in Ordnung.

ra mses
00
29.1.2011, 16:19
der Hammer!

Insgesammt ein Comeback nach Maß!

Makro 24/7
12
29.1.2011, 16:23

Naja, jetzt noch von Comeback zu sprechen ...

Irre Gut
00
29.1.2011, 14:55
super gemacht KIM!!!!!!!!!!!!!!!!!

ich hoff sie setzt noch ein paar GS drauf!

Karl Joda
00
30.1.2011, 01:36

hoffendlich clean, bei der Chinesin wär ich nicht so sicher.... Wie sind eigfentlich die Dopinkontrollen im Tennis ? Gibz da überhaupt welche ??
EPO und Transfusionen können da ja wahre "Wunder" bewirken.... Nadal erscheint übrigens ein wenig schwach..., zur Zeit...;-)

Irre Gut
00
30.1.2011, 04:09
Kontrollen gibt es da auf jeden Fall...

... und bei somanchem 'Muskelspiel' prominerter Tennisspieler wahrscheinlich auch nicht ganz unangebracht. Da sehen einige schon sehr aufgepumpt aus. Hoffentlich alles echt.

Lucky Strike Light
00

Ich hab vor allem Federer in Verdacht, schon seit Jahren. Der läuft nach 5 Stunden genauso schnell und fit wie am Anfang eines Matches. Anderen Spielern merkt man da oft schon früher die Müdigkeit an. Ob da alles mit rechten Dingen zugeht?

C L3
11
29.1.2011, 14:08

irgendwas gibts immer zu meckern, wa? leute leute leute

Yhoshi
11
29.1.2011, 12:21

extrem schlechtes finale.

Joe Dalton
10
29.1.2011, 12:58

Habe ich mir auch gedacht.

Christoph H.
31
29.1.2011, 12:24

Welches Spiel haben Sie gesehen?
Ich fand die ersten beiden Sätze qualitativ sehr hochwertig. Der letzte Satz war verständlicherweise geprägt von Nervosität auf beiden Seiten.

Jedenfalls das beste GS-Finale seit langem.

john dawn
12
29.1.2011, 13:07
bestes gs finale seit langem?

soviele eigenfehler hab ich noch selten gesehen bei einem damen finale. jeder smash eine zitterpartie, extrem viele breaks. das match lebte von der spannung, sicher nicht von der klasse.

Yhoshi
11
29.1.2011, 12:29

erstaunlicherweise dasselbe wie Sie. wirklich qualitativ schlechtes tennis, selbst für damentennis schlecht. variationen ? viele winners? es war nur ein warten auf den fehler der gegnerin.

Superserbe
11
29.1.2011, 12:00
schade ..

ich hätte es li na mehr als vergönnt.

aber die siegerin ist auch nicht die unsympathischste.

mfg

Nepomuk1
10
29.1.2011, 14:43

kann man vom sieger im herrenbewerb mal ganz sicher nicht behaupten

3?
01
29.1.2011, 15:17

Doch. Das kann man behaupten, egal wer das Rennen macht.

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