Vorstöße bis weit in den indischen Ozean
Northwood Headquarters - Somalische
Piraten haben nach EU-Angaben ihren Aktionsradius von der
Ostküste Afrikas bis weit in den Indischen Ozean ausgeweitet.
Dies sei gelungen, weil sie vermehrt gekaperte Handelsfrachter
als Basis für ihre Übergriffe nutzen, erklärte der
EU-Marineverband Navfor. Die Piraten hätten ursprünglich
lediglich kleine Boote mit Außenbordmotor verwendet, die nur
eine geringe Reichweite hätten.
"Die Piraten haben ihre
Vorgehensweise geändert", sagte ein
Navfor-Sprecher. Die Besatzungen der gekaperten Schiffe würden
mit vorgehaltener Waffe gezwungen, die Frachter weiter zu
steuern. So könnten auch Angriffe mit kleinen Booten vom
Mutterschiff aus weiter von der Küste entfernt und während der
stürmischen Monsunzeit gestartet werden.
Vor der somalischen
Küste haben Piraten bereits zahlreiche
Schiffe in ihre Gewalt gebracht, etliche Geiseln genommen und
Millionensummen an Lösegeld erpresst. Einige der wichtigsten
Handelsrouten weltweit führen durch das Seegebiet vor Somalia
und den Golf von Aden. Am Kampf gegen die Piraten ist auch die
Bundeswehr beteiligt.