Erneut Massenvergewaltigungen

28. Jänner 2011, 15:44
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Im Jänner wurden Kinder, Frauen und Männer wiederholt Opfer von ruandesischen Exilmilizen, berichten die Vereinten Nationen

Kinshasa - In der Demokratischen Republik Kongo haben bewaffnete Männer erneut Dörfer überfallen und mindestens 60 Menschen vergewaltigt. Zu den Übergriffen sei es zwischen dem 19. und 21. Jänner in den Ortschaften Nakatete und Kitumba im Osten des Landes gekommen, teilten die Vereinten Nationen am Freitag mit. Die Opfer seien Kinder, Frauen und Männer. Sie würden von der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" (MSF) betreut. Im vergangenen Jahr war den Rebellen der ruandesischen Hutu-Extremistengruppe FDLR ("Demokratische Kräfte für die Befreiung Ruandas") die Vergewaltigung von mehr als 300 Frauen in Walikale vorgeworfen worden. In diesem Monat wurde kongolesischen Soldaten zur Last gelegt, 67 Menschen in der Stadt Fizi vergewaltigt zu haben.

MSF hat in Fizi in der Konfliktprovinz Süd-Kivu über 50 Vergewaltigungsopfer behandelt. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte sich im Vorjahr empört über Massenvergewaltigungen im Osten der Demokratischen Republik Kongo geäußert und alle Konfliktparteien zu einem Ende sexueller Gewalt gegen ZivilistInnen aufgefordert. Das höchste UNO-Gremium in New York rief die kongolesische Regierung am Donnerstag zugleich auf, Ermittlungen einzuleiten und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. (APA)

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