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Während US-Außenministerin Hillary Clinton sanften Druck auf Ägyptens Staatschef Hosni Mubarak ausübt, indem Sie ihm vorschlägt, dass jetzt eigentlich ein guter Zeitpunkt für Reformen wäre, zitiert die New York Times Geheimdokumente der US-Botschaft in Kairo, die einen Blick hinter die Kulissen der hohen Diplomatie erlauben. Die Depeschen, die alle aus Präsident Obamas Amtszeit stammen, wurden von der Whistleblower-Plattform Wikileaks veröffentlicht.
So warnte Botschafterin Margaret Scobey im März 2009 ihre Chefin, bei einem Treffen mit Machthaber Hosni Mubarak keinesfalls den Fall des kurz davor aus Gesundheitsgründen freigelassenen Dissidenten Ayman Nour anzusprechen. Mubarak nehme jede Erwähnung des Namens des Anführers der Ghad-Partei persönlich, und es bringe ihn zum Kochen, wenn die USA aus dem inhaftierten Oppositionellen einen Märtyrer machten. Nour war bei der Präsidentenwahl 2005 gegen den Langzeit-Präsidenten angetreten.
Schulbusse für Hosni und Suzanne Mubarak
Eine andere Depesche der Kairoer Botschaft beschreibt, wie Mitarbeiter der Hilfsorganisation USAID bei einem Besuch der Halbinsel Sinai überrascht feststellten, dass von den USA finanzierte Schulbusse seit Monaten unbenutzt auf einem Parkplatz standen. Lokalpolitiker erklärten ihnen, die Fahrzeuge seine nur einmal bei einem Besuch Präsident Mubaraks und seiner Gattin Suzanne benutzt worden und rosteten seitdem vor sich hin.
Über die Menschenrechtslage in Ägypten zeichnen die Botschaftsberichte ein düsteres Bild: die Sicherheitskräfte foltern Gefangene regelmäßig mit Elektroschocks und Schlafentzug. In einem Bericht an FBI-Direktor Robert Mueller wird erwähnt, dass zwar seit Ende 2007 ungefähr 18 Polizisten wegen Misshandlung und Ermordung Gefangener zu Haftstrafen verurteilt worden seien. Der Großteil der Anzeigen wegen Folter werde aber zurückgezogen, weil die Behörden Druck auf die Opfer ausübten. (bed)
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New York Times: Cables Show Delicate U.S. Dealings With Egypt’s Leaders
Hussein Anan fordert 80 Peitschenhiebe für einen Biertrinker
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Neuer Bericht belastet Ägyptens Armee: Verwundete wurden mit unsterilisiertem Besteck verarztet
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Regierungsumbildung in Ägypten: Opposition enttäuscht
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Iyad Madani führt Organisation für islamische Zusammenarbeit
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Es ist unbestreitbar, dass sich die USA stabile Verhältnisse für Ägypten wünschen - von Gudrun Harrer
Es besteht die Gefahr, dass das Vakuum, das die gemäßigte Opposition hinterlässt, von viel radikaleren Kräften gefüllt wird - von Gudrun Harrer
Erinnert dieses Bild nicht irgendwie an Nordkorea oder Saddam Hussein? Ein trautes Diktatorenpärchen im Großformat...
Nur komisch, dass in unseren Medien nicht die gleiche Sprache dafür gefunden wird. Woran das liegen mag?
...und der US pr gag "das ende der diktatoren" anlässlich des US terrorschlags gegen den irak wird zum schrecken des bankrotten US terrorstaates realität.
ob sie sich wenigstens dankbar gegenüber ihren fallenden marionetten erweisen, und diese von den dächern der US botschaften mit ihrer beute ausfliegen?
"der neue nahe osten"....es war zu befürchten, dass diese US bündnisse des schreckens auf dem rücken der völker diese radikalisiert und zu einem unkontrollierbaren übergang.
die haben seit dem sturz ihrer marionette im iran NICHTS, aber auch gar nichts gelernt.
im gegenteil.....
Ohne jetzo bitteschön auch nur im Entferntesten weitergelesen zu haben, muß ich leider diese reißerische Bildunterschrift kritisieren: 1) US-finanziert, und dann auch noch Schulbusse, 2) die werden außerdem mißbraucht, weil nicht für Schüler, sondern für die Präsdentengattin verwendet (wären es klimatisierte Staatskarossen gewesen, wie es sie in jedem noch so popeligen Staat gibt, hätte kein Hahn danach gekräht, 3) kutschiert (nicht gefahren). +++++++++++ So, und jetzt lese ich den Artikel.
Der Großteil der Anzeigen wegen Folter werde aber zurückgezogen, weil die Behörden Druck auf die Opfer ausübten.
Na ja, es geht ja doch - ich meine die Strafverfolgung von Polizisten, di eüber die Stränge hauen
.
genauso blöd, als würden Sie sagen "Naja, ein mit Russland befreundetes Land halt"
http://www.tagesspiegel.de/politik/i... 96090.html
und genauso blöd, als würden Sie sagen "Naja, ein mit Deutschland befreundetes Land halt"
und genauso blöd, als würden Sie sagen "Naja, ein islamisches Land halt"
.....
"Russland will Ägyptens erstes Atomkrafwerk bauen"
Zeitungen mit Fehlern in der Headline find ich toll :-)
Aber zur Sache: Ich betrachte die USA als befreundeten Staat - und von denen erwarte ich mir mehr als von den sagen wir - weniger befreundeten Staaten. Aber wenn ich Folter, Schlafentzug etc. höre oder lese, fällt mir halt sofort Guantanamo ein. Und ehrlich gesagt, erwarte ich mir von Freunden, dass sie gegen Folter der Obrigkeit auftreten und nicht selber auch noch mitmachen.
.
und er hätte auch mit den aussagen
"Naja, ein mit Russland befreundetes Land halt",
"Naja, ein mit Deutschland befreundetes Land halt",
"Naja, ein islamisches Land halt",
ebenso "nicht so unrecht",
weil das auch alles auf Ägypten zutrifft.
deswegen werden die aussagen nicht gscheiter oder sinnvoller.
Und das können Sie wie beweisen?
Die bekanntesten westlichen Folter-Ausbilder waren die Franzosen. Ob Afrika, Asien oder S-Amerika. Was der KGB im Osten schaffte, war Frankreich für den Westen.
http://www.arte.tv/de/geschi... 27480.html
"So warnte Botschafterin Margaret Scobey im März 2009 ihre Chefin, bei einem Treffen mit Machthaber Hosni Mubarak keinesfalls den Fall des kurz davor aus Gesundheitsgründen freigelassenen Dissidenten Ayman Nour anzusprechen. Mubarak nehme jede Erwähnung des Namens des Anführers der Ghad-Partei persönlich, und es bringe ihn zum Kochen"
Aber mir halt noch nicht. Aber wie gesagt: Sie sind ein Held, ich bin keiner. Wikileaks ist hat nur für die Unwissenden unter uns gemacht, nicht füpr die Geistesriesen wie Sie es sind.
ich denke das die menschenrechtslage dort katastrophal ist (was ja ihre meldung war) dazu braucht man wirklich kein wikileaks.
was die meldung ueber 'das nicht erwaehnen von dissidenten' betrifft: naja das ist auch irgendwie klar, und trifft z.b. auch auf laender wie china (dort sinds dissidenten, dalai lama und ost-turkestan was man nicht erwaehnen darf) und russland (tscheschenien udgl.) zu. jeder politiker und diplomaten (inklusive der amerikaner) wird dazu angehalten bestimmte dinge besser nicht anzusprechen. also auch das ist in dem sinn keine soooo sensationelle meldung.
SIE brauchen kein Wikileaks, weil SIE kennen wahrscheinlich Folteropfer ...
Ich nicht
Hier erfährt mans eben hochoffiziell.
Schaun sie, ich finde eben, dass es einen Unterschied mach, ob ich etwas im Standard (oder sonstwo) lese, die es wiederum von der APA haben und woher die es haben, weiß man nicht so genau.
Wikileaks zitiert Botschafter - und die berichten dem Aussenminister. Das scheint mir eine ziemlich authentische Quelle zu sein.
Aber SIE wissen vermutlich alles viel besser, auch ohne Wikileaks.
Ich nicht, für mich sind das sehr nützliche Zusatzinformationen.
gähn...ich glaub, Sie haben's nicht verstanden. Nicht jedes Wikileaks-Dokument ist eine Meldung wert. Nicht alles ist so überraschend und neu. Hier wird dem Ganzen eine Heiligkeit und Wichtigkeit gegeben, die es meiner Ansicht nach nicht verdient.
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