Marie-Luise Scherer bekommt Heinrich-Mann-Preis

28. Jänner 2011, 14:45
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Deutsche Schriftstellerin erhält am 3. April die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung

Wien/Berlin - Die deutsche Schriftstellerin Marie-Luise Scherer wird 2011 mit dem Heinrich-Mann-Preis für Essayistik ausgezeichnet. Die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung wird der 1938 in Saarbrücken geborenen Autorin am 3. April überreicht, teilte die Berliner Akademie der Künste am Freitag mit.

Die Jury, bestehend aus Wolf Lepenies, Patrick Bahners und dem letztjährigen Preisträger Michael Maar, lobte ihre Reportagen für das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zwischen 1974 und 1998 als "eigene Kunstform". Ein Begriff dafür sei noch nicht gefunden, nur, "dass es sich um große Literatur handelt", sei sicher, so die Jury-Begründung. "Scherers Kunst-Reportagen sind ins Novellistische spielende, abgründige, filigran komponierte und sprachlich meisterhafte Piecen von fast ungeheurer Akkuratesse.

Mit dem Heinrich-Mann-Preis wird eine Autorin geehrt, an deren kalt schimmernden, gehärteten Prosastücken der Zahn der Zeit sich vergeblich abmüht." Eine Auswahl der von Scherer für den "Spiegel" verfassten Texte wurde 1988 erstmals unter dem Titel "Ungeheurer Alltag" als Buch veröffentlicht, 2004 erschien in Hans Magnus Enzensbergers "Die andere Bibliothek" ihr Erzählungsband "Der Akkordeonspieler". (APA)

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