Was kleine Kinder dürfen

31. Jänner 2011, 19:18
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"Ich mach, was ich will - ich bin doch noch klein!" erzählt mit viel Tempo und ohne erhobenen Zeigefinger

Gefühlte 40-mal am Tag schafft es die eigene Tochter, einem auf die Füße zu steigen. Das "Entschuldige Papa" wird da schon fast automatisch nachgeschickt. Das zweite, kleinere Kind haut des Öfteren mit Essen um sich - zur Freude des Hundes - entschuldigt sich aber (noch) nicht.

Die Schwester assistiert dann. "Babys wissen das noch nicht" , sagt sie. Stimmt schon. Noch. Lange aber nicht mehr. Das merkt auch die dreijährige Lara im Buch von Thad Krasnesky und David Parkins. Ich mach, was ich will - Ich bin doch noch klein!, heißt es.

Anfangs kommt das Mädchen auch mit diesem Slogan durch. Sie schüttet (unabsichtlich!) dem Vater Orangensaft über die Hose, zerstört die Sachen der älteren Schwester (absichtlich!) - und kommt damit durch. Es reicht ein kurzer Brüller, schon ist Mutter da und tröstet sie. "Denn schließlich bin ich ja erst drei Jahre alt" , sagt sie einmal. Dass diese Einstellung auf Dauer nicht akzeptiert wird, versteht sich von selbst. Aber es dauert bis dahin.

Für Kinder gleichen Alters und etwas darüber ist das Buch sicher lehrreich. Erzählt wird die Geschichte aus Laras Sicht, mit viel Tempo, ohne erhobenen Zeigefinger. Ganz junge Leser werden sich schnell in ihr wiederfinden. Ältere Geschwister werden sich wünschen, in manchen Momenten selbst wieder klein sein zu können. (Peter Mayr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.1.2011)

 

 

 

  • Thad Krasnesky, David Parkins,
"Ich mach, was ich will - Ich bin doch noch klein!" . € 13,40 / 40 
Seiten.
Lappan Verlag, Oldenburg 2011
    foto: lappan verlag

    Thad Krasnesky, David Parkins,

    "Ich mach, was ich will - Ich bin doch noch klein!" . € 13,40 / 40 Seiten.

    Lappan Verlag, Oldenburg 2011

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