Abgemahnt: Immer mehr Filesharer zur Kasse gebeten

29. Jänner 2011, 10:56
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    foto: pixelio.de, thorben wengert

Anwaltskanzleien werfen mit teuren Filesharing-Forderungen um sich - Wenige ignorieren Schreiben

Filesharer befinden sich immer häufiger im Visier von Anwaltskanzleien. Diese verdienen prächtig an den Abmahnungen, die sie Netzpiraten wegen Urheberrechtsverletzungen zukommen lassen. Nach Angaben des Vereins gegen den Abmahnwahn und der Initiative Abmahnwahn-Dreipage wurden in Deutschland allein 2010 knapp 576.000 Forderungen verschickt. Innerhalb eines Jahres hat ihre Zahl um rund 28 Prozent zugelegt. Insgesamt machten die Anwälte Schadenersatz in Höhe von mehr als 412 Millionen Euro geltend.

Zwar nehmen sich Europas Web-User bei Filesharing und illegalen Downloads mehr und mehr zurück, etwa jeder zweite ertappte Online-Pirat kommt den Forderungen der Rechtsanwälte jedoch anstandslos nach. Die damit noch immer stolze Summe an Einkünften haben etwa 40 abmahnende Anwaltskanzleien bzw. 285 Rechteinhaber unter sich aufgeteilt. Auch ihre Zahl ist neben jener an Abmahnungen gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen.

Musik, Filme und Pornos

Fünf der abmahnenden Kanzleien sind bei der Verfolgung von Filesharern besonders aktiv. Sie haben etwa die Hälfte der Forderungen verschickt. Über die Abmahnungen hinaus ist es in einigen Fällen auch zu Klagen gekommen. Weniger als ein Prozent der erwischten Filesharer hat die Forderungen seitens der Anwaltskanzleien im Vorjahr ignoriert.

Zu Mehrfachabmahnungen für eine unerlaubte Kopie ist es 2010 ebenfalls häufiger gekommen als bisher. Solche sind bei verschiedenen Inhabern eigener Rechte an einem Werk möglich, wie etwa bei Filmen und zugehöriger Filmmusik der Fall. Raubkopien von Songs bzw. Alben sind nach wie vor der häufigste Grund für Abmahnungen. Im Verhältnis hat die Verfolgung von Filmpiraten jedoch zugenommen. Mehr als ein Fünftel der Forderungen beziehen sich auf urheberrechtlich geschützte Pornofilme. (pte)

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Posting 1 bis 25 von 215
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Lucius Vorenus
00
15.2.2011, 16:45

Downloaden ist in Österreich ja soweit ich weiß nicht strafbar, lediglich das Uploaden ist problematisch. Wenn ich jetzt über ein torrent Programm etwas herunterlade z.B. einen Film, läuft ja gleichzeitig auch der Upload. Den Upload kann man ja einschränken, angenommen ich lade mir einen 750 MB Film herunter und der Upload beträgt gerade mal 10-15 MB. Ist in einem solchen Fall überhaupt etwas an Hand der 10-15 MB nachweisbar?

Folgendes...
 
00
24.1.2012, 21:35
Selbst wenn sie nur 1 Bit aus dem Content uploaden...

... wäre es strafbar. Und wenn sie wirklich Torrents downloaden, ohne den Upload auf 0 zu stellen... Nunja, dann sind sie
- entweder mutiger und/oder
- dümmer als viele |-D

Taran Seven
00
27.4.2011, 21:40
Wenn Deine IP-Adresse aufscheint bist Du schon fällig... wenn ein Fangsserver auf dem Torrent hängt.

Selbst wenn Du nie ein komplettes File auf der Platte hattest mahnen sie dich ab... und wenn der Provider einen Fehler macht bei den Logs, erwischts auch schon mal Unschuldige, manchmal solche die nur ein Voip-Telefon des Providers haben... aber Hilft nix, denn das Gesetzt wurde so gemacht, das kein kein Einspruchsrecht gibt. Die sagen hast bist Schuld und das "Recht" gibt ihnen recht...Eben ums der Abmahnindustrie leicht zu machen und zahlreiche Verfahren wegen Einsprüchen oder Berufung zu verhindern...
...war bei der Inquisition auch so.. eine Behauptung hat gereicht für den Scheiterhaufen... so kommen gewisse Erscheinungen in der einen oder anderen Art immer wieder... Geschichte wiederholt sich... immer wieder, bis die Menschheit es gele

jetset
 
00
27.2.2011, 16:25

ich würde sagen ja, das ist ausreichend, immerhin tragen Sie damit zur Verbreitung bei (meine Meinung)

Izoard
00
31.1.2011, 13:48

sorry die unwissende frage:
darf man in österreich emulen oder ist es bei uns verboten?

catnip for christmas
00
31.1.2011, 20:14

wenns aber auf glückspiel stehen können sie sich ruhig ihr libreoffice über emule starten und nachher feststellen, dass sie sich ohne es zu wollen einen illegalen film geladen haben.

viel spass im knast. ;)

oder vorher auf die korrekte prüfsumme achten.

catnip for christmas
00
31.1.2011, 20:11

wozu wollens emulen? bittorrenten ist doch viel schneller.

Izoard
00

ist bittorrenten verboten in ö?

Wickinger
00

Man kann ja auch Freeware legal und offiziell über Torrents runterladen (OpenOffice.org beispielsweise, oder div. Linux-Distributionen, Avira Antivir), deshalb würde es wenig Sinn machen, Torrents grundsätzlich zu verbieten...

Achmo Ledbid
02
31.1.2011, 10:36
wenn einfache post..

...von einer unbekannten anwaltskanzlei kommt, dann mit "retour an absender, empfänger verstorben" retournieren. wenn die sich nicht die mühe einer eingeschriebenen sendung oder einer meldeabfrage machen, dann arbeitet die anwaltskanzlei nach dem FUD (Fear and Dubt) prinzip, wo nach einer massensendung ca. ein einstelliger prozentsatz der empfänger tatsächlich einzahlt und gegen die anderen wird nicht ernsthaft vorgegangen.

Dein schönster Traum
00
31.1.2011, 09:54
Warum sich die Mehrheit...

...von der Minderheit der Rechteverwerter und Anwälte auf der Nase herumtanzen läßt, ich verstehe es nicht.

Es wäre Aufgabe der Politik, diesen Urheberrechtswahnsinn zu beenden.

Der junge Jim Kirk
01
31.1.2011, 10:22

Was ist gegen das urheberrecht einzuwenden?

Adolf Hochhaltinger
 
00
16.2.2011, 08:39
Urheberrecht? bitte ändern!

Anfangs galt das Urheberrecht nur für die Lebensdauer des Autors. Später durften auch die Erben noch 30 Jahre lang abkassieren (warum? die haben doch nichts dazu beigetragen!). Und derzeit sind in vielen Ländern alle Werke bis 75 Jahre nach dem Tod des Künstlers geschützt. Und das ist eine reine Abkassiererei!

Mein Wunsch: zurück zum 'alten' Rechteschutz!

Gag am Rand: Australien hat vor einigen Jahren die Urheberrechts-Gesetzgebung massiv verschärft. Dazu kommentierte ein Rechtsexperte: "Nun kann ich schon verklagt werden, wenn ich auf offener Straße 'Waltzing Mathilda' pfeife!

('Waltzing Mathilda' ist so etwas wie die 'inoffizielle Nationalhymne' von Australien, von der Bedeutung her etwa vergleichbar mit unserem Donauwalzer)

schniggschnagg
 
00
31.1.2011, 10:48
Gegen das Urheberrecht ist gar nichts einzuwenden.

Gegen die Praktiken, an die persönlichen Daten von Internet-Nutzern zu kommen jedoch! Ebenso wie gegen die Tatsache, daß größtenteils ins Blaue hinein abgemahnt wird - ganz ohne Beweise. Weil: der dumme Internet-Nutzer wird sich schon schlecht fühlen und im Zweifel die paar Netsch zahlen! Ich tät vor Gericht ziehen - die Logfiles in Textform, die Anwaltskanzleien als "Beweise" vorlegen können haben keine größere Beweiskraft als die Logfiles meines Routers. Wenn jeder brav eine Rechtschutzversicherung hätte (die gar nicht so teuer sein muß) wäre dieses blindwütige Abmahnen von heute auf morgen abgestellt - und alles würde den richtigen Weg über Anzeige, Anklage und Gericht gehen. Mit sehr geringer Erfolgsquote für die Kanzleien!

M L3
00
Natürlich ist eine RS-Versicherung nützlich und sinnvoll

Aber ist es nicht wahsinn, daß man sich gegen solchen "organisierten Betrug" extra per Versicherung schützen muß. Das sollte eindeutig der Gesetzgeber übernehmen.

schniggschnagg
 
00
Auf den Gesetzgeber ist leider in dieser Sache kein Verlaß.

Leider ist das ja in jedem Land der Welt so: Wer Geld hat, macht die Gesetze. Partei A verklagt B... um zu ihrem Recht zu kommen, muß Partei B jetzt erst einmal Geld auslegen, um überhaupt zu ihrem Recht zu kommen. Wenn A nun finanzstärker ist, dann hat B keine Chance, wirklich an ihr Recht zu kommen. Da müßte geändert werden, daß A (und nicht der Staat, weil das tät ja auch nix ändern) zuerst einmal alles auslegt, und B erst nach Verurteilung zahlen muß! Im Zivilrecht läuft das aber halt leider nicht so...

Katze in der Fensterbank
00
31.1.2011, 09:17
Wie ist das eigentlich

in Österreich? Ist es vorbei mit der ewigen Grauzone :D?

karakal
01
31.1.2011, 11:02
Nope...

In Österreich muss auch für die erste Abmahnung der Auftraggeber der Abmahnung die Anwaltskosten tragen.
In Deutschland sind die Abmahnungen deswegen so populär, weil diese Kosten schon dem Empfänger aufgebürdet werden können.
Aufgrund irrwitziger Streitwerte haben die meisten Leute Angst um Haus und Hof und stürzen sich in Schulden, um diese Forderungen zu bezahlen, weil die Gerichtskosten einfach exorbitant sind, obwohl die Chancen zu gewinnen, gar nicht so schlecht stehen...

Atoar
01
31.1.2011, 01:06

uuuuuuuhhhh....Angst....

0Stoney0
03
30.1.2011, 20:51
Dinosaurier Vermaktungsmodell der Film und Musikbranche

Klagen und klagen. Mehr HITS im Google zu Abmahnungen, Klagen der Film und Musikbranche als über neue Ideen, Onlineshops etc.

Wir haben nicht mehr 1986 sondern 2011. Und daran sollte die Film und Musikbranche mitbekommen.

Abgaben auf CD, DVD Rohlinge; Festplatten, Sat Receiver usw. usw.

Einfach auf Kundenwünsche eingehen und ein neues Vermarktungsmodell .. so einfach ist das.

Das stänige Klagen, sry.... aber es kotzt jeden Konsumten und ehemaligen Konsumten nur an.

Daher, so bitter wie es klingt - ich freue mich schon auf die nächste Gewinnwarnungen. Vielleicht lernt man dann dazu?

catnip for christmas
00
31.1.2011, 20:29

Kundenwünsche sind nicht das Wirtschaftsmodell der FilmINDUSTRIE.

Bereits in den 1950ern wurden viele kleine Programmkinos verdrängt, weil sie den Zuschauern zuviel Freiheit bei der Filmauswahl gaben.

Das wird in 2050 nicht anders. Einzig die Technologie wird eine andere sein.

Wäre ja schon nett, wenn man einen neuen Film auch ein halbes Jahr später für ein paar Tage zeigen würde und nicht für 2-3 Wochen und dann gar nicht mehr.

mfgmfg
01
31.1.2011, 05:39

ja genau, 1 Euro pro Titel und der Schwarzmarkt bricht zusammen.

UnterwegsNachNirgendwo
00
31.1.2011, 23:53
die angebote in der grössenordnung gibt es durchaus

nur genügt das dem gemeinen datendieb nicht - da muss schon alles gratis sein, urheberrecht ist doch eh wurscht, hauptsache wir können software und content zusammenstehlen soviel nur geht.

¦¦¦¦:_?_:¦¦¦¦
00
31.1.2011, 09:16

ein euro pro album und ihre aussage stimmt.

Mahnende Stimme
00
30.1.2011, 19:11

Jondos, Tor, Freenet verwenden.

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